Doppelt so viele Schnelltests: St.-Laurentius-Apotheke und Malteser Borchen weiten Testkapazität deutlich aus
„Wir wollen unseren Beitrag leisten“

Borchen -

Wer derzeit zur Weihnachtsmarktbude auf dem Parkplatz hinter der St.-Laurentius-Apotheke kommt, der möchte keinen Glühwein trinken, sondern Gewissheit haben, ob er derzeit das Corona-Virus in sich trägt. Apothekenleiterin Pia Sondermann und ihr Team managen hier seit dem 20. März zusammen mit den Maltesern Borchen ein Schnelltestzentrum.

Freitag, 26.03.2021, 02:30 Uhr aktualisiert: 26.03.2021, 08:18 Uhr
Statt Glühwein warten in der Weihnachtsmarktbude der Gemeinde Borchen auf dem Parkplatz an der St.-Laurentius-Apotheke Corona-Schnelltests: Die Tests machen Apothekenleiterin Pia Sondermann und ihr Team sowie Andreas Berlage und Tobias Peuser (rechts) von den Maltesern Borchen.
Statt Glühwein warten in der Weihnachtsmarktbude der Gemeinde Borchen auf dem Parkplatz an der St.-Laurentius-Apotheke Corona-Schnelltests: Die Tests machen Apothekenleiterin Pia Sondermann und ihr Team sowie Andreas Berlage und Tobias Peuser (rechts) von den Maltesern Borchen. Foto: Sonja Möller

„Wir haben das medizinische Fachpersonal, das medizinische Wissen und das Know-how und wollen unseren Beitrag zur Bekämpfung der Pandemie leisten“, sagt Pia Sondermann. Und das neben dem normalen Apotheken-Betrieb. Eigentlich sind sie und ihre 23 Mitarbeiterinnen damit voll ausgelastet, zumal der Beratungsbedarf seit Beginn der Pandemie deutlich gestiegen ist: „Es ist für mich trotzdem selbstverständlich, dass wir bei den Schnelltests mithelfen. Wir wollen Borchen gesund machen und raus aus der Pandemie“, sagt Sondermann.

Unterstützt wird das Apotheken-Team von den Maltesern Borchen, die auch das Drumherum übernehmen. Das Interesse der Mitglieder, aktiv mitzuhelfen, war direkt groß, berichtet der Ortsbeauftragte der Malteser, Andreas Berlage: „Wir haben derzeit 25 Helfer, von denen immer drei bis vier im Einsatz sind.“ Die Reaktionen der Borchener auf die Teststation seien „sensationell“, sagt er: „Wir haben Mittwochmorgen die Termine für Samstag freigeschaltet und mittags waren sie schon ausgebucht.“

Und weil das Interesse so groß ist, weiten die Malteser die Kapazität noch mal aus: „Wir haben in einer Videokonferenz überlegt, wie wir noch mehr Tests anbieten können und unsere Abläufe optimiert“, erzählt der stellvertretende Ortsbeauftragte Tobias Peuser. Mit Erfolg: Von Samstag an werden statt einem zwei Tests pro fünf Minuten angeboten.

Wer einen Termin vereinbart hat, kann mit der richtigen Vorbereitung dazu beitragen, den Ablauf zu optimieren: Mit der Terminbestätigung per E-Mail werden zwei Formulare zugeschickt, die ausgedruckt und unterschrieben mitgebracht werden müssen. Das eine ist die Einverständniserklärung, dass ein positives Ergebnis ans Gesundheitsamt übermittelt werden darf, und das andere eine Erklärung, dass man zum Zeitpunkt der Testung symptomfrei ist.

„Wir wollen mit den Schnelltests diejenigen finden, die das Virus unerkannt in sich tragen und viele andere anstecken können“, erläutert Pia Sondermann. Wer keine Möglichkeit zum Ausdruck habe, bekomme aber auch ein Exemplar vor Ort. Nach dem Abstrich können die Getesteten direkt wieder ihrer Wege gehen. Das Ergebnis erhalten sie 15 bis 20 Minuten später per E-Mail. Sondermann: „Wir freuen uns über jeden, der sich testen lassen möchte.“

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