Wald und Unterholz im benachbarten Hochsauerlandkreis in Flammen
Feuerwehr aus dem Kreis Paderborn bei Waldbrand-Großeinsatz in Essentho

Marsberg (WB/sen). Die Leitstelle der Marsberger Feuerwehr hat am Sonntagnachmittag Unterstützung aus dem Kreis Paderborn angefordert.

Sonntag, 20.09.2020, 18:03 Uhr aktualisiert: 21.09.2020, 06:32 Uhr
Am frühen Sonntagmorgen brannte in Essentho ein Waldstück. Foto: Feuerwehr Marsberg
Am frühen Sonntagmorgen brannte in Essentho ein Waldstück. Foto: Feuerwehr Marsberg

Dort hatte zunächst am frühen Sonntagmorgen ein 5000 Quadratmeter großes Waldstück in der Nähe des Missionshauses gebrannt. Gegen 14 Uhr standen dann 2000 Quadratmeter Unterholz und 150 Festmeter Stapelholz in Flammen.

Etwa 200 Einsatzkräfte vor Ort

Nach ersten Informationen der Feuerwehr waren etwa 200 Einsatzkräfte vor Ort. Alarmiert worden waren die Wehren aus Brilon, Olsberg und Marsberg, die Feuerwehr des Kreises Paderborn schickte sieben Tanklöschfahrzeuge und etwa 25 Einsatzkräfte zur Unterstützung in den Nachbarkreis. Auch ein Hubschrauber war im Einsatz, um die Brandherde zu lokalisieren.

Zwar hatten die Wehrleute das Feuer nach eineinhalb Stunden im Griff, aufgrund der Hitze im Boden bestand aber weiterhin die Gefahr der Ausbreitung. Zudem befand sich die Brandstelle mitten im Wald an einem Hang und war nach Auskunft des Marsberger Brandinspektors Ralph Pohle schwer zugänglich.

Erster Alarm gegen 5.30 Uhr

Gegen 5.30 Uhr war zunächst die Löschgruppe Essentho zu einer unklaren Rauchentwicklung in der Goldbuschstraße gerufen worden. Diese entpuppte sich als Flächenbrand, worauf kurze Zeit später die Löschgruppen aus Meerhof, Westheim und Oesdorf alarmiert wurden sowie der Löschzug Marsberg. Auch der Löschzug aus Fürstenberg wurde mit seinem TLF 2000 angefordert, das speziell bei Waldbränden zum Einsatz kommt. Um auch Glutnester in den Baumkronen und Baumwipfeln ablöschen zu können, wurde der Fürstenberger Wasserwerfer eingesetzt. Damit können bis zu 2000 Liter Wasser pro Minute abgegeben werden. „Die Wasserversorgung wurde aus öffentlichen Hydranten und einer Zisterne sichergestellt, damit der hohe Bedarf an Löschwasser gedeckt werden konnte“, so Pohle.

Im Bereitstellungsraum standen Einsatzkräfte aus Oesdorf und Westheim zur Verfügung, die schließlich ihre Kameradinnen und Kameraden aus Meerhof und Essentho bei der Brandbekämpfung ablösen konnten. Das DRK rückte mit einem Rettungswagen und einer Versorgungseinheit an, um die Einsatzkräfte zu versorgen und den Eigenschutz der Einsatzkräfte sicherzustellen.

Der Löschzug Marsberg stellte zudem den Grundschutz für den Marsberger Norden sicher, da alle vier Löschgruppen in den Einsatz eingebunden waren.

Nach einer knappen Stunde war der Brand unter Kontrolle. Die Löschgruppe Essentho kontrollierte den Sonntag über die Einsatzstelle auf eventuelle Glutnester.

Unter der Leitung von Wehrleiter von Josef Straub waren am Morgen 75 Feuerwehrleute und 15 DRK-Helfer sowie die Polizei vor Ort. Am Nachmittag mussten die Einsatzkräfte dann erneut ausrücken.

Die Zusammenarbeit mit den Einsatzkräften aus der Region habe sehr gut geklappt, sagte Ralph Pohle.

Die Brandursache ist noch nicht geklärt, die Polizei ermittelt.

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