Vermisste Bad Lippspringerin: Suchaktion der Polizei mit Drohnen erfolglos
Familie bittet um Hinweise

Bad Lippspringe/Todtmoos (WB/mba) -

Die Familie der seit September vermissten Studentin Scarlett S. aus Bad Lippspringe (Kreis Paderborn) hat erneut die Öffentlichkeit um Hilfe gebeten. Zwei weitere Suchaktionen der Polizei mit Drohnen blieben unterdessen erfolglos.

Mittwoch, 06.01.2021, 18:39 Uhr aktualisiert: 06.01.2021, 18:42 Uhr
Dieses Foto von Scarlett S. aus Bad Lippspringe ist am 6. September bei der Wanderung im Südschwarzwald entstanden.
Dieses Foto von Scarlett S. aus Bad Lippspringe ist am 6. September bei der Wanderung im Südschwarzwald entstanden. Foto: Polizei

Auf der Facebook-Seite „Bitte findet Scarlett“ wenden sich die Angehörigen an alle Wanderer, die am Tag des Verschwindens der 26-Jährigen in Todtmoos sowie in der Umgebung im Südschwarzwald unterwegs waren. Sie bitten darum, Kontakt mit ihnen aufzunehmen.

„Auch wenn ihr Scarlett nicht gesehen habt, ist es dennoch sehr wichtig zu wissen, wo sie alles nicht gesehen wurde, um die Suche eingrenzen zu können“, ist auf der Facebook-Seite zu lesen. Die Polizei hat nach eigenen Angaben zuletzt am 16. und 19. Dezember mit Drohnen nach der 26-Jährigen gesucht, nachdem jemand einen Gegenstand in einem schwer zugänglichen Gelände gesehen haben will, der möglicherweise von der Vermissten hätte stammen können. „Wir haben dort aber leider nichts gefunden“, sagt Polizeisprecher Michael Biermann. Solange es keine neuen Hinweise gebe, sei keine weitere Suche geplant.

Noch im November hatte die Polizei mit einem Hubschrauber nach der jungen Frau gesucht, weil aufgrund der entlaubten Bäume eine bessere Sicht auf das Gelände möglich war.

Die 26-Jährige, die als erfahrene Wanderin gilt, wollte, wie mehrfach berichtet, im September alleine den 119 Kilo­meter langen Schluchtensteig im Südschwarzwald wandern. Der Steig ist nicht zu unterschätzen, teilweise handelt es sich um alpines Gelände. In mehreren Bereichen gibt es kein Handy-Netz. Unfälle dort sind keine Seltenheit.

Am 10. September hatte sie in einem Supermarkt in Todtmoos eingekauft. Dabei wurde sie von der Videoüberwachung fotografiert. Seitdem fehlt jedes Lebenszeichen von ihr. Ihr Handy war am 10. September das letzte Mal aktiv. Die Polizei geht von einem Unglück aus. Hinweise auf ein Verbrechen oder auf einen Suizid gibt es nicht.

Wie die Familie weiter schreibt, soll die Bad Lippspringerin vermutlich um 11 Uhr im Ortskern von Todtmoos zur letzten Etappe des Schluchtensteigs aufgebrochen sein. Gegen 18 Uhr hätte sie demnach in Wehr am Ende der Etappe ankommen müssen.

Die Familie der Vermissten setzt unterdessen weiterhin darauf, dass aus der Bevölkerung wichtige Hinweise kommen könnten. „Wir hoffen nun sehr, dass dieser Albtraum so schnell wie möglich aufhört und Scarlett gefunden wird und wir endlich Frieden finden können“, schreiben die Angehörigen auf Facebook.

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