Fr., 30.08.2019

CDU-Vorstand nominiert 54-Jährigen für die Kommunalwahl 2020 Ulrich Lange will Bürgermeister werden

Der CDU-Stadtverband Bad Lippspringe schickt Ulrich Lange (rechts) als Bürgermeister-Kandidat ins Rennen. Der CDU-Vorsitzende Bastian Heggemann (links) ist überzeugt, den richtigen Kandidaten gefunden zu haben.

Der CDU-Stadtverband Bad Lippspringe schickt Ulrich Lange (rechts) als Bürgermeister-Kandidat ins Rennen. Der CDU-Vorsitzende Bastian Heggemann (links) ist überzeugt, den richtigen Kandidaten gefunden zu haben. Foto: Sonja Möller

Von Sonja Möller

Bad Lippspringe (WB). Ulrich Lange will Bürgermeister von Bad Lippspringe werden. Der CDU-Stadtverband hat den 54-Jährigen in einer Vorstandssitzung am 28. August einstimmig nominiert. Anfang des Jahres werden die CDU-Mitglieder nun über den Kandidaten für die Kommunalwahl 2020 entscheiden.

Nachdem Ulrich Lange vor zehn Jahren am CDU-Mitgliedervotum als Kandidat für die Kommunalwahl 2009 gescheitert ist, startet der selbstständige Unternehmer jetzt einen neuen Versuch: »Es war nicht immer Harmonie in der CDU. Das ist kein Geheimnis. Wir haben aber konstruktiv über die Vergangenheit gesprochen und ich bin überzeugt vom Wandel im Stadtverband. Ich möchte das Vorstandsteam um den Vorsitzenden Bastian Heggemann und Marius Peters unterstützen«, sagt Ulrich Lange im Pressegespräch.

Seit 54 Jahren fest in der Kurstadt verwurzelt

Damit schicken die Christdemokraten einen Mann ins Rennen, der Bad Lippspringe durch und durch kennt. Seit 54 Jahren ist er fest in der Kurstadt verwurzelt. Lange ist verheiratet mit Ehefrau Heike. Das Paar hat keine Kinder. Ulrich Lange engagiert sich in vielen Vereinen und war 2003 Schützenkönig in Bad Lippspringe. Als selbstständiger Diplom-Kaufmann ist er in den Bereichen Marketing-Consulting, PR- und Öffentlichkeitsarbeit, Veranstaltungs- und Ideen-Management sowie Politikberatung tätig.

Ulrich Lange ist seit mehr als 30 Jahren Mitglied in der CDU. Zehn Jahre saß er für die Christdemokraten im Stadtrat und war von 2004 bis 2009 Stellvertreter von Bürgermeister Willi Schmidt. 2009 zog Lange sich aus der Kommunalpolitik zurück. Mittlerweile ist er Kreisvorsitzender der Mittelstandsvereinigung Nordrhein-Westfalen (MIT) und stellvertretender MIT-Landesvorsitzender.

Ein detailliertes Wahlprogramm hat Lange noch nicht ausgearbeitet, gibt er zu: »Dafür war die Zeit zu kurz.« Den frühen Schritt in die Öffentlichkeit habe die CDU aber bewusst gewählt: »Uns ist wichtig, klar Schiff zu machen. Jetzt weiß jeder, woran er ist«, sagt Lange und betont: »Ich will Bad Lippspringe mit meinem ganzen Herzblut nach vorne bringen. Und es gibt einiges an Potenzial.«

Demografie, Digitalisierung, Dialog

Als MIT-Kreisvorsitzender habe er sich den Herausforderungen stets »in 3D« gestellt: Demografie, Digitalisierung und Dialog. Auf die 3Ds will er auch als Bürgermeister setzen. Im Bereich Demografie müsse die Kurstadt attraktiv für junge Familien bleiben. Das betreffe sowohl die Infrastruktur mit Kitas und Schulen, als auch das Einzelhandelsproblem: »Wir müssen das Thema aktiv angehen und neue Lösungen finden. Es reicht nicht, alle zwei Jahre das Einzelhandelskonzept fortzuschreiben. Wir haben eine sehr lange Fußgängerzone und müssen neue Modelle erarbeiten.«

Zudem müsse der Gesundheitsstandort weiter ausgebaut werden und das MZG als wichtigster Arbeitgeber der Stadt gestärkt werden. Lange setzt auch auf Digitalisierung: Er will die Belange der Kurstadt digital kreativ nach vorne denken und neue Ideen entwickeln: »Das ist zu kurz gekommen in den vergangenen Jahren.«

»Als Einzelkämpfer hat man es als Kommune schwer«

Große Möglichkeiten bietet seiner Meinung nach die interkommunale Zusammenarbeit. »Als Einzelkämpfer hat man es als Kommune schwer. Da sehe ich großes Potenzial«, betont Lange, der den Kontakt zu den umliegenden Städten und Gemeinden intensivieren will und sein großes Netzwerk für die Kurstadt einsetzen will.

Ein Punkt ist ihm besonders wichtig: »Ich bin kein CDU-Bürgermeister, sondern ein Bürgermeister für alle.« Am Donnerstag sind nach Angaben von Bastian Heggemann die anderen Parteien über den CDU-Kandidaten informiert worden. Heggemann ist überzeugt, dass seine Partei die richtige Wahl getroffen hat: »Man muss als Bürgermeister kein Verwaltungsfachmann sein. Ein unternehmerischer Blick auf die Verwaltung schadet nicht, sondern ist sogar förderlich.«

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