Di., 06.08.2019

Leiberger Züchter Schlucker mit »Olympic Seven One« bei Olympia Ein Talent am Taubenhimmel

Das Vater-Sohn-Gespann Heinz und Michael Schlucker konnte eines seiner Tiere zu Olympia schicken.

Das Vater-Sohn-Gespann Heinz und Michael Schlucker konnte eines seiner Tiere zu Olympia schicken.

Bad Wünnenberg (WB). Mit der Teilnahme an der Brieftauben-Olympiade in Posen (Polen) ging für die Schlaggemeinschaft Heinz (72) und Michael (46) Schlucker aus Leiberg der Traum aller Brieftaubenzüchter in Erfüllung.

Mit seinem dreijährigen Vogel, der die Nummer 71 und den Namen »Olympic Seven One« trägt, vertrat das Vater-Sohn-Gespann die deutschen Brieftaubenzüchter auf einer der wohl bedeutendsten Veranstaltungen des Brieftaubensports.

Um sich als Vertreter der mehr als 30.000 deutschen Züchter zu qualifizieren, musste Olympic Seven One eine beachtliche Leistung nachweisen. Den willensstarken Vogel nominierte der Verband Deutscher Brieftaubenzüchter für die Kategorie H, in der die besten Brieftauben mit sechs Preisen bei mehr als 300 Kilometer Wettflügen und einer Mindestanzahl von 1800 erreichten Preis-Kilometern gegeneinander antraten.

Diese sogenannten Preise und Preis-Kilometer können die Luftathleten auf Wettflügen, die von einer Reisevereinigung ausgetragen werden, sammeln. Auf diesen Wettflügen treten Züchter einer Reisevereinigung (Zusammenschluss von Brieftaubenzüchtern) gegeneinander an. Heinz und Michael Schlucker reisen in der RV Eggegebirge.

Die Entfernungen der Wettflüge werden vor der Saison festgelegt. In der Reisevereinigung Eggegebirge betragen sie bis zu 600 Kilometer. Wenn es jedoch zu Unwettern, Regen oder zu starker Hitze kommt, wird die Distanz des Fluges zum Wohle der Tiere verkürzt oder der Flug wird abgesagt.

"

Wir hoffen, dass dieser Vogel uns in der Zukunft gute Nachzuchten bringt.

Heinz und Michael Schlucker

"

Dreimal trat Olympic Seven One gegen 3313, 2899 und 2741 andere Brieftauben bei einem Wettflug ab Rastatt (300 Kilometer) an und belegte die Plätze 4, 17 und 18. Zwei weitere Male nahm er den Heimweg ab Freiburg (400 Kilometer) gegen 2538 und 2007 Brieftauben auf sich und belegte jeweils den zweiten Platz. Auch ab Achern (322 Kilometer) war der junge Vogel aus Leiberg nicht zu stoppen. Gegen insgesamt 1591 Konkurrenten belegte er ebenfalls den zweiten Platz.

Bei jeder Platzierung sammelte er einen sogenannten Preis und die entsprechenden Preis-Kilometer. Unter den zur Olympiade angetretenen deutschen Züchtern sicherte sich die Wundertaube mit Spitzenergebnissen den zweiten Platz. Innerhalb der Kategorie H und somit gegenüber 50 Züchtern unter anderem aus Polen, Belgien, Holland, Rumänien, Portugal, Slowenien oder Großbritannien erreichte Olympic Seven One einen beachtlichen 16. Platz. Während der Olympiade müssen die Tauben nicht mehr fliegen. Ihre Ergebnisse werden dort verglichen, Wertungsrichter beurteilen die Optik der Tiere. Jedoch bekommen alle Züchter die Möglichkeit, ein solches Ausnahmetalent zu bewundern. »Wir hoffen, dass dieser Vogel uns in der Zukunft gute Nachzuchten bringt«, so das Duo.

Unter Brieftaubenzüchtern wünscht man sich allzeit »Gut Flug«. Dem schloss sich der Vorstand der RV Eggegebirge an.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.

Google-Anzeigen

© WESTFALEN-BLATT
Vereinigte Zeitungsverlage GmbH

Alle Inhalte dieses Internetangebotes, insbesondere Texte, Fotografien und Grafiken, sind urheberrechtlich geschützt. Verwendung nur gemäß der Nutzungsbedingungen.

Anzeige


https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6830683?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198401%2F2851062%2F