MZG in Bad Lippspringe für Anstieg von Infektionszahlen gerüstet
Bislang 211 Corona-Patienten behandelt

Bad Lippspringe (WB/per). Mit einer ständigen Anpassung des Hygienekonzeptes hat das Medizinische Zentrum für Gesundheit (MZG) in Bad Lippspringe auf die Entwicklung der Corona-Pandemie reagiert. Die aktuellen Maßnahmen sind nach Angaben des Klinikenverbundes deutlich strenger als in einem normalen Herbst.

Dienstag, 13.10.2020, 07:04 Uhr aktualisiert: 13.10.2020, 12:24 Uhr
Die Teutoburger-Wald-Klinik ist eine von fünf Kliniken des Medizinischen Zentrums für Gesundheit (MZG) in Bad Lippspringe. Foto: Besim Mazhiqi
Die Teutoburger-Wald-Klinik ist eine von fünf Kliniken des Medizinischen Zentrums für Gesundheit (MZG) in Bad Lippspringe. Foto: Besim Mazhiqi

„Wir haben in den vergangenen sieben Monaten viel gelernt. Wir dürfen nicht nachlässig werden und müssen die Hygiene stärken“, betont MZG-Betriebsärztin Dr. Vanda Amedick. Das MZG setze dabei auf einen Dreiklang aus Prävention, Hygienekonzept und Abstrich.

Durch den langjährigen Schwerpunkt im Bereich der Lungenheilkunde sowie die bundesweit seltene Verbindung von Akutkrankenhaus, Früh-Rehabilitation und Rehabilitation an einem Standort habe sich Bad Lippspringe zu einem Corona-Zentrum entwickelt. Allein durch diese herausgehobene Position trage das MZG eine besondere Verantwortung, die sich im umfangreichen Hygienekonzept für die fünf Kliniken (Karl-Hansen-Klinik, Teutoburger-Wald-Klinik, Cecilien-Klinik, Klinik Martinusquelle, Klinik am Park) widerspiegele.

65 Beatmungsplätze

Bislang wurden in der Karl-Hansen-Klinik sowie in den angeschlossenen Reha-Kliniken 211 Akut- und Rehapatienten seit Ausbruch der Pandemie behandelt. Insgesamt stehen in dem Krankenhaus 65 Beatmungsplätze zur Verfügung. „Diese haben wir bislang aber noch zu keinem Zeitpunkt ausschöpfen müssen, so dass wir auch im Falle steigender Corona-Zahlen noch Kapazitäten haben“, sagte MZG-Sprecherin Claudia Reichstein gegenüber dieser Zeitung.

Alle Mitarbeiter, Patienten und Besucher in den Häusern tragen einen Mund-Nasen-Schutz, in den sensiblen Bereichen ist für das Personal mittlerweile die FFP2-Maske Standard. Großen Wert legt Dr. Amedick auch auf die Händedesinfektion: „Im Rahmen eines Tages der Handhygiene haben wir dafür sensibilisiert, wie schnell wir Keime verteilen. Diese Informationen sind bei unseren Mitarbeitern sehr gut angekommen.“

Nicht von den Leugnern anstecken lassen

Volle Unterstützung bekommt die MZG-Betriebsärztin bei der kontinuierlichen Anpassung der Hygienemaßnahmen von den Chefärzten und den Hygienefachkräften. Gerade in der Belegschaft agiere das Unternehmen sehr umsichtig. „Bei allen neuen Mitarbeitern nehmen wir einen Abstrich. Das gilt auch für die Kollegen, die aus dem Urlaub in einem Risikogebiet zurückkehren und wieder arbeiten dürfen“, stellt Dr. Amedick heraus.

Grundsätzlich sieht die MZG-Betriebsärztin die Region Paderborn gut aufgestellt für den Herbst. Ganz elementar ist für sie, dass sich alle Menschen an die gültigen Empfehlungen (Abstand, Händedesinfektion, Mund-Nasen-Schutz) halten. Auch eine Grippe-Impfung kann eine wichtige Maßnahme sein. „Wir sollten uns von den Corona-Leugnern nicht anstecken lassen. Partys und größere Menschenansammlungen auf engem Raum passen nicht in die aktuelle Zeit“, sagt Dr. Amedick.

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