65-Jähriger liegt weiterhin auf Intensivstation
Polizei sucht Autofahrer nach E-Scooter-Unfall

Bad Lippspringe (WB/mba). Nach dem schweren Unfall mit einem E-Scooter in Bad Lippspringe sucht die Polizei weiter nach dem Autofahrer, der den Unfall vermutlich verursacht hat.

Montag, 24.06.2019, 18:27 Uhr aktualisiert: 24.06.2019, 18:32 Uhr
Symbolfoto. Foto: Jörn Hannemann
Symbolfoto. Foto: Jörn Hannemann

Der Autofahrer war am Sonntag, wie berichtet, auf der Hubertusstraße unterwegs und vor dem heran­nahenden E-Scooter nach links in die Straße Am Vorderflöß eingebogen. Dadurch hatte er den 65 Jahre alten Fahrer des E-Tretrollers, der auf dem Vorderflöß fuhr, laut Polizei zu einer scharfen Bremsung gezwungen. Danach sei der Auto­fahrer davongefahren.

Bei dem gesuchten Auto soll es sich um einen dunklen Kleinwagen handeln

Der E-Scooter des 65-Jährigen

Der E-Scooter des 65-Jährigen Foto: Polizei Paderborn

Der E-Scooter-Fahrer stürzte, trotz eines Schutzhelmes erlitt er lebensgefährliche Kopfverletzungen. Sein Zustand sei unverändert, sagte Polizeisprecher Michael Biermann am Montag. Der Mann liegt weiter auf der Intensiv­station. Der E-Scooter wurde sichergestellt und soll nun überprüft werden. Laut Polizei lag eine Betriebserlaubnis vor, der E-Scooter ist auch versichert. Wie Biermann weiter sagte, soll es sich bei dem gesuchten Auto um einen dunklen Kleinwagen handeln, vermutlich um einen älteren schwarzen VW Polo mit Paderborner Kennzeichen.

E-Tretroller dürfen zwischen 6 und 20 Kilometer pro Stunde schnell fahren

Der Unfall in Bad Lippspringe zählt zu den ersten folgenschweren Vorfällen mit einem E-Tretroller nach dem Inkrafttreten der Verordnung über die Teilnahme von Elektrokleinstfahrzeugen am Straßenverkehr vor gut einer Woche. Seither gab es bereits erste Zulassungen. E-Tretroller dürfen zwischen 6 und 20 Kilometer pro Stunde schnell fahren und müssen eine Lenk- oder Haltestange haben. Vorgeschrieben sind zwei Bremsen, Licht und eine hell­tönende Glocke. Erlaubt sind sie ab 14 Jahren, eine Helmpflicht gibt es nicht. Fahren müssen E-Scooter auf Radwegen – gibt es keine, darf es die Fahrbahn sein. Die Nutzung von Fußwegen ist verboten.

Mediziner und Unfallexperten rechnen nach der Zulassung von Elektro-Tretrollern mit einer Zunahme von Unfällen. In Schweden und Frankreich sind jüngst zwei E-Scooter-Fahrer tödlich verunglückt.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.
 
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6720924?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198401%2F2851061%2F
Verheerender Brand auf Reiterhof: Polizei sucht Kia-Fahrer
Weiße Rosen erinnern an den Tod von sieben Pferden, die durch den gelegten Brand keine Chance hatten. Foto: Louis Ruthe
Nachrichten-Ticker