Borchen
Havarie in Etteln: Bündnis kritisiert Kreis

Borchen (WB/bel). Das Regionalbündnis Windvernunft kritisiert in einem Offenen Brief an Landrat Manfred Müller die Informationspolitik des Kreises zur Havarie der Windkraftanlage in Etteln nach dem 8. März. Vor allem seien keine Maßnahmen zum Schutz der Betroffenen getroffen worden, kritisiert das Bündnis.

Dienstag, 03.07.2018, 05:49 Uhr
Bei der Havarie in Etteln waren in einem Radius von 800 Metern um das Rad Kleistteile auf etwa 50 Hektar verstreut worden. Foto: Besim Mazhiqi
Bei der Havarie in Etteln waren in einem Radius von 800 Metern um das Rad Kleistteile auf etwa 50 Hektar verstreut worden. Foto: Besim Mazhiqi

Es verweist darauf, dass keinerlei Beweissicherungen oder das Einschalten von amtlichen Gutachtern durch den Kreis erfolgt seien. V or allem wären unmittelbar nach der Havarie des Rades Anweisungen an Landwirte, Privatpersonen oder Firmen notwendig gewesen, wie überhaupt mit den Kunstfaser-Partikeln umzugehen sei.

Statt eines Verbotes von jeglichen Aufräumarbeiten und insbesondere des Entfernens von Beweisstücken habe es in Etteln sofort »fleißige bauliche und sonstige Aktivitäten am Objekt und im Umfeld« gegeben, so Heiner Brinkmann vom Regionalbündnis.

Die zurückhaltende Reaktion der Aufsichtsbehörden werfe Fragen auf. So habe es von amtlicher Seite an laufenden und umfassenden Information gefehlt. Geklärt werden müsse unter anderem die Entsorgung der Abfälle, welche Entschädigungen hier zu erstatten seien und auch wie Fachleute die Umweltverschmutzung und den Umgang mit dem kritischen Sondermüll aus Faserverbundstoff sehen. Außerdem solle der Kreis darlegen, welche Notfallpläne und Maßnahmen für weitere Havarien im Kreis getroffen werden, so das Bündnis zu seinem Forderungskatalog.

Bei der Havarie in Etteln waren in einem Radius von 800 Metern um das Rad Kleistteile auf etwa 50 Hektar verstreut worden. Der Kreis hatte die Anlage per Ordnungsverfügung zunächst stillgelegt und Gutachten zum Schadenshergang und -ausmaß durch den Betreiber eingefordert. Eine Genehmigung zum Wiederaufbau der Anlage wurde noch nicht erteilt. Das Fundamt des Rades soll nach einem weiteren Gutachten standfest sein, der Turm musste jedoch in großen Teilen abgebaut werden.

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