Borchener sammeln Spenden auf 3000 Kilometer langer Rallye
Im Feuerwehrauto auf Tour

Borchen (WB). In acht Tagen durch ganz Deutschland – und das ohne Navi, ohne GPS und ohne Autobahnen. Im 21. Jahrhundert scheint das eine echte Herausforderung geworden zu sein. Dennoch treten Florian Mühlhoff und Marius Carl aus Borchen dieses Abenteuer mit großer Vorfreude an.

Montag, 28.09.2020, 05:21 Uhr aktualisiert: 28.09.2020, 05:30 Uhr
Florian Mühlhoff und Marius Carl brechen am 3. Oktober in einem Feuerwehr-Oldtimer zu einer 3000 Kilometer langen Rallye quer durch Deutschland auf, um Spenden für das Feuerwehrwesen zu sammeln. Foto: Rebecca Borde
Florian Mühlhoff und Marius Carl brechen am 3. Oktober in einem Feuerwehr-Oldtimer zu einer 3000 Kilometer langen Rallye quer durch Deutschland auf, um Spenden für das Feuerwehrwesen zu sammeln. Foto: Rebecca Borde

Mühlhoff selbst ist Mitglied der Feuerwehr Borchen und des Löschzugs Kirchborchen. Gemeinsam mit seinem guten Freund wird der 24-Jährige die ungewisse Reise antreten und dabei in einem selbst umgebauten Feuerwehr-Oldtimer Spenden für die Feuerwehr sammeln. Veranstalter der 3000 Kilometer langen Rallye ist der Superlative Adventure Club.

Für die Tour hat Florian Mühlhoff eine Menge Arbeit und Mühe in den Oldtimer gesteckt und einiges verändert: „Von Innen hat das mit einem Feuerwehrauto nicht mehr viel zu tun“, sagt er. Statt der üblichen Ausrichtung befinden sich nun zwei Betten und eine Küchenzeile in dem Feuerwehrauto. Alles, was die beiden sonst noch an Verpflegung brauchen, würden sie dann an Raststätten entlang der Route finden.

Start am 3. Oktober

Los geht die Tour bereits am 3. Oktober in der Mitte Deutschlands in der historischen Altstadt in Hann. Münden. Von dort führt der Weg die Teilnehmer an den Landesgrenzen einmal um Deutschland herum. Enden soll die Tour dann nach über einer Woche in Hattingen im Ruhrpott.

Für die beiden Borchener sei dies die erste Rallye. „Wir sind schon sehr aufgeregt“, sagt Marius Carl, der die Herausforderung als Beifahrer antritt. Trotz der üblichen Nervosität mache er sich aber keine Sorgen, ohne technische Hilfsmittel das Land zu durchqueren: „Wir haben in letzter Zeit schon ausprobiert, ohne Navi zu fahren, und es hat super funktioniert.“ „Wir haben ja einen Straßenatlas, das wird reichen. Bevor es Navis gab, sind die Menschen so ja auch an ihr Ziel gekommen“, ergänzt Mühlhoff.

Spenden sammeln für die Feuerwehr

Neben dem Spendensammeln bietet die Rallye weitere spannende Höhepunkte, unter anderem das geheimnisvolle Roadbook. Dieses wird den rund 100 Teams erst zu Beginn der Tour überreicht und beinhaltet verschiedene Aufgaben, die während der langen Fahrt erfüllt werden können, jedoch keine Pflicht sind. Doch Mühlhoff und Carl zeigen sich bereits optimistisch und wollen sich den Herausforderungen auf jeden Fall stellen.

Zusätzlich sollen auch Rallye-Partys an außergewöhnlichen Veranstaltungsorten stattfinden. Mit „Sac Track“, einer Live-Tracking-App, können die Aufenthaltsorte der Teilnehmer außerdem in Echtzeit verfolgt werden.

Sponsoring durch Unternehmen

Aktuell sind die beiden Borchener noch mit den letzten Feinschliffen an ihrem Oldtimer beschäftigt, bevor es am kommenden Samstag losgehen soll.

Insgesamt hoffen sie auf viele Spenden, die der Feuerwehr in Borchen zu gute kommen sollen. Durch verschiedene Firmen in ganz Deutschland, die die beiden sponsern, konnten schon 600 Euro an Einnahmen entgegengenommen werden, aber etwas solle noch dazu kommen. Das Minimum einer Spendensumme, um laut Veranstalter überhaupt an der Rallye teilnehmen zu dürfen, liegt bei 300 Euro. Damit konnten die Borchener bereits gut punkten und hoffen, nun auch noch die 3000 Kilometer zu meistern.

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