Sa., 22.09.2018

Gläubige feiern in Bad Wünnenberg Reliquien der Heiligen Bernadette Botin des Unbegrenzten

Drei Tage lang machen die Reliquien der Heiligen Bernadette aus Lourdes in ihrem prächtigen Schrein Station in Bad Wünnenberg. Mit einer Reihe von Veranstaltungen feiern Katholiken aus Wünnenberg und Umgebung das historische Ereignis.

Drei Tage lang machen die Reliquien der Heiligen Bernadette aus Lourdes in ihrem prächtigen Schrein Station in Bad Wünnenberg. Mit einer Reihe von Veranstaltungen feiern Katholiken aus Wünnenberg und Umgebung das historische Ereignis. Foto: Hagelgans

Bad Wünnenberg (WB/han). Einen bewegenden Empfang haben viele Bad Wünnenberger und Gäste dem Schrein mit den Reliquien der Heiligen Bernadette bereitet.

Anlässlich des 160. Jahrestages der Marienerscheinungen in Lourdes reist der Schrein zurzeit durch die deutschen Diözesen. Vor einer Woche machte er bereits in Paderborn Station. Das Motto für die drei Tage des Glaubens, an denen der Schrein in der Kurstadt zu Gast ist, liefert ein kurzer Ausspruch Bernadettes: »Die Liebe allein genügt«.

Bereits bei der Ankunft an der Antonius-Kapelle in der Rosenstraße am Donnerstagabend waren hunderte Gläubige dabei. In einer Prozession mit Musik und Fahnenabordnung der Schützen begleiteten sie nach einem kurzen Gottesdienst den Krankenwagen der Malteser, in dem der Reliquienschrein im Schritttempo transportiert wurde, von der Unter- in die Oberstadt.

Auch Bürgermeister Christoph Rüther und Landrat Manfred Müller gingen in der Prozession mit. Dabei hielt der steile und enge Hoppenberg nicht nur für den Fahrer des Wagens, sondern vor allem auch für die singenden und betenden Fußgänger Herausforderungen bereit. Entlang des Weges säumte Fahnenschmuck an den Häusern die Straßen.

An der Pfarrkirche St. Antonius angekommen, luden die Helfer den Schrein vorsichtig aus dem Krankenwagen aus und entfernten den hölzernen Überbau über der Glasverkleidung. In feierlicher Prozession zogen Geistliche, Ministranten und Abordnungen dann in die Kirche ein.

Festhochamt besonders für Senioren und Kranke

Wohl höchstens an Weihnachten oder Ostern dürfte das Gotteshaus in der Oberstadt ähnlich voll sein: Viele Gläubige, die keinen Sitzplatz mehr bekommen hatten, nahmen stehend an dem feierlichen Hochamt teil, das Prälat Hans Dieter Michel und die Geistlichen des Pastoralverbundes Wünnenberg zelebrierten.

So wie ein Schiff das Meer als seinen eigentlichen Daseinszweck brauche, so brauche der Mensch das Göttliche, zog Michel in seiner Predigt einen Vergleich. Viele Menschen würden aber vergessen, »dass es etwas gibt, das das Unendliche übersteigt«, und statt dessen Menschengemachtes zu Göttern erklären. Die Aufgabe der Heiligen sei es hier, wieder auf das Unbegrenzte zu verweisen und so eine tiefe Sehnsucht im Menschen erfüllen zu helfen.

Nach der großen Lichterprozession am Freitagabend steht an diesem Samstag der letzte der drei Tage des Glaubens in Bad Wünnenberg auf dem Programm. Beginn ist um 10 Uhr mit einem Festhochamt besonders für die Senioren und Kranken mit Domkapitular Dr. Thomas Witt. 12 bis 17 Uhr ist Anbetung und 17 Uhr noch einmal ein Festhochamt, bevor die Heilige Bernadette die Kurstadt wieder verlässt, um weiter nach Rheda und nach Drolshagen zu reisen.

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