Do., 07.03.2019

Ehemaliger Bad Lippspringer soll in Paraguay getötet worden sein Tödlicher Streit unter Nachbarn

Das tödliche Drama soll sich in einer Auswanderer-Kolonie nahe der Stadt Caacupé ereignet haben. In der Nähe führte der deutsche Auswanderer Herbert Josef O. das »s’Schwarzwald­dörfle«, eine Pension mit Restaurant und deutscher Küche.

Das tödliche Drama soll sich in einer Auswanderer-Kolonie nahe der Stadt Caacupé ereignet haben. In der Nähe führte der deutsche Auswanderer Herbert Josef O. das »s’Schwarzwald­dörfle«, eine Pension mit Restaurant und deutscher Küche. Foto: Google Earth

Bad Lippspringe/Caacupé (WB/jmg). Ein ehemaliger Bad Lippspringer (62) soll in Paraguay im Streit erschossen worden sein. Täter soll ein Österreicher sein (74).

Laut der österreichischen Boulevardzeitung »Krone« soll sich das tödliche Drama in einer Auswanderer-Kolonie in der Nähe der Stadt Caacupé ereignet haben. Den Angaben zufolge hätten sich die beiden immer wieder Auseinandersetzungen geliefert – bis es zur Eskalation kam. »Laut der ermittelnden Staatsanwaltschaft habe sich der 74-Jährige Österreicher seinen Revolver, Kaliber 38, aus dem Haus geholt und seinen Kontrahenten Herbert Josef O. mit einem Schuss getötet«, heißt es auf der Webseite »Krone.at«. Das Opfer sei noch am Tatort seinen Verletzungen erlegen. Der Österreicher wurde festgenommen und sitzt Medienberichten zufolge in Untersuchungshaft. Die mutmaßliche Tatwaffe wurde beschlagnahmt.

Das »s’Schwarzwald­dörfle«, eine Pension mit Restaurant und deutscher Küche. Auf der Internetseite des Restaurants wird aber nicht nur für Mahlzeiten geworben – sondern auch für Waffen. Foto: Google Earth

Bei dem 62-Jährigen soll es sich um einen ehemaligen Ostwestfalen handeln, der in Bad Lippspringe (Kreis Paderborn) ein Schreibwarengeschäft betrieben haben soll. In Paraguay führte der Auswanderer das »s’Schwarzwald­dörfle«, eine Pension mit Restaurant und deutscher Küche. Auf der Internetseite des Restaurants wird aber nicht nur für Mahlzeiten geworben – sondern auch für Waffen. »Interessenten, die sich für den Kauf einer neuen oder gebrauchten Waffe interessieren, berate ich gerne«, heißt es auf der Seite, für die Herbert O. laut Impressum verantwortlich ist und die auf Deutsch und auf Spanisch aufgerufen werden kann. Den Angaben zufolge ist ans »s’Schwarzwalddörfle« ein Schießplatz angeschlossen.

Geworben wird unter anderem für Trainings, Munition und Dienstleistungen rund um den Waffenkauf. Ein Lebensmittelhandel – »Lädle«, wie es auf der Homepage genannt wird – soll zum Betrieb gehören. Dort werden Milchprodukte aus eigener Herstellung sowie diverse Wurst- und Fleischwaren angeboten. Unter dem Menüpunkt »Aktivitäten« wird außerdem eine Hundeschule und ein Schützen-Stammtisch aufgeführt.

Auf dem Facebook-Profil, das mutmaßlich dem Opfer gehörte, häufen sich die Beileidsbekundungen – auch aus Bad Lippspringe. Zudem geht aus Postings hervor, dass der Mann bereits beerdigt wurde. Den Angaben zufolge ist er auf dem Gelände des Betriebes beigesetzt worden. Außerdem finden sich Postings, die auf den Konflikt mit dem Österreicher schließen lassen. »Was haltet ihr von einem Österreicher, der behauptet, österreichischer Oberst der Armee zu sein, der gerade mal drei Jahre beim Militär war?«, schrieb der Profilinhaber im Mai.

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