Do., 06.06.2019

Gerry-Weber-Filiale in Bad Lippspringe schließt Ende Juli Nach sieben Jahren ist Schluss

Im Zentrum der Stadt bedeutete Gerry Weber eine erhebliche Attraktivitätssteigerung für Bad Lippspringe.

Im Zentrum der Stadt bedeutete Gerry Weber eine erhebliche Attraktivitätssteigerung für Bad Lippspringe. Foto: Oliver Schwabe

Bad Lippspringe (WB/bel). Derzeit ist Ausverkauf, die Zukunft für die drei Mitarbeiterinnen der Gerry-Weber-Filiale in Bad Lippspringe ist offen. Hier habe sich noch nichts konkret ergeben, hieß es gestern von den Beschäftigten in der Verkaufsräumen an der Hauptkreuzung in Bad Lippspringe.

Die Filiale wird zum 31. Juli schließen und teilt damit das Schicksal weiterer Filialen in Ostwestfalen-Lippe . In Bad Lippspringe können Kunden derzeit mit Preisnachlässen von bis zu 30 Prozent rechnen. Was aus den Räumlichkeiten im Herzen der Stadt wird, ist derzeit offen. Bürgermeister Andreas Bee und die neue Innenstadtmanagerin Daniela Freyer wollen jetzt mit den Vermietern des Hauses Kontakt aufnehmen mit dem Ziel, möglichst schnelle eine Neuansiedlung an dieser exponierten Stelle herbeizuführen.

Bürgermeister sieht auch eine Reihe von positiven Ansiedlungen

Auch die Aufgabe des Literafee und eines Friseurs in unmittelbarer Nachbarschaft sei bedauerlich und schmälere natürlich durch den Leerstand das optische Erscheinungsbild der Stadt, so Bee. Wenngleich die Aufgabe des Modegeschäftes »äußerst bedauerlich« sei, könne man an anderer Stelle auch eine Reihe von positiven Ansiedlungen verzeichnen. Erst in der vergangene Woche habe er in drei Geschäften zur Neuansiedlung mit einem Blumenstrauß gratulieren können.

So habe sich im ehemaligen und lange leer stehenden Schlecker-Markt in der Fußgängerzone mit 200 Quadratmetern eine Kunstgalerie angesiedelt und neben dem Eiscafé Molin ein Geschäft für Junge Mode. Die dritte Neuansiedlung sei dann ein Friseur an der Grünen Straße gewesen, sagt Bee. Derzeit habe man es leider oft mit einem Wechsel zu tun.

300 Quadratmeter Verkaufsfläche für hochwertige Mode

Mit dem Modehaus Gerry Weber war es vor sieben Jahren ein regelrechter Sprung ins Sachen Attraktivitätssteigerung gewesen, als im September 2012 das renommierte Modeunternehmen Fuß in der Badestadt fasste mit 300 Quadratmeter Verkaufsfläche für hochwertige Mode. Angemietet waren weitere Räumlichkeiten im Keller und Obergeschoss.

Das Haus direkt an der Hauptkreuzung war zuvor über viele Jahre von der Drogerie-Kette »Ihr Platz« genutzt worden. Wie langfristig das Engagement des Modeunternehmens angedacht war, ließ sich auch am Mietvertrag ablesen. Über zehn Jahre galt die vertragliche Bindung des Modehauses an den Standort.

Die Leerstände in der Stadt sind auch ein zentraler Punkt des Einzelhandelskonzeptes, das derzeit überarbeitet wird. Auch die Badestadt hat mit dem Problem zu kämpfen: So ist nach den jüngsten im Rat der Stadt vorgestellten Zahlen die Anzahl der Geschäfte von 123 im Jahr 2009 auf 97 zurückgegangen und im gleichen Zeitraum hat sich auch die Verkaufsfläche um 3000 Quadratmeter verringert. Dem entsprechend ging auch der Umsatz von 60,3 auf 54,5 Millionen Euro zurück.

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