Bad Lippspringer Stadtrat bringt einstimmig Förderantrag auf den Weg
Freibad nimmt nächste Hürde

Bad Lippspringe (WB). Auf dem Weg zu einem neuen Freibad ist die Stadt Bad Lippspringe einen wichtigen Schritt weiter gekommen. In der Ratssitzung am Mittwochabend statteten die Fraktionen Bürgermeister An­dreas Bee mit einem einstimmigen Beschluss aus, einen Förderantrag bei der Bezirksregierung zu stellen. Wie berichtet, könnte das 4,5 Millionen Euro teure Vorhaben bis zu 70 Prozent bezuschusst werden. Das entspräche eine Kostenübernahme durch das Land in Höhe von 3,15 Millionen Euro.

Donnerstag, 27.08.2020, 23:00 Uhr
Links befindet sich das 50 Meter lange Mehrzweckbecken, rechts Umkleiden, Kiosk und Planschbecken. Foto: Schütze-Architekten
Links befindet sich das 50 Meter lange Mehrzweckbecken, rechts Umkleiden, Kiosk und Planschbecken. Foto: Schütze-Architekten

Die Planungen stießen durchweg auf ein positives Echo. Als gelungen bezeichnete zum Beispiel Markus Wille, Fraktionschef der freien Wähler, den Entwurf. CDU-Fraktionschef Marius Peters, attestierte der Verwaltung, die Chance ergriffen zu haben, „ein super Freibad“ zu erhalten. „Es ist eine einmalige Gelegenheit, ein in die Jahre gekommenes Freibad nach höchstem Standard neu zu bauen“, lobte auch Holger Karenfeld-Lenz (SPD) das Projekt.

Eine Besonderheit ist der erhöhte Beckenkopf. Dadurch soll der Schmutzeintrag reduziert werden.

Eine Besonderheit ist der erhöhte Beckenkopf. Dadurch soll der Schmutzeintrag reduziert werden. Foto: Schütze-Architekten

Architekt Thorsten Schütze (Hildesheim), der auf Bäderbau spezialisiert ist, stellte im Rat den Entwurf vor. Vorgesehen ist danach ein Mehrzweckbecken mit vier 50-Meter-Bahnen, einer integrierten Sprunggrube und einem Nichtschwimmerbereich. Letzterer soll im Gegensatz zum derzeitigen Freibad auf die gegenüberliegende Seite versetzt werden, um die Anwohner vor Lärm zu schützen. Zusätzlich ist ein separates Planschbecken samt Sonnensegel vorgesehen. Die Wasserfläche verringert sich ungefähr um ein Drittel auf 875 Quadratmeter – eine Vorgabe der Bezirksregierung, um Fördermittel beantragen zu können. Dadurch reduziert sich die Anzahl der Schwimmbahnen von derzeit sechs auf vier.

Für Abrissarbeiten und Neubau nannte Bauamtsleiter Ferdinand Hüpping einen Zeitraum von 18 Monaten. Wenn alles perfekt laufe, könnte der Förderbescheid im Frühjahr 2021 vorliegen und dann die Ausschreibungen vorgenommen werden. Das bedeutete, dass die Badesaisons 2021 und 2022 ins Wasser fielen. Das bedauerten sowohl Verwaltung als auch alle Fraktionen, machten aber ebenso deutlich, dass ein Neubau aufgrund des maroden Zustandes des 40 Jahre alten Thermal-Freibades alternativlos sei.

Platz für 2500 Besucher

Ausgelegt werden soll das künftige barrierefreie Freibad für 2500 Besucher. In der Spitze, so Bauamtsleiter Hüpping, läge die Auslastung an heißen Sommertagen bei bis zu 1600 Besuchern, die sich gleichzeitig auf dem Gelände befänden.

Martin Koke (FDP) warb darum, die Zeit bis zum Förderbescheid zu nutzen, um über das Projekt in der Öffentlichkeit zu diskutieren. Diesen Ball griff Bürgermeister Andreas Bee auf und reagierte auf Kritik, dass hinter verschlossenen Türen geplant worden sei. So seien in der Planungsgruppe Mitglieder aus allen Fraktionen und auch die Schwimmvereine vertreten gewesen. Zudem sei sehr wohl geplant gewesen, eine Informationsveranstaltung, wie etwa zur Landesgartenschau oder zur Gestaltung der Detmolder Straße, abzuhalten, doch kam diesem Vorhaben Corona in die Quere.

Die Pläne zum neuen Freibad können auf der Homepage der Stadt Bad Lippspringe („Aktuelles“) eingesehen werden (www.bad-lippspringe.de).

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