Peter Gans verwandelt Grasfläche in Nordborchen in Blühwiese
Farbenprächtige Insekten-Oase

Borchen (WB). Mitten im Wohngebiet Brandenburger Weg in Nordborchen gibt es eine 150 Quadratmeter große Oase für alle Insekten. Hier bietet eine Blühwiese ein Farbenschauspiel, und Schmetterlinge und Bienen fliegen von Blüte zu Blüte. Anfang des Jahres war dies noch eine ungenutzte Grasfläche, die Anwohner Peter Gans in ein Blütenmeer verwandelt hat.

Sonntag, 02.08.2020, 05:00 Uhr aktualisiert: 02.08.2020, 10:56 Uhr
Im Wohngebiet Brandenburger Weg in Nordborchen blüht es seit Mitte Juni in allen Farben. Die Blühwiese lockt zahlreiche Insekten an und ist ein beliebtes Fotomotiv. Foto: Katrin Klugmann
Im Wohngebiet Brandenburger Weg in Nordborchen blüht es seit Mitte Juni in allen Farben. Die Blühwiese lockt zahlreiche Insekten an und ist ein beliebtes Fotomotiv. Foto: Katrin Klugmann

„Die Fläche grenzt an die ehemalige Spielfläche und wurde nicht genutzt. Ich habe mir dann Gedanken gemacht, wie man sie etwas aufpeppen kann“, berichtet Peter Gans. Und da immer mehr Vorgärten möglichst pflegeleicht mit Steinen gestaltet seien, wollte er einen Gegenakzent setzten – mit einer Blühwiese. „Erstmal habe ich dann mit den drei anderen Anliegern gesprochen, ob sie damit einverstanden wären“, berichtet der 60-Jährige. Einer habe Zweifel geäußert, die Peter Gans aber zerstreuen konnte. Danach wandte er sich an die Gemeinde.

„Der Boden darf nicht zu nährstoffreich sein“

In der Verwaltung fragte Peter Gans, ob sich die Gemeinde an der Aktion beteiligen und die Fläche für die Einsaat der Blumensamen vorbereiten könne. „Bevor eine Blühfläche angelegt werden kann, muss der Boden vorbereitet werden. Er muss locker und nicht zu nährstoffreich sein. Deswegen musste die Grassohle mit Wurzeln abgetragen und magerer Mutterboden aufgetragen werden“, erläutert Peter Gans.

Die Gemeinde unterstützte sein Vorhaben und rückte mit Bagger und Lastwagen an. Mit der Baggerschaufel wurde die Grasfläche abgetragen. Anschließend luden mehrere Lastwagen Sandboden ab und verteilten ihn etwa acht bis zehn Zentimeter dick auf der Fläche. „Die Vorarbeiten waren eine große Hilfe. Ich hätte dafür mit dem Spaten wahrscheinlich tagelang gebraucht“, sagt Gans.

Peter Gans sähte 1,5 Kilogramm Borchener Blühmischung ein

Danach machte sich der Nordborchener daran, den Boden von Hand zu ebnen, bevor er sich im Kibitzmarkt 1,5 Kilogramm Borchener Blühmischung und 20 Kilogramm Sand besorgte. Beides füllte er in den geliehenen Streuwagen, mit dem er die Samen auf der 20 mal 7 Meter großen Fläche verteilte. Danach wurden diese noch eingeharkt und der Boden gewalzt.

Und dann hießt es abwarten. Irgendwann kam der erste Regen, und Peter Gans wässerte auch selbst regelmäßig den Boden. Anfang Juni war es dann so weit: Die ersten Blüten sprießten aus dem Boden. „Seitdem blüht es in allen Farben. Mal mehr gelb, mal mehr blau, mal mehr rot. Und überall sieht man Schmetterlinge und Insekten. Es summt und brummt“, berichtet der Hausbesitzer erfreut.

Blütenmeer ist ein beliebtes Fotomotiv

Mittlerweile hat sich das Blütenmeer zu einem beliebten Fotomotiv entwickelt. „Es bleiben öfter mal Menschen stehen und machen Bilder“, erzählt Peter Gans. Und Kinder beobachten fasziniert Schmetterlinge, Bienen und Co. Regelmäßig wässert Peter Gans die Fläche. Ansonsten ist sie sich selbst überlassen.

Für den Gewerbeaufsichtsbeamten ist das Farbspektakel auf jeden Fall ein Anreiz, im kommenden Jahr erneut eine solche Blühwiese anzulegen: „Für mich war das erstmal ein Versuchsballon. Aber ich hoffe, dass ich viele andere inspirieren kann, selbst eine Fläche umzugestalten.“ Das sei mit wenig Aufwand möglich und solche Flächen finde man überall – nicht nur in Borchen.

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