Bad Wünnenberger CDU will städtische Hilfe anbieten
Notfonds und ein Lotse für die Vereine

Bad Wünnenberg (WB). Die Bad Wünnenberger CDU will die Vereine der Kurstadt, die aufgrund der Coronakrise in finanzielle Schwierigkeiten geraten, unterstützen. Dazu soll im nächsten Hauptausschuss am Donnerstag, 7. Mai, ein entsprechender Antrag gestellt werden. Das hat die Fraktionsvorsitzende Claudia Sondermann jetzt mitgeteilt.

Mittwoch, 22.04.2020, 22:04 Uhr aktualisiert: 22.04.2020, 22:10 Uhr
Ob Sport oder musikalische Ausbildung – heimische Vereine leisten einen außerordentlichen Beitrag für das Zusammenleben in der Gemeinschaft, meint die CDU und Bad Wünnenberg und will heimischen Vereinen in der Krise unter die Arme greifen. Foto: dpa
Ob Sport oder musikalische Ausbildung – heimische Vereine leisten einen außerordentlichen Beitrag für das Zusammenleben in der Gemeinschaft, meint die CDU und Bad Wünnenberg und will heimischen Vereinen in der Krise unter die Arme greifen. Foto: dpa

„Gerade in unseren ländlichen Strukturen stellt das Ehrenamt eine tragende Säule unserer Gesellschaft dar. Auch in Bad Wünnenberg leisten die zahlreichen Vereine und ihre Mitglieder einen außerordentlichen Beitrag für unser Zusammenleben und unsere Gemeinschaft. Egal, ob es um die musische Ausbildung von Kindern geht, die Bewahrung von Tradition und Natur, oder Sportangebote von der Geburt bis ins hohe Alter – unsere Vereine bilden das Rückgrat Bad Wünnenbergs“, so Sondermann.

Die Stadt fördere bereits durch verschiedene freiwillige Leistungen die Bad Wünnenberger Vereinswelt. Aufgrund der COVID-19-Pandemie und ihrer unmittelbaren Auswirkungen stünden Vereine nun jedoch vor großen Herausforderungen: Bedingt durch den Lockdown – aber auch durch in Zukunft zu erwartende Restriktionen im öffentlichen Zusammenleben – würden in diesem Jahr bereits geplante Vereinsveranstaltungen nicht stattfinden können. Dadurch könnten Vereinen dringend notwendige Einnahmequellen etwa aus Verkaufs- und Mieterlösen oder Unterrichtshonoraren wegbrechen. Vereinen, die unverschuldet durch die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie in eine existenzielle Not geraten sind oder werden, wolle die Stadt Bad Wünnenberg helfen.

Nach Fördermöglichkeiten Ausschau halten

Daher soll der Hauptausschuss laut Antrag der CDU die Stadtverwaltung auffordern, Maßnahmen zu eruieren, mit denen Vereinen bürokratiearm finanziell geholfen werden kann. Für die genaue Ausgestaltung eines kurzfristig verfügbaren Hilfsmechanismus – wie etwa eines Notfonds – wird die Verwaltung gebeten, dem Stadtrat zeitnah einen Vorschlag zu unterbreiten. Außerdem solle innerhalb der Verwaltung ein Vereinslotse benannt werden, der die Vereine gerade jetzt bei der Beantragung von Hilfen unterstütze und die gesamte Förderlandschaft im Blick habe. Dieser Ansprechpartner soll auch nach der Krise noch zur Verfügung stehen.

„Neben den wichtigen Wirtschaftshilfen der Bundes- und Landesregierung hat das Land NRW in der vergangenen Woche bereits ein millionenschweres Hilfsprogramm für Sportvereine auf den Weg gebracht. Sowohl Sportvereine als auch Vereine aus anderen Bereichen können zwar die NRW-Soforthilfe 2020 beantragen, müssen dafür aber wirtschaftlich tätig sein“, erläutert Claudia Sondermann, „wir sind der Ansicht, dass jedem Verein, der durch COVID-19 unverschuldet in eine Existenznot geraten ist, geholfen werden muss.“ Auch bei zu erwartenden Hilfsprogrammen für Vereine außerhalb des Sports durch das Land oder den Bund müsse genau geprüft werden, ob tatsächlich alle notleidenden Vereine gefördert werden können. Weiterhin seien die Unterstützungen von Land und Bund zunächst zeitlich und monetär begrenzt. „Als Stadt Bad Wünnenberg sollten wir ein Zeichen in Richtung der Vereine setzen, dass wir im Zweifel bereit stehen, Liquiditätsengpässe oder andere Existenzbedrohungen versuchen werden aufzufangen“, so Sondermann abschließend.

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