Mi., 20.03.2019

Steigende Mitgliederzahl bei Kurstadt-Jugendfeuerwehr verschärft das Platzproblem Gerätehaus platzt aus allen Nähten

Die derzeit 35 aktiven Mitglieder der Jugendfeuerwehr drängen sich momentan noch auf knapp sechs Quadratmetern. Das entspricht schon längst nicht mehr den DIN-Normen. Die Feuerwehr Bad Lippspringe hofft, dass die Probleme in den aktuellen Planungen für den Neubau des Feuerwehrgerätehauses behoben werden.

Die derzeit 35 aktiven Mitglieder der Jugendfeuerwehr drängen sich momentan noch auf knapp sechs Quadratmetern. Das entspricht schon längst nicht mehr den DIN-Normen. Die Feuerwehr Bad Lippspringe hofft, dass die Probleme in den aktuellen Planungen für den Neubau des Feuerwehrgerätehauses behoben werden.

Von Mark Heinemann

Bad Lippspringe (WB). Die Jugendabteilung der Freiwilligen Feuerwehr wächst. Mehr als 35 Mitglieder lassen sich derzeit in der Jugendfeuerwehr ausbilden. Im letzten Jahr stieg die Zahl um 40 Prozent. Das führt allerdings zu einem Problem, denn das alte Feuerwehrgerätehaus platzt aus allen Nähten und entspricht in vielen Bereichen nicht mehr der DIN-Norm.

»An den Dienstabenden der Jugendfeuerwehr herrscht immer großes Gedränge. Das freut uns, weil die Feuerwehr einen stetigen Zuwachs benötigt, damit die Einsatzabteilungen auch in Zukunft leistungsfähig bleiben«, sagt Michael Heck. Der Leiter der Bad Lippspringer Wehr steht durch das gestiegene Interesse der Jugendlichen an der Feuerwehr aber auch vor Problemen, denn das Gerätehaus an der Wilhelm-Hücker-Straße stoße platzmäßig schon seit Jahren an seine Grenzen – ein Problem, das bei den aktuellen Planungen für das neue Feuerwehrgerätehaus beachtet werden müsse.

»Der Umkleidebereich bietet nicht nur für die Einsatzabteilungen, sondern auch für die Jugendfeuerwehr keinen ausreichenden Platz. Teilweise müssen sich bis zu drei Jugendliche einen Kleiderhaken teilen. Auch viele andere Dinge entsprechen schon längst nicht mehr den DIN-Normen«, sagt Heck. Rechtliche Vorgaben besagen, dass der Jugendfeuerwehr neben nach Geschlechtern getrennten Umkleideräumen auch ein Platzbedarf von 1,2 Quadratmetern pro aktivem Mitglied zustehen müssen.

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Das ist immer wieder eine Belastungsprobe für die Motivation der Mädchen und Jungen, weil es lange dauert, bis die eigentlichen Übungen beginnen können

Wehrleiter Michael Heck

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Bei aktuell 35 Jugendlichen wäre das ein Bedarf von 42 Quadratmetern. Im alten Feuerwehrgerätehaus müssen sich die Nachwuchskräfte derzeit aber mit nur knapp sechs Quadratmetern Raum begnügen. »Das ist immer wieder eine Belastungsprobe für die Motivation der Mädchen und Jungen, weil es lange dauert, bis die eigentlichen Übungen beginnen können. Sollte es aufgrund der Raumgröße mal zu Unfällen kommen, würde sich die Unfallkasse den Vorgang näher anschauen«, hofft Heck, dass es nie dazu kommt. Um das akute Platzproblem etwas abzumildern, ist nun der Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr eingesprungen.

Er hat die eigentlich erst für den Neubau des Gerätehauses vorgesehenen Spinde für den Nachwuchs vorfinanziert und bereits jetzt beschafft. Damit sie untergestellt werden können, muss allerdings ein Lehrraum geopfert und zur Umkleide umgestaltet werden. »Der Raum steht uns somit nicht mehr für Besprechungen und für die Ausbildung zur Verfügung. So bedingt das eine eben das andere«, meint Heck, der hofft, dass den aktuell vorliegenden Problemen bei den momentan laufenden Planungen für das neue Gerätehaus Rechnung getragen wird.

Eine Empfehlung ist dort zum Beispiel, dass im Jugendraum jeder Nutzer zwei Quadratmeter Platz bekommt. Das wären also aktuell 70 Quadratmeter, die Platz genug für die neuen Spinde böten. »Die DIN-Normen sollten schon aus rechtlichen und aus Unfallschutzgründen eingehalten werden«, betont Heck. » Das gilt auch für die DIN-Normen im Bezug auf alle anderen Abteilungen innerhalb der Feuerwehr. Ich gehe davon aus, dass bei den Planungen für das neue Gerätehaus aus den aktuellen Problemen gelernt wird. Schließlich wollen wir weiterhin eine hohe Zahl an Einsatzkräften bereitstellen, um für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt da sein zu können.«

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