Über mögliche Kooperation zwischen Therme und Stadt Bad Lippspringe soll in der Ratssitzung entschieden werden
Freibad-Öffnung 2021 ist vom Tisch

Bad Lippspringe -

Der Stadtrat hat sich gegen eine provisorische Öffnung des Freibades für 2021 entschieden. Da es aus den Fraktionen noch zahlreiche Fragen zu einer Kooperation mit der Westfalen-Therme gibt, soll hierüber in der nächsten Ratssitzung am 22. März abschließend beraten werden.

Donnerstag, 04.03.2021, 06:07 Uhr aktualisiert: 04.03.2021, 06:32 Uhr
Die Fraktionen im Stadtrat haben noch viele Fragen zur Kooperation zwischen der Westfalen-Therme (Foto) und der Stadt Bad Lippspringe.
Die Fraktionen im Stadtrat haben noch viele Fragen zur Kooperation zwischen der Westfalen-Therme (Foto) und der Stadt Bad Lippspringe. Foto: Oliver Schwabe

Wie soll es mit dem Freibad weitergehen? Kurz vor der Kommunalwahl wurde eine komplette Sanierung beschlossen, die etwa fünf Millionen Euro kosten wird. Mit einem Baubeginn in diesem Jahr rechnet die Stadt aber nicht mehr. So lagen am Montagabend im Kongresshaus drei Handlungsvarianten auf dem Tisch: Eine provisorische Öffnung des Freibades zur Saison 2021. Nach dem schweren Wasserrohrbruch im vergangenen Jahr wären aber Investitionen in die Technik und die Bausubstanz in Höhe von geschätzten 95.000 Euro erforderlich. Das Nichtschwimmerbecken würde dennoch nicht zur Verfügung stehen.

Variante Nummer zwei: Die Stadt macht den Bürgern gar kein Schwimmangebot für 2021. Sollte das Thermalfreibad nicht zur Saison 2021 öffnen, würde der Stadt aber dennoch ein Defizit von 50.000 Euro bleiben, da nicht alle Kosten zurückgefahren werden können. Als dritte Variante gibt es die Kooperation mit der Westfalen-Therme. Die Stadt würde 50.000 Eintrittskarten kaufen, um den Bürgern einen vergünstigten Eintritt in die Therme als Alternative zum Freibadbesuch zu bieten. Den städtischen Haushalt würde dies mit 200.000 Euro belasten.

Im Fall einer provisorischen Öffnung des Freibades müssten jetzt rasch Aufträge vergeben werden. Deshalb gebe es in diesem Fall Eile, zu entscheiden, machte Bürgermeister Ulrich Lange am Montag deutlich. Der Rat entschied sich gegen die Investition von 95.000 Euro. Markus Wille (FWG) betonte: „Wir wissen ja auch noch gar nicht, ob wir dafür Fördermittel bekommen. Ich habe erhebliche Zweifel, dass das hinhauen würde. Außerdem suchen sich die Bürger doch im Sommer vielleicht andere Möglichkeiten, in Paderborn oder am Lippesee.“

Zweifel äußerten Ratsmitglieder aber auch an dem Modell der Kooperation mit der Westfalen-Therme. Dr. Erik Ernst (FWG) erklärte: „Vielleicht kaufen wir ein zu großes Kontingent an Karten für nur wenige Nutzer, falls der Betrieb wegen der Corona-Pandemie eingeschränkt wird?“ Die FWG begrüße einen kompletten Neubau des Bades. „Aber dieses Konstrukt mit der Kooperation ist nicht zustimmungsfähig“, so Ernst.

Die Fraktionen von CDU und SPD sprachen sich für die Lösung mit der Therme aus. Bürgermeister Ulrich Lange erklärte, dass es der Stadt vor allem darum gehe, überhaupt ein Angebot für Bürger sicherzustellen. Offene Fragen sollen nun gesammelt werden und am 22. März beantwortet werden.

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