Mo., 24.06.2019

65-Jähriger liegt weiterhin auf Intensivstation Polizei sucht Autofahrer nach E-Scooter-Unfall

Symbolfoto.

Symbolfoto. Foto: Jörn Hannemann

Bad Lippspringe (WB/mba). Nach dem schweren Unfall mit einem E-Scooter in Bad Lippspringe sucht die Polizei weiter nach dem Autofahrer, der den Unfall vermutlich verursacht hat.

Der Autofahrer war am Sonntag, wie berichtet, auf der Hubertusstraße unterwegs und vor dem heran­nahenden E-Scooter nach links in die Straße Am Vorderflöß eingebogen. Dadurch hatte er den 65 Jahre alten Fahrer des E-Tretrollers, der auf dem Vorderflöß fuhr, laut Polizei zu einer scharfen Bremsung gezwungen. Danach sei der Auto­fahrer davongefahren.

Bei dem gesuchten Auto soll es sich um einen dunklen Kleinwagen handeln

Der E-Scooter des 65-Jährigen Foto: Polizei Paderborn

Der E-Scooter-Fahrer stürzte, trotz eines Schutzhelmes erlitt er lebensgefährliche Kopfverletzungen. Sein Zustand sei unverändert, sagte Polizeisprecher Michael Biermann am Montag. Der Mann liegt weiter auf der Intensiv­station. Der E-Scooter wurde sichergestellt und soll nun überprüft werden. Laut Polizei lag eine Betriebserlaubnis vor, der E-Scooter ist auch versichert. Wie Biermann weiter sagte, soll es sich bei dem gesuchten Auto um einen dunklen Kleinwagen handeln, vermutlich um einen älteren schwarzen VW Polo mit Paderborner Kennzeichen.

E-Tretroller dürfen zwischen 6 und 20 Kilometer pro Stunde schnell fahren

Der Unfall in Bad Lippspringe zählt zu den ersten folgenschweren Vorfällen mit einem E-Tretroller nach dem Inkrafttreten der Verordnung über die Teilnahme von Elektrokleinstfahrzeugen am Straßenverkehr vor gut einer Woche. Seither gab es bereits erste Zulassungen. E-Tretroller dürfen zwischen 6 und 20 Kilometer pro Stunde schnell fahren und müssen eine Lenk- oder Haltestange haben. Vorgeschrieben sind zwei Bremsen, Licht und eine hell­tönende Glocke. Erlaubt sind sie ab 14 Jahren, eine Helmpflicht gibt es nicht. Fahren müssen E-Scooter auf Radwegen – gibt es keine, darf es die Fahrbahn sein. Die Nutzung von Fußwegen ist verboten.

Mediziner und Unfallexperten rechnen nach der Zulassung von Elektro-Tretrollern mit einer Zunahme von Unfällen. In Schweden und Frankreich sind jüngst zwei E-Scooter-Fahrer tödlich verunglückt.

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