Mi., 08.08.2018

Jannika Schäfer (21) schätzt Vielfalt des Berufs Beste Hotelfachfrau im Hochstift

Der Pokal ist wieder im Park-Hotel Bad Lippspringe: Jannika Schäfer hat jüngst ihre Ausbildung zur Hotelfachfrau als beste Auszubildende im Gastgewerbe in den Kreisen Paderborn und Höxter abgeschlossen und ist dafür ausgezeichnet worden.

Der Pokal ist wieder im Park-Hotel Bad Lippspringe: Jannika Schäfer hat jüngst ihre Ausbildung zur Hotelfachfrau als beste Auszubildende im Gastgewerbe in den Kreisen Paderborn und Höxter abgeschlossen und ist dafür ausgezeichnet worden. Foto: Sonja Möller

Von Sonja Möller

Bad Lippspringe (WB). Das Best Western Park-Hotel Bad Lippspringe hat sich den Pokal zurückgeholt: Nach 2012, 2014 und 2016 kommt in diesem Jahr erneut die beste Auszubildende im Gastgewerbe der Kreise Paderborn und Höxter aus der Badestadt. Dabei wollte Jannika Schäfer eigentlich Tierärztin werden.

»Tiermedizin war mir dann aber doch zu eintönig für ein ganzes Leben«, erzählt die 21-Jährige. Durch Zufall lernte sie auf einer Klassenfahrt eine Auszubildende zur Hotelfachfrau kennen und war gleich Feuer und Flamme: »Der Beruf ist so vielfältig und man kann danach in vielen verschiedenen Bereichen arbeiten. Das fand ich spannend.«

Nach ihrem Abitur 2015 am Gymnasium Schloß Neuhaus begann Jannika Schäfer ihre Ausbildung im Park-Hotel in Bad Lippspringe – und musste ihren Tagesablauf erst mal komplett umstellen. Ihre erste Station war die Küche. Und da fängt man früh an. »Ich bin morgens um fünf Uhr zuhause losgefahren«, erinnert sich Jannika Schäfer.

Bis dato in Eisdiele gekellnert

In den ersten Wochen betreute sie das Frühstücksbüfett, dann kam á la carte-Küche hinzu. »Gehobene Gastronomie war damals ganz neu für mich. Ich hatte vor der Ausbildung nur einen Sommer in einer Eisdiele gekellnert. Das war’s«, erzählt die 21-Jährige lachend. Der Start war anspruchsvoll, klappte aber. Ein Abbruch kam für die ehrgeizige junge Frau sowieso nicht in Frage: »Wenn man weiß, wo man hin will, schafft man das.«

Auf die Küche folgte der Zimmerdienst, das so genannte Housekeeping. »Die Zimmermädchen bringen einem alles bei, was man wissen muss. Man lernt dabei, sich zu organisieren«, erzählt Jannika Schäfer: »Wenn ich heute zuhause das Bad putze, geht das deutlich schneller.«

Nach der Station im Service wurde sie an der Rezeption eingesetzt: »Vor meinem ersten Tag hatte ich schon ein bisschen Angst. Immerhin ist man an der Rezeption der erste Ansprechpartner, den der Gast sieht.« Doch ihre Sorge war unbegründet. Wenn sie mal nicht weiter wusste, stand ihr immer ein Abteilungsleiter zur Seite. Und da sie den Ablauf im Hotel durch ihre vorherigen Stationen schon kannte, konnte sie viele Fragen direkt beantworten. »Die Aufgaben an der Rezeption sind besonders vielfältig. Das hat mir viel Spaß gemacht«, erzählt sie.

Jetzt zieht es Jannika an die Uni

Die stellvertretende Hotel-Direktorin Olga Dias Bandeira erläutert: »An der Rezeption ist man Ansprechpartner für alles: ein Taxi bestellen, Reservierungen entgegen nehmen oder Gästen die Sehenswürdigkeiten erläutern.« Auch Heiratsanträge vorbereiten und Überraschungen organisieren gehörten zu Jannika Schäfers Aufgaben. »An der Rezeption lernt man, mit jedem Gast umzugehen. Ich hatte viele tolle Gäste und viele haben sich sogar bedankt. Eine Dame hat hinterher eine Postkarte geschrieben. Und es gab viel Schokolade von Stammgästen.«

Spannend fand die Paderbornerin auch ihre letzte Station: das Veranstaltungsbüro. Hier lernte sie, Tagungen und private Veranstaltungen wie Geburtstage und Taufen im Hotel zu organisieren.

Nachdem sie alle Abteilungen gelernt hatte, stand die Abschlussprüfung an, die Jannika Schäfer mit der besten Note aller Auszubildenden in den Kreisen Paderborn und Höxter abgelegt hat. Die Prüfungsinhalte spiegelten dabei die Vielfältigkeit des Berufs wider. Im schriftlichen Teil musste Jannika Schäfer zum Beispiel ein Angebot für ein Familienwochenende mit Kindern ausarbeiten, ein passendes Büfett dazu entwerfen und ein Rahmenprogramm beschreiben. Jannika Schäfer deckte in der praktischen Prüfung unter anderem einen Tisch ein, schrieb ein Menü, fertigte ein Blumengesteck an und checkte ein Zimmer. Schriftlich musste die junge Frau ein Wochen­end-Arrangement in allen Details ausarbeiten.

Mit ihrem Abschluss in der Tasche zieht es die 21-Jährige jetzt an die Universität. In Paderborn studiert sie von Oktober an International Business Studies: »Dabei lernt man, einen Betrieb zu führen. Ich will aber auch danach in der Branche bleiben. Es herrscht Fachkräftemangel. Mit meiner Ausbildung kann ich in jedem Bereich arbeiten.«

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