Do., 20.06.2019

Julia und Johannes Jöring lassen Ort der ersten Begegnung gravieren Schützenhaus im Ehering

Julia und Johannes Jöring haben sich neben ihrem Hochzeitstag den Ort ihrer ersten Begegnung in die Trauringe eingravieren lassen: das Schützenhaus in Bad Lippspringe.

Julia und Johannes Jöring haben sich neben ihrem Hochzeitstag den Ort ihrer ersten Begegnung in die Trauringe eingravieren lassen: das Schützenhaus in Bad Lippspringe. Foto: Fotostudio Lichtblitz

Von Sonja Möller

Bad Lippspringe (WB). Den schönsten Tag im Leben möchten Paare am liebsten für immer festhalten. Deswegen wählen viele neben dem Hochzeitsdatum ein besonderes Symbol, das sie sich in den Ehering eingravieren lassen. Dazu gehört jetzt auch das Schützenhaus in Bad Lippspringe.

Die einen wählen den Eiffelturm, die anderen die Saarschleife: Um ihren Trauringen eine persönliche Note zu verleihen, werden Paare gerne kreativ. Auch Julia und Johannes Jöring wollten ein besonderes Symbol eingravieren lassen. Nur welches? »Viele Paare nehmen den Ort des Heiratsantrags, aber das ging bei uns nicht«, erzählt Julia Jöring: »Der Heiratsantrag war ja bei uns zu Hause.«

Julia und Johannes Jöring haben ihre Hochzeitsfotos auf der Gartenschau machen lassen. Rechts Juwelier und Schütze Rafael Schäfers, der das Schützenhaus in die Ringe eingraviert hat. Foto: Fotostudio Lichtblitz

Also überlegten die beiden weiter und entschieden sich für das Schützenhaus in Bad Lippspringe. Denn dort fing vor sieben Jahren alles an: »Da haben wir uns das erste Mal gesehen, damals auf dem Schützenfest«, sagt die 28-Jährige.Johannes Jöring ist Mitglied im Schützenverein Benhausen und nahm 2012 als Gastschütze an der Feier teil.

Erst Schützenfest – später Libori

Anders war das bei Julia Jung, wie sie damals noch hieß: »Ich war gar nicht zum Feiern da, sondern nur als Fahrerin.« Ihr zukünftiger Mann sprach sie an. Gefunkt hatte es allerdings noch nicht: »Wir haben nicht mal Handynummern ausgetauscht«, erinnert sich der 27-Jährige.

Doch das Schicksal führte die beiden wenige Tage später erneut zusammen: Auf Libori liefen sie sich zufällig über den Weg. »Wir haben uns aber nur aus der Ferne gesehen und gegrüßt«, erinnert sich die Heilerziehungspflegerin noch gut. Johannes Jöring schickte ihr dann aber eine Freundschaftsanfrage bei Facebook, woraufhin sie ihm schrieb. »So fing alles mit uns an«, erzählt Julia Jöring.

Sieben Jahre später planten die beiden ihre Hochzeit und erinnerten sich an den Moment zurück, in dem alles begann: »Und das war nunmal im Schützenhaus«, sagt der Beamte der Bundeswehrverwaltung.

Immer den Ort dabei, an dem die große Liebe begann

Die Idee teilten sie Juwelier Raphael Schäfers mit. Der Oberstleutnant der Reserve im Bad Lippspringer Schützenverein war sofort Feuer und Flamme. Architekt Magnus Wille, Ehrenhauptmann der Westkompanie, entwarf die Zeichnung vom Schützenhaus, die der Goldschmiedemeister eingravierte.

Und so haben die beiden Frischvermählten für immer den Ort dabei, an dem ihre große Liebe begann. Eins bleibt aber, wie es ist: Auch wenn sein Vater Hubert Jöring Schütze in Benhausen und in Bad Lippspringe ist und sein Onkel Franz Jöring Ehrenoberst der Badestädter, steht für den Bräutigam fest: »Ich bin Mitglied der Benhauser Schützen und das bleibe ich.«

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