Von Scarlett S. fehlt seit mehr als fünf Monaten jede Spur – letztes Lebenszeichen am 10. September in Todtmoos
Vermisste Bad Lippspringerin: Spendenaktion für private Suche und Helfer gestartet

Bad Lippspringe/Todtmoos (WB/LaRo) -

Seit mehr als fünf Monaten wird Scarlett S. aus Bad Lippspringe (Kreis Paderborn) vermisst. Die damals 26-Jährige befand sich im September 2020 alleine auf einer mehrtägigen Wanderung auf dem Schluchtensteig im Südschwarzwald. Angehörige haben sich in den vergangenen Wochen wieder verstärkt an die Öffentlichkeit vor Ort gewandt.

Montag, 22.02.2021, 02:40 Uhr aktualisiert: 22.02.2021, 07:14 Uhr
Scarlett S. während ihrer Wanderung im Südschwarzwald: Die von der Polizei zur Verfügung gestellten Fotos datieren (von links) vom 9., 6. und 10. September 2020. Das rechte Foto zeigt die Bad Lippspringerin in einem Supermarkt in Todtmoos. Es ist das letzte Lebenszeichen.
Scarlett S. während ihrer Wanderung im Südschwarzwald: Die von der Polizei zur Verfügung gestellten Fotos datieren (von links) vom 9., 6. und 10. September 2020. Das rechte Foto zeigt die Bad Lippspringerin in einem Supermarkt in Todtmoos. Es ist das letzte Lebenszeichen. Foto: Polizei

Auch eine Spendenaktion wurde nun gestartet, um eine private Suche und Helfer zu unterstützen. Neuigkeiten zum Vermisstenfall gibt es von Seiten der Polizei indes nicht. Wie zuletzt Anfang Januar berichtet , geht die Polizei von einem Unglück aus. Hinweise auf ein Verbrechen oder auf einen Suizid liegen nicht vor.

Die vergangenen Suchen der Polizei mit Drohnen im Dezember waren erfolglos geblieben. Am 10. September hatte Scarlett S., die als erfahrene Wanderin gilt, in einem Supermarkt in Todtmoos (Landkreis Waldshut in Baden-Württemberg) eingekauft. Dabei wurde sie von der Videoüberwachung fotografiert. Seitdem fehlt jedes Lebenszeichen von ihr.

„Liebe Community, leider gibt es momentan nichts Neues zu berichten. Im Hintergrund wird viel unternommen und es vergeht kein Tag, an dem nicht an der Suche gearbeitet wird. Allerdings spielt das Wetter langsam mit und die private Suche steht in den Startlöchern“, heißt es auf der Facebook-Seite „Bitte findet Scarlett“ im Namen der Familie.

In dem Eintrag vom 17. Februar berichten die beiden Seiten-Administratoren von der Spendenaktion: „Viele der freiwilligen Helfer nehmen eine lange Anreise auf sich und haben letztes Jahr schon zig Euros für die Suche investiert, von der Zeit ganz zu schweigen. Daher haben wir uns entschlossen, eine Spendenaktion ins Leben zu rufen.“ Helfer sollen beispielsweise mit Tankgutscheinen unterstützt werden. Gespendet werden kann online über „GoFundMe“, das Unternehmen vermittelt Spendengelder über eine Internetplattform, und nach Rückmeldungen der Nutzer auch über den bekannten Bezahldienst Paypal (beides sind US-amerikanische Unternehmen). Bei „GoFundMe“ sind mit mehr als 800 Euro zusammengekommen. Die Spenden sollen auch genutzt werden, „um die Suche effizienter und intensiver gestalten zu können (Drohnen, Mantrailer etc.)“. Die Administratoren der Facebookseite organisieren nach eigenen Angaben ehrenamtlich auch die private Suche vor Ort, um der Familie den Rücken frei zu halten, und versichern, „dass jeder Euro in die Suche fließt und alles was übrig bleibt, wird an die Bergwacht sowie andere soziale Organisationen gespendet. Wir werden euch darüber auch Informieren“.

In den Wochen zuvor hatten sich die Angehörigen verstärkt an die Öffentlichkeit gewandt: Radio-Sender berichteten, Suchanzeigen in Gemeindeblätter wurden geschaltet. Ein Facebook-Posting dazu wurde mehr als 750 Mal geteilt.

Ein weiterer Beitrag von Anfang des Jahres, in dem es um Wanderer geht, die zeitgleich mit Scarlett S. auf der letzten Etappe des Schluchtensteigs zwischen Todtmoos und Wehr unterwegs gewesen sein sollen, wurde inzwischen mehr als 37.000 Mal geteilt. Ein Video, das bei Youtube am 6. Januar veröffentlicht wurde, ist zudem mittlerweile mehr als 6700 aufgerufen worden. „In Todtmoos kurz vor 11 Uhr, verliert sich ihre Spur in der Nähe des Startpunktes der letzten Etappe vom Schluchtensteig von Todtmoos nach Wehr. Danach hat sie niemand mehr gesehen. Wir haben weder Beweise noch Zeugen, dass sie wie geplant die Schluchtensteig-Etappe angetreten ist“, heißt es in der Beschreibung des Informationsvideos, das auch alle Fotos der Vermisstenfahndung der Polizei enthält.

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