Mi., 04.12.2019

Richtfest beim Wiederaufbau historischer Mühle gefeiert Grantige Geschichte lebt weiter

Uwe Jordan (Regionalforum Südliches Paderborner Land), Wolfgang Hüsten, Heinz Hüser (Historische Landtechnik), Ralf Zumbrock (Regionalforum), Borchens Bürgermeister Reiner Allerdissen, Jens Kronsbein (Bezirksregierung), Ulrich Klinke, Leah Laven (Bad Wünnenberg Touristik), Carolin Schepers (Zweckverband Bevorzugtes Erholungsgebiet Bad Wünnenberg/Büren) und der Bürgermeister der Stadt Bad Wünnenberg Christoph Rüther (von links) beim Richtfest auf dem Bad Wünnenberger Hassel.

Uwe Jordan (Regionalforum Südliches Paderborner Land), Wolfgang Hüsten, Heinz Hüser (Historische Landtechnik), Ralf Zumbrock (Regionalforum), Borchens Bürgermeister Reiner Allerdissen, Jens Kronsbein (Bezirksregierung), Ulrich Klinke, Leah Laven (Bad Wünnenberg Touristik), Carolin Schepers (Zweckverband Bevorzugtes Erholungsgebiet Bad Wünnenberg/Büren) und der Bürgermeister der Stadt Bad Wünnenberg Christoph Rüther (von links) beim Richtfest auf dem Bad Wünnenberger Hassel. Foto: Brigitta Wieskotten

Bad Wünnenberg (WB). Der vergangene Freitag war ein geschichtsträchtiger Tag für Bad Wünnenberg. Auf dem Hassel feierte der Verein Historische Landtechnik Richtfest beim Wiederaufbau der historischen Grantmühle. Gleichzeitig überreichte der neue Abteilungsleiter des Leader-Programms, Jens Kronsbein von der Bezirksregierung Detmold, dem Vorsitzender Ulrich Klinke einen Zuwendungsbescheid in der ersten Rate von 46.000 Euro. Der Gesamtbescheid beläuft sich auf 89.000 Euro.

1998 sollte die an der Landstraße 549 unter Denkmalschutz stehende Grantmühle dem Straßenausbau weichen. Damals bezog sich der Denkmalsschutz auf technischen Komponenten, weil die Funktionsweise der Mühle in ganz NRW einzigartig war. Ein schwerer Backenbrecher, ein Walzenmahlwerk und ein Rüttelsieb wurden von einem stationären Motor über eine lange Transmissionswelle angetrieben und lieferten so im Grantbruch unter dem Hassel eine Tagesproduktion von maximal 200 Kubikmetern.

Den Abriss des Gebäudes schulterte damals die Wünnenberger Feuerwehr. Ferdi Otte, Gründer der Historischen Landtechnik, erklärte sich bereit, die zehn Tonnen schweren Maschinen zu übernehmen und zu restaurieren. Ersatzteile für den stationären Motor konnte die Firma Deutz auch nach 90 Jahren nagelneu wieder herstellen.

Als erster Bauabschnitt des lebendiges Museums Grantmühle wurde auf dem Hassel die große Feldscheune errichtet. Für den zweiten Schritt fehlten dem Verein sowohl die Mittel als auch der Mut. Da sich aber die Leader Förderbedingungen in der laufenden Förderperiode deutlich verbessert haben, fasste der Verein erneut Mut und verankerte das Projekt in der lokalen Entwicklungsstrategie. Der Lohn war eine einstimmige Zusage der lokalen Aktionsgruppe für 168.000 Euro Fördermittel. Die Energiestiftung Sintfeld zahlte der Historischen Landtechnik unbürokratisch die gewünschte Co-Finanzierung von 45.000 Euro. Die Baugenehmigung erhielten die Landtechniker 2018.

Nach dem Erhalt des Förderbescheides im August konnte endlich mit den Baumaßnahmen begonnen werden. Schon nach drei Monaten weht nun der Richtkranz über dem Gebäude.

Jens Kronsbein hatte noch einem weiteren Scheck dabei. An den Zweckverband Bevorzugtes Erholungsgebiet Bad Wünnenberg/Büren überreichte er einen Förderbescheid in Höhe von 57.800 Euro für die Wanderwege des ländlichen Raumes. Von rund 60 Wanderwegen wurden 14 aus der Kommune Bad Wünnenberg ausgewählt, die zukünftig verstärkt von der Bad Wünnenberg Touristik vermarktet werden. Vier der 14 auserwählten Wege rücken besonders die Lehre von Sebastian Kneipp in den Fokus und so auch das Image des Kurortes. Besonders Kinder und Jugendliche werden mit den Aktiv-Stationen der Kneipp-Wege angesprochen, die eigens für Bad Wünnenberg konzipiert wurden. Die fachliche Expertise stellt die Bad Wünnenberg Touristik zur Verfügung, die Pflege der Wanderwege übernimmt die Stadt Bad Wünnenberg. Weitere Wanderwege werden von heimischen Vereinen im Ehrenamt gepflegt.

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