Freie Wähler Bad Lippspringe führen Gespräche mit Thomas Lüer
Noch ein Bürgermeisterkandidat?

Bad Lippspringe (WB). Aus einem Dreikampf könnte schon bald ein Vierkampf um die Eroberung des Bad Lippspringer Rathauses werden. Nach Ulrich Lange (CDU), Marcus Kleinemeyer (SPD) und Patrick Ehlich (ÖDP) steht auch der parteilose Thomas Lüer davor, seinen Hut als Bürgermeisterkandidat für die Kommunalwahlen im September in den Ring zu werfen. Die Freie Wählergemeinschaft (FWG), die im Stadtrat zweitstärkste Fraktion ist, bestätigte am Mittwoch entsprechende Gespräche mit dem 58-Jährigen, der derzeit Technischer Beigeordneter der Stadt Bad Oeynhausen ist, aber eine Bad Lippspringer Vergangenheit hat.

Donnerstag, 06.02.2020, 05:30 Uhr aktualisiert: 06.02.2020, 09:20 Uhr
Thomas Lüer – hier vor dem Rathaus II in Bad Oeynhausen – ist seit Januar 2018 Technischer Beigeordneter in der 52.000-Einwohner-Stadt. Aktuell führt er mit der FWG Gespräche über eine Bürgermeisterkandidatur in Bad Lippspringe. Foto: Claus Brand
Thomas Lüer – hier vor dem Rathaus II in Bad Oeynhausen – ist seit Januar 2018 Technischer Beigeordneter in der 52.000-Einwohner-Stadt. Aktuell führt er mit der FWG Gespräche über eine Bürgermeisterkandidatur in Bad Lippspringe. Foto: Claus Brand

„Wie in Gesprächen üblich, ist das Ergebnis unseres gemeinsamen Gedankenaustauschs offen. Fakt ist, dass Thomas Lüer die Anforderungen mehr als nur erfüllt, die wir als FWG an den künftigen Bürgermeister der Stadt Bad Lippspringe stellen“, sagte FWG-Fraktionsvorsitzender Markus Wille gegenüber dieser Zeitung. Eine Entscheidung erwartet Wille bis Ende Februar. Er legt zudem Wert auf die Feststellung, dass es sich im Falle einer Einigung bei Thomas Lüer um einen freien Kandidaten handele, der von den Freien Wählern unterstützt würde. „Damit tragen wir dem Wunsch vieler Bad Lippspringer Bürgerinnen und Bürger Rechnung, die sich weitere Kandidaten für die Bürgermeisterwahl wünschen.“

Zur Person

Thomas Lüer ist am 7. September 1961 in Bochum geboren. Vor dem Wechsel nach Bad Oeynhausen war er Fachbereichsleiter Stadtentwicklung und Bauen im hessischen Taunusstein. Gemeinsam mit seiner Frau Gabriele (60) lebt er in Paderborn. Das Paar hat vier erwachsene Kinder.

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Thomas Lüer, der mit seiner Frau Gabriele in Paderborn wohnt, ist seit Januar 2018 Technischer Beigeordneter in Bad Oeynhausen (52.000 Einwohner). Auch in Bad Lippspringe ist der 58-Jährige kein Unbekannter. Von 1991 bis 2012 war er in der dortigen Stadtverwaltung beschäftigt und unter anderem für den Bauhof verantwortlich. Der ausgebildete Forstwirt hat zudem Landespflege und Architektur studiert.

Markus Wille ist überzeugt, dass Lüer aufgrund seiner Vita das Bürgermeisteramt in Bad Lippspringe ausfüllen könnte. So erfülle er die Voraussetzungen, über große Verwaltungsfachkompetenz, Erfahrungen mit politischen Gremien und Führungsqualitäten zu verfügen. „Da es sich um eine Entscheidung mit einer großen Tragweite für Bad Lippspringe und alle Beteiligten handelt und Thomas Lüer ein herausragender Kandidat für das Amt des Bürgermeisters wäre, werden wir die Gespräche in aller Ruhe fortsetzen“, betonte Wille.

Personalie versetzt SPD in Unruhe

Die Ankündigung der Freien Wähler, einen eigenen Bewerber ins Bürgermeister-Rennen schicken zu wollen, scheint am Mittwoch eine andere Fraktion eiskalt erwischt zu haben. So sagten die Sozialdemokraten einen für Mittwoch anberaumten Pressetermin, auf dem SPD-Kandidat Marcus Klei­nemeyer seine Ziele vorstellen wollte, kurzfristig ab. „Wir müssen uns neu sortieren und schauen, wie wir uns jetzt aufstellen“, begründete SPD-Stadtverbandsvorsitzender Heiner Engelbracht die Absage.

Ob die SPD damit gerechnet hatte, dass ihr Kandidat von den Freien Wählern unterstützt würde, ließ Engelbracht gegenüber dieser Zeitung offen. Markus Wille bestätigte auf Nachfrage, dass sich Kleinemeyer ebenso wie CDU-Kandidat Ulrich Lange der FWG-Fraktion vorgestellt habe. „Wir haben aber keine Aussage dazu getroffen, ob wir ihn unterstützen oder nicht.“ Es sei auch grundsätzlich so, dass die Freien Wähler lieber einen Kandidaten ohne Parteibuch unterstützten. So hatte die FWG in der Vergangenheit denn auch den parteilosen Amtsinhaber Andreas Bee im Wahlkampf unterstützt. Bee hatte bereits vor Monaten angekündigt, nicht für eine dritte Amtszeit zu kandidieren.

Thomas Lüer äußerte sich am Mittwoch schriftlich gegenüber dieser Zeitung. In seiner kurzen E-Mail bestätigt der 58-Jährige, mit der FWG im Austausch zu stehen und kündigt an, sich bis Ende Februar zu positionieren.

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