Die Linke kritisiert Verwaltung in Bad Lippspringe
Polizei: Das Feuer in der Auguste-Viktoria-Klinik in Bad Lippspringe wurde gelegt

Bad Lippspringe (WB/wip). Nach dem Brand in der ehemaligen Auguste-Viktoria-Klinik in Bad Lippspringe am Montag steht jetzt fest, dass es sich um Brandstiftung gehandelt hat. Wer dafür verantwortlich ist, steht noch nicht fest. Das teilte Pressesprecher Michael Biermann von der Polizei Paderborn mit. Weil sich die frühere Heilklinik, die seit Jahren leersteht, in einem so maroden Zustand befindet, konnten die Brandermittler der Kripo den materiellen Schaden nicht beziffern.

Samstag, 19.09.2020, 05:00 Uhr aktualisiert: 19.09.2020, 06:58 Uhr
In der ehemaligen Auguste-Viktoria-Klinik brannte es am Montag. Foto: Jörn Hannemann
In der ehemaligen Auguste-Viktoria-Klinik brannte es am Montag. Foto: Jörn Hannemann

Zu dem Feuer in der „Auguste“ hat sich die Partei Die Linke, Ortsverband Bad Lippspringe, in einer Pressemitteilung geäußert. Darin heißt es: Die Auguste-Viktoria-Klinik sei nach fast zehn Jahren Leerstand nicht nur ein beliebter „Lost Place“, sondern sie sei auch ein Abenteuerspielplatz für Kinder und Jugendliche geworden. Aber auch zunehmender Vandalismus habe dort ein Zuhause gefunden, und der Brand im Gebäude am vergangenen Montag sei keine Überraschung. „Trotz des Anfang des Jahres mehrheitlich angenommen Antrags der Linken, dass der beschädigte Zaun repariert wird, hat es die Verwaltung in den letzten neun Monaten nicht geschafft dem nachzukommen“, so Mehmet Ali Yesil, Fraktionsvorsitzender der Badestädter Linksfraktion.

Brand in der Auguste-Viktoria-Klinik in Bad Lippspringe

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Linken fordern Sicherungsmaßnahmen

Der Brand am 14. September, nur einen Tag nach den Kommunalwahlen , hinterlasse sowohl bei der Linken, als auch bei vielen Bürgern ein merkwürdiges Gefühl, teilt der Ortsverband mit. Katharina Lücke, die von November an mit Mehmet Ali Yesil die Linksfraktion im Rat bildet, sagt dazu: „In Anbetracht dessen, dass es sich um Brandstiftung handelt, muss endlich gehandelt werden. Offene Tore, eine mangelnde Einzäunung und auch die nicht gesicherten Eingänge am Gebäude selbst laden ja dazu ein, sich Zutritt ins Gebäude zu verschaffen.“ Sicherungsmaßnahmen und eine Konkretisierung und Umsetzung der Nutzungspläne seitens des neuen Bürgermeisters Ulrich Lange sollten jetzt höchste Priorität haben, fordern die Linken.

 

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