Identifizierung abgeschlossen: drei Frauen zwischen 27 und 48 Jahren sowie ein 27-jähriger Mann tot
Schwerer Unfall auf der A 44: Opfer sind rumänische Staatsbürger

Lichtenau/Bad Wünnenberg (WB). Nach dem verheerenden Unfall mit vier Toten und zwei Schwerverletzten am Freitagabend auf der A 44 hat die Polizei die Identität der Opfer klären können. Bei allen Opfern handelt es sich um rumänische Staatsbürger.

Sonntag, 13.09.2020, 13:23 Uhr aktualisiert: 13.09.2020, 17:06 Uhr
Auf der Autobahn 44 hat sich ein tragischer Unfall ereignet. Vier Menschen kamen ums Leben. Foto: Christian Müller
Auf der Autobahn 44 hat sich ein tragischer Unfall ereignet. Vier Menschen kamen ums Leben. Foto: Christian Müller

Unter ihnen seien drei Frauen, berichtete ein Polizeisprecher am Sonntag in Bielefeld auf Anfrage. Die aufwendige Identifizierung der Opfer sei inzwischen abgeschlossen. Auf der A 44 im Kreis Paderborn waren bei dem Unglück am Freitag vier Menschen tödlich verletzt worden. Richtung Dortmund war die Autobahn bis 0.15 Uhr gesperrt. Der Unfall ereignete sich gegen 12.50 Uhr auf der Autobahn 44 zwischen Lichtenau und dem Kreuz Bad Wünnenberg-Haaren in Fahrtrichtung Dortmund.

Die ersten Ermittlungen der Polizei ergaben, dass ein Pkw aufgrund eines Defekts gegen 12.50 Uhr auf dem linken Fahrstreifen hinter der Anschlussstelle Lichtenau liegenblieb, so dass sich ein Rückstau bildete.

Ein Lkw aus Rumänien fuhr offensichtlich nahezu ungebremst in dem Rückstau auf einen mit mehreren Personen besetzten Opel Vivaro mit rumänischer Zulassung auf und schob diesen unter den davor fahrenden Lkw. In dem Kleinbus starben drei Frauen im Alter von 27 bis 48 Jahren sowie ein 27-jähriger Mann. Einziger Überlebender in dem Bus war ein 40-Jähriger.

Nach Angaben der Feuerwehr konnte eine Person aus dem Transporter und der Fahrer des auffahrenden Lkw schwerverletzt mit hydraulischem Rettungsgerät aus den Fahrzeugen befreien. Dabei wurde zunächst der auffahrende Lkw mit einer Seilwinde zurückgezogen und im Anschluss zeitweise drei hydraulische Rettungssätze zur Menschenrettung gleichzeitig eingesetzt. Ein Rettungshubschrauber flog den schwer verletzten Fahrer des auffahrenden Lastwagens in ein Krankenhaus. Im Einsatz war noch ein weiterer Rettungshubschrauber. Der andere Lkw-Fahrer blieb unverletzt. Eine Person wurde leicht verletzt, neun weitere Menschen saßen in den am Unfall beteiligten Fahrzeugen.

Am Nachmittag begann die Polizei mit der Rückführung der wartenden Autofahrer aus dem Stau. Die Fahrbahn der A 44 in Richtung Dortmund wurde an der Anschlussstelle Lichtenau bis 0.15 Uhr gesperrt.

Vor Ort waren etwa 70 Einsatzkräfte der Feuerwehr der Stadt Bad Wünnenberg und der Feuerwehr Marsberg unter der Leitung von Marcus Siekaup, etwa 25 Einsatzkräfte des Rettungsdienstes, darunter mehrere Notärzte und der Leitende Notarzt und der Organisatorische Leiter Rettungsdienst, drei Notfallseelsorger sowie starke Kräfte der Autobahnpolizei. Ein Sachverständiger nahm den Unfallort in Augenschein.

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