Borchener SPD stärkt Amtsinhaber den Rücken – Wahlkreiskandidaten gekürt
100 Prozent für Reiner Allerdissen

Borchen (WB). Mehr geht nicht: Mit 100 Prozent der Stimmen schicken die Borchener Sozialdemokraten Bürgermeister Reiner Allerdissen in den Wahlkampf, der nach ihrer Vorstellung in eine dritte Amtszeit münden soll. Der 60-Jährige hatte bereits Ende vergangenen Jahres angekündigt, noch einmal antreten zu wollen.

Dienstag, 30.06.2020, 08:39 Uhr aktualisiert: 30.06.2020, 08:46 Uhr
Die SPD-Wahlkreiskandidaten um den Borchener Bürgermeister Reiner Allerdissen (rechts) geben sich kämpferisch. Foto:
Die SPD-Wahlkreiskandidaten um den Borchener Bürgermeister Reiner Allerdissen (rechts) geben sich kämpferisch.

Reiner Allerdissen („Ich verstehe mich als Bürgermeister aller Borchenerinnen und Borchener“) nutzte die Gelegenheit, ein Resümee der vergangenen zehn Jahre zu ziehen und zählte eine Reihe von Projekten und Entwicklungen auf, die seiner Ansicht nach Borchen deutlich vorangebracht hätten: angefangen bei der Altenauschule, die mittlerweile in eine Sekundarschule überführt wurde, viele neue Bauplätze, die auch für junge Familien bezahlbar seien, eine Betreuung, die für jedes Kind in Borchen einen Platz bereithalte, die Ansiedlung von Gewerbe bis hin zu einer neuen Einzelhandelsfläche an der Bahnhofstraße.

Duell mit Uwe Gockel

Allerdissen war es aber auch wichtig zu erwähnen, dass sich die politische Kultur in Borchen in dieser Zeit in Richtung Pluralität entwickelt habe. Er betonte, dass er auch in jüngster Zeit über Parteigrenzen hinweg Initiativen ergriffen habe, die im Interesse Borchens waren und sind. „Ich pflege viele gute und wertvolle Kontakte zu Vertretern anderer politischer Parteien. Die ausnahmslos guten Erfahrungen möchte ich auch in Zukunft für die Arbeit für Borchen nutzen“, sagte der Amtsinhaber, der seinen Chefsessel im Rathaus gegen den unabhängigen Kandidaten Uwe Gockel verteidigen muss. Der Diplom-Verwaltungs­betriebswirt wird von der CDU und den Grünen unterstützt.

Ferner wurden während der Delegiertenversammlung die Kandidatinnen und Kandidaten für die Borchener Wahlkreise nominiert. Aufgestellt wurden für die Wahl am 13. September Hendrik Zernke, Gudrun Ponta, Johannes Niggemeyer, Susanne Lippegaus, Jürgen Schmidt, Michael Hartman, Hans-Jörg Nordmeyer, Lea Berndt, Patrick Knüttel, Gerald Klocke, Herbert Berger, Volker Tschischke, Oliver Conrad und Fabian Vohs. Alle Wahlkreiskandidaten sind zudem für die Reserveliste nominiert, die von Susanne Lippegaus angeführt und von Sara Senner, Lutz Paleschke, Jürgen Gerasch und Dr. Hans J. Jacobs ergänzt wird.

Wir sind längst nicht dort, wo wir hinwollen.

Reiner Allerdissen

Das Team der Sozialdemokraten sei im Vergleich zu den vergangenen Wahlen deutlich weiblicher geworden, heißt es in einer Pressemitteilung des SPD-Gemeindeverbandes. „Wir sind noch längst nicht dort, wo wir hinwollen. Deshalb gilt es, den Trend für die Zukunft weiterzuentwickeln und insbesondere auch junge Frauen und Männer für die Belange der Kommune zu begeistern.“ Schwerpunkte für die nächsten Jahre seien: Umwelt- und Naturschutz, weiterer Ausbau der Infrastruktur unter anderem durch die Entlastungsstraße in Nordborchen und Mitgestalten des Umstiegs auf E-Mobilität sowie Verbesserungen zum ÖPNV, Schaffung bezahlbaren Wohnraums, Förderung und Unterstützung des Ehrenamtes unter anderem mit der Erweiterung der Sportanlage im Westen. Eine wichtige Rolle spielt auch die Ermöglichung weiterer Gewerbeansiedlungen.

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