Mo., 21.10.2019

Bettina Schäfer gewinnt Stichwahl um den Chefposten in der Gemeindeverwaltung Scharbeutz Leibergerin wird Bürgermeisterin an der Ostsee

Zur Wahl gratulierte der noch amtierende Bürgermeister Volker Owerien Bettina Schäfer mit einem Blumenstrauß.

Zur Wahl gratulierte der noch amtierende Bürgermeister Volker Owerien Bettina Schäfer mit einem Blumenstrauß.

Von Marion Neesen

 

Leiberg (WB). Eine Leibergerin wird Bürgermeisterin im schleswig-holsteinischen Scharbeutz. Bettina Schäfer hat am Sonntag die Stichwahl mit klarer Mehrheit (62,3 Prozent) gegen Andreas Zimmermann (54) gewonnen und wird zum 1. Februar 2020 ihr Amt in der Ostseegemeinde antreten.

Die 54-Jährige ist in Leiberg aufgewachsen, hat am Mauritius Gymnasium ihr Abitur gemacht und anschließend ihre Ausbildung im nicht technischen gehobenen Dienst bei der Stadt Salzkotten mit Examen zur Diplomverwaltungswirtin abgeschlossen. Anschließend arbeitete die ehemalige Leiberger­in in der Erwachsenenbildung bei der Allianz Bauspar AG sowie in München in der Firma des Vaters ihres 17-jährigen Sohnes.

Nach einem weiteren Studium der Betriebswirtschaftslehre zog es sie an die Ostsee. »2009 habe ich eine Freundin dort besucht und mich in die Ostsee verliebt. Ich fand es so schön dort, dass ich bleiben wollte«, sagte Bettina Schäfer am Montag gegenüber dieser Zeitung, zu der sie eine ganz besondere Verbindung hat. »Ich habe als Schülerin meiner Mutter oft geholfen, das Westfälische Volksblatt auszutragen«, sagte sie weiter. Bettina Schäfer kaufte schon bald nach dem Besuch an der Ostsee ein Haus in Timmendorfer Strand, etwa fünf Kilometer von Scharbeutz entfernt, wo sie mit ihrem Sohn Leon lebt. Seit 2011 leitet sie den Bauhof der Gemeinde Scharbeutz mit 23 Mitarbeitern und engagiert sich zudem in einem Scharbeutzer Bürgerbündnis.

 

Verliebt in die Ostsee

Vom 1. Februar an wird sie nun Chefin von etwa 140 Mitarbeitern in der Gemeindeverwaltung sein. Scharbeutz gehört zum Kreis Ostholstein und zählt fast 12.000 Einwohner. Bettina Schäfer war als parteilose Bewerberin in die Wahl um die Nachfolge des amtierenden Bürgermeisters Volker Owerien gegangen. Dieser hatte sich nach 18-jähriger Amtszeit nicht mehr zur Verfügung gestellt. »Ich hatte mir schon gute Chancen ausgerechnet, aber dass es so deutlich werden würde, hätte ich nicht gedacht«, sagte Schäfer gestern. Scharbeutz in der Lübecker Bucht mit seinem mehr als sechs Kilometer langen Sandstrand ist seit 1970 anerkanntes Ostseeheilbad und gehört zu den zehn wichtigsten Zentren des schleswig-holsteinischen Fremdenverkehrs. Eine der größten Herausforderungen der Gemeinde sei die Fehmarn-Belt-Querung, von der Scharbeutz mit massiven Einschnitten in die Natur bedroht sei, so Schäfer. Die Fehmarn-Belt-Querung ist eine geplante Verkehrsverbindung zwischen Dänemark und Deutschland.

Nach Leiberg kehrt die 47-Jährige oft und gern zurück. »Meine ganze Familie, ich habe vier Geschwister, lebt dort. Wir besuchen uns regelmäßig gegenseitig«, sagte die Neubürgermeisterin. Ihre inzwischen 81-jährige Mutter Margarete Schäfer sei derzeit bei ihr zu Besuch in Timmendorfer Strand. »Damit sie mich am Sonntag unterstützen konnte«, so Schäfer. Zwar liegt Timmendorfer Strand nur fünf Kilometer von ihrem Arbeitsplatz entfernt, möglicherweise wird die Ex-Leiberger­in aber nach Scharbeutz umziehen. »Mein Sohn besucht jetzt die zwölfte Klasse und macht in eineinhalb Jahren das Abitur. Danach werde ich dann entscheiden«, so

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