Mo., 11.12.2017

Umzug aus Eringerfeld: Seniorat eröffnet Neue Heimat in Steinhausen

Haben das Seniorat vorgestellt, das nach dem Umzug aus Eringerfeld jetzt in Steinhausen seinen Betrieb aufgenommen hat: (von links) Michael Gubitz, Susanne Luckey, Kreistagsabgeordneter Friedhelm Kaup und Philipp Niggemeier (Accent-Bau).

Haben das Seniorat vorgestellt, das nach dem Umzug aus Eringerfeld jetzt in Steinhausen seinen Betrieb aufgenommen hat: (von links) Michael Gubitz, Susanne Luckey, Kreistagsabgeordneter Friedhelm Kaup und Philipp Niggemeier (Accent-Bau). Foto: Hanne Hagelgans

Büren-Steinhausen (WB/han). Nach eineinhalb Jahren Bauzeit hat jetzt das neue Seniorat in Steinhausen seine Pforten geöffnet. Gut 60 Bewohner sind aus Eringerfeld in Bürens größten Ortsteil umgezogen.

Weil das 40 Jahre alte Gebäude in Eringerfeld nicht mehr den modernen Anforderungen entsprach und im laufenden Betrieb nicht zu sanieren gewesen wäre, entschied sich Michael Gubitz, Geschäftsführer der Betreibergesellschaft Seniorat für einen kompletten Neubau, der in eineinhalb Jahren Bauzeit für rund 7,8 Millionen Euro entstanden ist.

In Steinhausen fand Gubitz mit der ehemaligen Hof­stelle Voß-Balster direkt an der Ortdurchfahrt und gegenüber dem Rewe ein geeignetes Grundstück. Weil das Seniorat damit aber von der Stadt Geseke und dem Regierungsbezirk Soest in die Stadt Büren und den Regierungsbezirk Detmold wechselte, war eine komplett neue Bedarfsermittlung und Genehmigung erforderlich.

Dass der Bedarf da sei, zeige sich daran, dass alle 72 Pflegeplätze bereits belegt seien, erzählt Gubitz. Rund 70 Mitarbeiter kümmern sich um die Bewohner.

Gemeinsam mit den »Alteingesessenen«, die den Umzug von Eringerfeld mitgemacht haben, wohnen nun auch gut zehn neu eingezogene Gäste im Seniorat. Sie alle leben ausschließlich in Einzelzimmern, von denen 16 rollstuhlgerecht sind, in vier Wohngruppen.

Um nicht nur Menschen mit Demenzerkrankung Orientierung zu geben, sind alle Wohnbereiche nach Filmklassikern der 1930er bis 1950er Jahre benannt. Sie heißen Niagara, Manhattan, Morocco und Casablanca und sind mit passenden großformatigen Bildern von Filmstars geschmückt.

Herzstück jeder Wohngruppe ist ein gemeinschaftlicher Wohn- und Essbereich, jeweils ausgestattet mit einer Wohnküche. Gemeinsam etwas unternehmen können die Bewohner außerdem im Garten im Innenhof. Der ist so angelegt, dass auch Menschen mit eingeschränktem Orientierungssinn die Möglichkeit haben, sich gefahrlos draußen aufzuhalten. Auch für Angehörige und Besucher zugänglich ist das Seniorat-Café im Eingangsbereich.

Wer dazu in der Lage ist, hat am neuen Standort in Steinhausen, anders als in Eringerfeld, nun auch die Möglichkeit, im nahegelegenen Supermarkt selbst nach seinen Wünschen einzukaufen. »Das ist für viele ein Stück Lebensqualität«, weiß Susanne Luckey.

Auch Arzt und Apotheke sind zu Fuß erreichbar. »Wir wollen lebendiger Teil der Dorfgemeinschaft sein«, sagt Michael Gubitz. »Unsere Bewohner sollen am öffentlichen Leben teilhaben können, wenn sie das möchten.«

Doch nun leben sie sich erst einmal in ihrem neuen Zuhause ein und lernen alles in Ruhe kennen. Eine große Eröffnungsfeier ist im Frühjahr geplant.

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