Erste Klasse von 1957 gratuliert Edith Glatzer zum 90. Geburtstag
Wiedersehen mit Frau Lehrerin

Bad Lippspringe (WB). Edith Glatzers Zeit als Volks- und später Hauptschullehrerin liegt zwar schon viele Jahre zurück. Nie abgebrochen ist aber der freundschaftliche Kontakt zu ihrer ersten Schulklasse, die sie von 1957 an drei Jahre in Bad Lippspringe unterrichtete. Zum 90. Geburtstag Edith Glatzers feierten die Pädagogin und ihre längst erwachsenen ehemaligen Schüler ein Wiedersehen.

Dienstag, 05.02.2019, 11:20 Uhr aktualisiert: 05.02.2019, 12:28 Uhr
Edith Glatzer wurde zu ihrem Geburtstag von ihren ehemaligen Schülern aus ihrer ersten Klasse, für die sie als Lehrerin zuständig war, mit einer Bildcollage überrascht. Das Geschenk ist mit vielen Erinnerungen verbunden. Foto: Klaus Karenfeld
Edith Glatzer wurde zu ihrem Geburtstag von ihren ehemaligen Schülern aus ihrer ersten Klasse, für die sie als Lehrerin zuständig war, mit einer Bildcollage überrascht. Das Geschenk ist mit vielen Erinnerungen verbunden. Foto: Klaus Karenfeld

Edith Glatzer wurde am 4. Februar 1929 im brandenburgischen Gransee bei Templin geboren. An ihre Kindheit – in dem so beschaulich kleinen Dorf – erinnert sie sich noch heute sehr gerne. Zur zweiten Heimat ist ihr das Paderborner Land geworden. Dorthin zog die Familie, als der Vater Obermüller in Borchen wurde.

Edith Glatzer selbst hatte bereits früh einen konkreten Berufswunsch: Sie wollte Lehrerin werden. Und der Wunsch sollte sich tatsächlich erfüllen. Kurz vor der letzten Lehramtsprüfung kam sie nach Bad Lippspringe. Die dritte Klasse der evangelischen Volksschule wurde ihr am 1. Mai 1957 anvertraut. »Wir waren damals 28 Jungen und Mädchen«, erinnert sich Wolfgang Verch, einer der damaligen Schüler. Wie er haben auch seine Klassenkameraden Edith Glatzer in bester Erinnerung. Manfred Richter bezeichnete die heute 90-Jährige als »sehr umsichtigen wie begisterungsfähigen Menschen«. Ihre Tätigkeit als Lehrerin habe sich immer am Wohl der ihr anvertrauten Schüler orientiert.

Für viele von uns wurde Edith Glatzer in der Schule zu einer Ersatz-Mama

Manfred Richter

»Für viele von uns wurde Edith Glatzer in der Schule zu einer Ersatz-Mama. Auch dafür sind wir ihr sehr dankbar«, beendete Richter seine mit Applaus begleitete Rede. Christel Schuchardt bescheinigte ihr ein vielfältiges religiöses, theologisches wie pädagogisches Wissen und Können.

Auch unter den Kollegen galt Edith Glatzer als ausgesprochen engagiert und fachkompetent. Besonders gerne hat sie nach eigener Aussage die Fächer Englisch und evangelische Religion unterrichtet. Der frühere Rektor Friedhelm Berger nannte sie einmal einen »alten Zehnkämpfer«, was heißen sollte, dass Edith Glatzer in vielen Fächern zuhause war.

Auf große Geburtstagsgeschenke hatte die 90-Jährige an ihrem Ehrentag bewusst verzichtet. Zur Gratulation gab es dann aber doch das eine oder andere Präsent mit besonderem Erinnerungswert.

So hatten die ehemaligen Schülerinnen und Schüler eine Foto-collage anfertigen lassen, auf der Edith Glatzers Taufkirche in Gransee und die evangelische Kirche in Bad Lippspringe abgebildet sind, ebenso die alte Volksschule in Bad Lippspringe sowie eine Portraitskizze der Jubilarin. Die besondere Verbundenheit der Lehrerin zu ihren ehemaligen Schülern machen zusätzlich zwei Schwarzweißfotos deutlich. Das eine stammt aus dem Jahr 1957, als Edith Glatzer Lehrerin in Bad Lippspringe wurde, das andere entstand 60 Jahre später bei einem Klassentreffen.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.
 
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6370216?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198401%2F2851061%2F
Corona-Tests vor dem Trainingsstart
Mannschaftsarzt Dr. Tim Niedergassel nimmt einen Rachen- und Nasenabstrich bei DSC-Profi Reinhold Yabo. Foto: Thomas F. Starke
Nachrichten-Ticker