Mi., 06.06.2018

Geburtstagswoche mit kleinem Festakt und Sondervorstellungen in Bad Lippspringe Odins Filmtheater feiert 15 Jahre Ehrenamt

Gründer der ersten Stunde: Ex-Bürgermeister Willi Schmidt (von links), Kulturpolitikerin Erika Grobbel und Filmfreund Ottokar Fischer (heute erster Vorsitzender) hoben vor 15 Jahren Odins Filmtheater aus der Taufe.

Gründer der ersten Stunde: Ex-Bürgermeister Willi Schmidt (von links), Kulturpolitikerin Erika Grobbel und Filmfreund Ottokar Fischer (heute erster Vorsitzender) hoben vor 15 Jahren Odins Filmtheater aus der Taufe. Foto: Reinhard Brockmann

Von Reinhard Brockmann

Bad Lippspringe (WB). 36.008 Zuschauer bei 1557 Filmvorführungen seit 2003: Diese Bilanz hat Odins-Filmtheater bei einer kleinen Feierstunde am Montagabend gezogen.

Genau 15 Jahre zuvor, am 4. Juni 2003, hatte das ehrenamtlich geführte Kino im Lippe-Institut mit dem Film »Good bye, Lenin« seinen regelmäßigen Spielbetrieb immer freitags und mittwochs um 19.30 Uhr aufgenommen. Seitdem ist fast keine Vorstellung ausgefallen. »Selbst bei nur einem Besucher haben wir Kino gemacht«, berichtete Vorsitzender Ottokar Fischer.

Sondervorstellungen in der Jubiläumswoche

Das dürfte am Donnerstag dieser Woche nicht passieren. Wegen des erwarteten hohen Andrangs sind gleich zwei Sondervorstellungen in der Jubiläumswoche geplant. Zum alten Eintrittspreis aus dem Eröffnungsjahr von vier Euro läuft um 19.30 Uhr und um 21.15 Uhr »Jäger und Gejagter – Der Wilddieb Hermann Klostermann«. Der dem Odins eng verbundene Bad Lippspringer Filmemacher Peter Schanz wird dabei sein. Auf Wunsch signiert Schanz seine inzwischen auch auf DVD erfolgreiche Dokumentation mit Spielhandlung (93 Minuten).

Mit Willi Schmidt und Erika Grobbel (CDU) nahmen die zwei wichtigsten Geburtshelfer aus dem Jahr 2003 am Festakt am Montag teil. Die Vorsitzende des damals noch einflussreichen Kulturausschusses im Rat hatten den Kontakt mit einem privaten Kinonetzwerk in Bielefeld und Schloß Holte hergestellt.

Ex-Bürgermeister Schmidt schloss schließlich einen Vertrag mit Frank Becker, dem kinoverrückten Betreiber von Deutschlands größtem privaten Filmarchiv in Brackwede. Mit Fördergeldern aus öffentlichen Kassen und der Gründung des formlosen Helferkreises »Filmfreunde Bad Lippspringe« ging es los. Inzwischen gibt es einen gemeinnützigen Trägerverein mit 60 aktiven und passiven Mitgliedern.

Hohe Besucherzahl ist die beste Unterstützung

»Heute stehen wir wirtschaftlich stabil da und können, sofern keine dramatischen Pannen passieren, uns selbst tragen«, teilte Vorsitzender Fischer in der Feierstunde mit. »Das verdanken wir dem MZG als Hausherrn im Lippe-Institut sowie den zahlreichen Lippspringer Bürgern und der Stadt, die uns vor drei Jahren bei der Umstellung auf digitale Technik sehr großzügig unterstützt haben.«

Fischer fragte die Ehrengäste in diesem Zusammenhang »Ist Ihnen etwas aufgefallen?« – um dann den überraschten Sponsoren selbst zu antworten: »Wir haben Sie seitdem nicht mehr mit Spendenanfragen belästigt. Solange es uns gut geht, wird das so bleiben.« Die beste Unterstützung für den Fortbestand des Kinos in den nächsten Jahren sei eine anhaltend hohe Zuschauerzahl. »Es gibt keine bessere Förderung der Kinokultur in dieser Stadt als den Besuch durch möglichst viele Bürger. Das füllt die Kasse und motiviert die vielen Helfer.«

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