Fr., 27.09.2019

52 Grundschulklassen beteiligen sich an den Waldjugendspielen Unterricht im Wald

Zum Abschluss der Waldjugendspiele in Borchen wurde von den Beteiligten ein Baum gepflanzt (hinten von links): Volker Wascher, Lehrer und Rangerausbilder an der Altenauschule, Schulranger Meinolf Kolsch, stellvertretende Grundschulleiterin Mareike Eisenbach, Klaus Wullenweber, Vorsitzender der Kreisgruppe Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, Florian Bitter vom Regionalforstamt Hochstift, Carsten Gehrken, Sparkasse Paderborn-Detmold, sowie Andreas Potthast, Ansprechpartner für die Waldjugendspiele beim Schulamt Kreis Paderborn sowie (vorne von links): Marina, Zoe, Viktoria, João, Elias und David.

Zum Abschluss der Waldjugendspiele in Borchen wurde von den Beteiligten ein Baum gepflanzt (hinten von links): Volker Wascher, Lehrer und Rangerausbilder an der Altenauschule, Schulranger Meinolf Kolsch, stellvertretende Grundschulleiterin Mareike Eisenbach, Klaus Wullenweber, Vorsitzender der Kreisgruppe Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, Florian Bitter vom Regionalforstamt Hochstift, Carsten Gehrken, Sparkasse Paderborn-Detmold, sowie Andreas Potthast, Ansprechpartner für die Waldjugendspiele beim Schulamt Kreis Paderborn sowie (vorne von links): Marina, Zoe, Viktoria, João, Elias und David. Foto: Liedmann

Borchen (WB/bel). Schulunterricht mal ganz anders erleben in diesen Tagen mehr als 2500 Viertklässler im Kreis Paderborn. Bei den 10. Waldjugendspielen geht es für etwa zwei Stunden direkt in den Wald. Auch für die beiden 4. Klassen der Nordborchener Grundschule stand dann Totholz erforschen und Apfelsaft pressen auf dem Programm.

52 Klassen im Kreis nehmen teil

Über die ganze Wochen verteilt sind unter Federführung des Regionalforstamtes Hochstift Paderborn/Höxter dann kreisweit 52 Grundschulklassen in den Wäldern vor Ort unterwegs, um bei diesem »außerschulischen Lernort« teilweise auch mit Förstern zusammen das Thema Wald in seiner Vielfalt und mit allen Sinnen zu erforschen, beschreibt Florian Bitter vom Regionalforstamt das Ziel dieser ungewöhnlichen Unterrichtsstunden. Das galt auch für die beiden Klassen des Grundschulverbundes Nordborchen-Alfen, die zusammen mit dem Ranger-Ausbilder und Lehrer der Altenauschule Volker Wascher im Wald bei Gellinghausen einen Parcours zu bewältigen hatten. Vom Totholz erforschen mit dessen Bedeutung für Wespen oder Hornissen über Ertasten von Moos oder Fichtennadeln bis hin zum Schichtholz stapeln oder Sägen ging hier der schulische Teil. Das Abenteuer Wald stand dann beispielsweise bei der Erstürmung eines Walls mit nachfolgender Pulsmessung im Vordergrund.

Abschließend wurde dann Saft von den Apfelbäumen einer Streuobstwiese gepresst und in die Schule mitgenommen. Zur Erinnerung an das kleine Jubiläum wurde abschließend von allen Beteiligten und Schülern noch eine Eiche direkt beim forstlichen Ausbildungszentrum in Gellinghausen gepflanzt.

Teil der Umweltbildung in Schulen

Die Partner der Jugendwaldspiele und Sponsoren sind die Sparkasse Paderborn-Detmold, die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald und das Schulamt des Kreises Paderborn. Die Abgangsklassen der Grundschule sind das Zielpublikum der bundesweiten Waldjugendspiele, weil das Thema Wald hier auch ein zentrales Thema im Sachunterricht ist. Mit zunehmender Tendenz beteiligen sich die Schulen aus dem gesamten Kreis Paderborn mit Förstern, Lehrern und Eltern an diesem Projekt als Teil der Umweltbildung und der Verständniswerbung für den Wald mit seinen aktuellen Problemen wie die Bewältigung der Klimakrise oder Artensterben, so Bitter. Die aktuellen Probleme haben beispielsweise die Klassen in Delbrück regelrecht eingeholt. Hier konnten die Waldjugendspiele in diesem Jahr nicht stattfinden, weil der für die Spiele vorgesehene Waldbereich aufgrund von Trockenheit und Borkenkäferbefall nicht sicher war.

»Beim Thema Wandel versuchen wir auch deutlich zu machen, wie sich der Wald verändert, wenn beispielsweise nicht mehr der große Ameisenhaufen aus Fichtennadeln unter den Bäumen ist«, sagte der Regionalforstamtsvertreter. Und auch wenn es nur zwei Unterrichtsstunden im Wald seien, so Bitter, »irgendetwas bleibt bei den Schülern immer hängen.« Um auch zukünftig für den Wald zu werben, wird derzeit in Zusammenarbeit mit den Partner der Waldjugendspiele, der Sparkasse und der Schutzgemeinschaft an einem Image-Film gearbeitet, der dann in der Öffentlichkeit für das Projekt werben soll.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.

Google-Anzeigen

© WESTFALEN-BLATT
Vereinigte Zeitungsverlage GmbH

Alle Inhalte dieses Internetangebotes, insbesondere Texte, Fotografien und Grafiken, sind urheberrechtlich geschützt. Verwendung nur gemäß der Nutzungsbedingungen.

Anzeige


https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6960986?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198401%2F2851063%2F