Sa., 09.11.2019

Neubau der Karl-Hansen-Klinik in Bad Lippspringe für 18,3 Millionen fertiggestellt Neues Beatmungszentrum setzt Maßstäbe

Die 40 Einzelzimmer sind alle auf dem neusten Stand der Technik. Das freut Ärzte und Verwaltung der Karl-Hansen-Klinik.

Die 40 Einzelzimmer sind alle auf dem neusten Stand der Technik. Das freut Ärzte und Verwaltung der Karl-Hansen-Klinik. Foto: Jörn Hannemann

Von Sonja Möller

Bad Lippspringe (WB). 18,3 Millionen Euro hat die Karl-Hansen-Klinik in Bad Lippspringe in ihr neues Intensiv- und Beatmungszentrum gesteckt. Nach dem Richtfest vor einem Jahr ist die Station mit 40 Intensivbetten so gut wie bezugsbereit. Das WESTFALEN-BLATT hat vor der Eröffnung am 9. November einen Blick hineingeworfen.

Auf der neuen Station befinden sich 40 Einzelzimmern, von denen die Hälfte für Intensivpatienten und die andere Hälfte zur Beatmungsentwöhnung – dem so genannten Weaning – eingerichtet ist. »Damit sind wir überregional eins der führenden Beatmungszentren mit universitärer Größe und Niveau. Wir bieten alle Verfahren der Lungenunterstützung, die auf dem Markt sind«, erläutert Chefarzt Dr. Erik-Christian Ernst.

Was macht die Station so besonders? Zum einen sind das die technischen Standards: Jedes Zimmer verfügt über ein verlässliches Alarmsystem, über das medizinische Geräte wie Monitore, Beatmung und Spritzenpumpen über WLAN Pager alarmieren, den jede Pflegefachkraft bei sich trägt. »Wir sind eins der ersten Krankenhäuser bundesweit, das dieses System einsetzt«, erläutert Dr. Ernst. Damit ist das Intensiv- und Beatmungszentrum eine ruhige Intensivstation, wie Niclas Frie, Bereichsleiter Intensivstation, erläutert: »Diese Technik ist extra für unser Beatmungszentrum entwickelt worden. Der Geräuschpegel ist dadurch sehr niedrig, weil nicht mehr überall Alarme zu hören sind. Das ist eine Entlastung für unsere Mitarbeiter.« Der normalerweise sehr hohe Geräuschpegel auf einer Intensivstation sinke so enorm, da die lauten Alarmierungen nur noch ausgelöst werden, wenn die Pager nicht erreicht werden können, zum Beispiel bei einem WLAN-Ausfall.

Die Türen der Zimmer lassen sich per Handbewegung öffnen

Auch in punkto Hygiene setzt das Beatmungszentrum Maßstäbe: Die Türen zu den Einzelzimmern lassen sich per Handbewegung öffnen und schließen. »Türgriffe können Keime übertragen. Das vermeiden wir«, erläutert Michael Schröder, Abteilungsleiter Hygiene. Vor jedem Zimmer gibt es eine Schleuse, in der der Mitarbeiter sich umkleiden oder Dinge desinfizieren kann. »So werden Kreuzkontaminationen vermieden«, sagt Schröder.

18,3 Millionen Euro hat die Karl-Hansen-Klinik in ihr neues Intensiv- und Beatmungszentrum investiert. »Ein absoluter Kraftakt, den es in den vergangenen 30 Jahren so nicht gegeben hat. Möglich gemacht hat das die Niedrigzinspolitik«, betont Jürgen Hatzfeld, kaufmännischer Betriebsleiter.

Jeder Interessierte kann sich Samstag, 9. November, die Zimmer von 16 bis 18 Uhr selbst anschauen und erläutern lassen.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.

Google-Anzeigen

© WESTFALEN-BLATT
Vereinigte Zeitungsverlage GmbH

Alle Inhalte dieses Internetangebotes, insbesondere Texte, Fotografien und Grafiken, sind urheberrechtlich geschützt. Verwendung nur gemäß der Nutzungsbedingungen.

Mehr zum Thema

Anzeige


https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7051743?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198401%2F2851061%2F