Mi., 20.03.2019

Knapp 7000 Euro fließen aus Bad Lippspringe nach Ruanda und Tansania Kolpinger helfen erneut in Afrika

Über die neue Spende freuen sich (von links) Präses Dr. Marc Retterath, Vorsitzender Mathias Nürmberger, Anna Busch, Kassenwart Klaus Tintelott und Diözesanpräses Sebastian Schulz.

Über die neue Spende freuen sich (von links) Präses Dr. Marc Retterath, Vorsitzender Mathias Nürmberger, Anna Busch, Kassenwart Klaus Tintelott und Diözesanpräses Sebastian Schulz.

Bad Lippspringe (WB). Die gute Bilanz des vergangenen Jahres ermöglicht es der Kolpingsfamilie Bad Lippspringe, erneut Hilfsprojekte in Afrika zu unterstützen. Jeweils 3400 Euro fließen in Maßnahmen nach Ruanda und Tansania.

Dabei lautet die Devise »Hilfe zur Selbsthilfe«. Erstmalig unterstützen die Bad Lippspringer mit ihren Spendengeldern und ehrenamtlich erzielten Einnahmen ein richtungsweisendes Projekt zum Bau von Zisternen in Tansania. »Wir alle kennen diese Bilder von den Frauen und Kindern, die dort viele Kilometer unterwegs sind, um mit schweren Kanistern auf dem Kopf Trinkwasser herbeizuschaffen«, erläutert Kassenwart Klaus Tintelott das Engagement. »Die in der Region sehr ungleich im Jahr fallenden Regenmengen können dagegen in Zisternen aufgefangen und ortsnah bereitgestellt werden.«

Hilfe zur Selbsthilfe

Die großen Speicher, die bis zu 10.000 Liter Wasser fassen, werden zurzeit vom Kolping-Nationalverband in Tansania von Maurern aus der Region errichtet, die speziell dafür ausgebildet wurden. Während der Trockenzeit müssen die Menschen zwar trotzdem noch Wasser holen, aber längst nicht mehr so viel. Um die Menge per Hand oder auf dem Kopf zu transportieren, mussten die Frauen und Kinder etwa 500 Arbeitsstunden investieren, die ihnen so erspart bleiben.

Ein in Bad Lippspringe längst bekanntes und geschätztes Engagement findet in Ruanda statt. Dort organisiert die Schloß Neuhäuserin Anna Busch seit vielen Jahren Kolping-Projekte. So wurden Bauern bei der Anschaffung von Milchkühen oder neuen Bananenstauden unterstützt. In diesem Jahr sollen die 3400 Euro der Kolpingsfamilie in die Ausstattung einer Nähstube fließen, die es dort den Menschen ermöglicht, Kleidung selber herzustellen oder in Stand zu halten. Anna Busch hat den Bad Lippspringern alle Jahre wieder mit eindrucksvollen Bildern aus Afrika berichtet. So wurde nun auch für 2019 wieder ein Scheck zur Selbsthilfe in eines der ärmsten Länder der Welt übergeben.

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