Vereins-Wettbewerb soll Zahl der Spender in Etteln erhöhen – Anonymer Unternehmer stellt dafür 1000 Preisgeld zur Verfügung
Ein Punkt für jede Blutspende

Borchen -

Die Zahl der Blutspender ist in Etteln, wie im gesamten Kreis Paderborn, seit Jahren rückläufig. Das möchte ein Ettelner Unternehmer ändern, der selbst seit Jahren Blutspender ist. Der Mann, der anonym bleiben möchte, stellt dafür 1000 Euro zur Verfügung.

Mittwoch, 17.02.2021, 02:50 Uhr
Frank Goersmeier vom DRK-Blutspendedienst Ostwestfalen-Lippe zeigt die Tafel, auf der alle Ettelner Verein aufgeführt sind. Hier können die Blutspender ihre Punkte verteilen.
Frank Goersmeier vom DRK-Blutspendedienst Ostwestfalen-Lippe zeigt die Tafel, auf der alle Ettelner Verein aufgeführt sind. Hier können die Blutspender ihre Punkte verteilen. Foto: DRK-Blutspendedienst

„Er ist auf mich zugekommen und wir haben überlegt, wie wir am besten möglichst viele Ettelner zur Blutspende animieren können“, erzählt Ortsvorsteher Ulrich Ahle. Die beiden tüftelten gemeinsam mit Frank Goersmeier, Referent für Öffentlichkeitsarbeit des DRK-Blutspendedienstes Ostwestfalen-Lippe, einen Wettbewerb aus, bei dem nicht nur Blutspender gewonnen oder animiert werden, sondern auch drei Vereine Geldpreise gewinnen können.

Gemeinsam mit dem DRK-Blutspendedienst West startet deshalb die Aktion „Verein(t) für die Blutspende“, die sich an das Dorfmotto „Etteln... da ist mehr drin“ anlehnt. Alle Blutspender in dem Borchener Ortsteil dürfen in diesem Jahr vor Ort einen Punkt für einen Ettelner Verein oder eine Organisation ihrer Wahl vergeben und diesen auf eine Tafel kleben. Erstspender haben sogar zwei Punkte zur Verfügung. Am Ende des Jahres gewinnt der Verein oder die Organisation mit den meisten Punkten eine Finanzspritze. Die Punktevergabe wird nach Vereinsgröße gewichtet, teilt Ahle mit. Der Siegerverein bekommt 500 Euro gefolgt vom zweiten mit 300 Euro. Der Drittplatzierte erhält 200 Euro.

Die nächste Blutspendemöglichkeit in Etteln ist an diesem Donnerstag, 18. Februar, im Bürgerhaus und dann wieder am Donnerstag, 27. Mai. Hierbei können Spender bereits ihre ersten Punkte vergeben. Für den Wettbewerb hat Frank Goersmeier eine Tafel angefertigt, auf der alle Ettelner Vereine und Institutionen wie die Kirche und die Schule aufgeführt sind.

Ulrich Ahle ruft alle Ettelner auf, sich einen Termin geben zu lassen. Der Ortsvorsteher, der seit 30 Jahren nicht mehr bei der Blutspende war, geht mit gutem Beispiel voran: „Ich habe mir schon einen Termin geholt, allerdings weiß ich noch nicht, wem ich meinen Punkt gebe“, sagt er.

Aufgrund der Corona-Schutzmaßnahmen ist eine vorherige Terminreservierung über das Internet notwendig. Alle Informationen und Antworten zur Blutspende finden Interessierte unter www.drk-blutspende.de. Terminreservierungen sind auch direkt über den QR-Code möglich.

„In unserem Wettbewerb ‚Verein(t) für die Blutspende‘ wollen wir alle für eine Spende motivieren, die sich bisher nicht dazu durchringen konnten, es vergessen haben oder einfach noch nicht bewusst darüber nachgedacht haben“ betont Ulrich Ahle.

Das Deutsche Rote Kreuz führt jährlich vier Blutspendeaktionen in Etteln durch. 2020 konnten 204 Blutspenden gewonnen werden. Unabhängig von der Corona-Pandemie ist diese Zahl in den vergangenen Jahren rückläufig. Nicht, weil weniger Menschen in Etteln sich für andere engagieren wollen, sondern weil es sich eher um einen „Generationswechsel“ handelt, ist Ahle überzeugt: „Viele langjährige und treue Blutspender sind sehr regelmäßig zur Blutspende gekommen. Jüngere Menschen engagieren sich ebenfalls bei der Blutspende, nur eben nicht so regelmäßig.“

Der DRK-Blutspendedienst versorgt Kliniken und Arztpraxen mit lebenswichtigen Blutkonserven. Diese werden in erster Linie in der Krebstherapie, bei Herz-Kreislauf- oder Magen-Darm-Erkrankungen, für größere Operationen, für Risikoschwangerschaften, Unfälle und vieles mehr eingesetzt. Ulrich Ahle: „Wir alle haben den Anspruch auf die bestmögliche medizinische Versorgung, aber nur rund 4 Prozent der Bevölkerung in Deutschland gehen zur Blutspende. Einige Menschen wollen oder dürfen zum Beispiel aus gesundheitlichen Gründen, kein Blut spenden. Mit dem Wettbewerb soll die restliche Mehrheit der Bevölkerung angesprochen werden.“

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