Mi., 12.09.2018

Stadtmarketing bringt frischen Wind in Bürens größtes Volksfest Moritz lädt zum Feiern ein

Das historische Gebäudeensemble der Bürener Almeaue bildet die Kulisse für den historischen Teil des Moritzmarktes, der vom 21. bis 25. September gefeiert wird. Zum Organisationsteam gehören (von links): Geschäftsfrau Britta Kusmierz, Dieter Hahn (Oldtimerfreunde), Festwirt Klaus »Tinte« Albracht, Martin Stich (Initiative »Bock auf Büren«), Bürgermeister Burkhard Schwuchow, Marianne Witt-Stuhr (Stadtmarketing), Paul Brune (Cohors Burana), Tina Vahle (Projektwerk Vahle) und Dirk Kleeschulte (Projektpartner)

Das historische Gebäudeensemble der Bürener Almeaue bildet die Kulisse für den historischen Teil des Moritzmarktes, der vom 21. bis 25. September gefeiert wird. Zum Organisationsteam gehören (von links): Geschäftsfrau Britta Kusmierz, Dieter Hahn (Oldtimerfreunde), Festwirt Klaus »Tinte« Albracht, Martin Stich (Initiative »Bock auf Büren«), Bürgermeister Burkhard Schwuchow, Marianne Witt-Stuhr (Stadtmarketing), Paul Brune (Cohors Burana), Tina Vahle (Projektwerk Vahle) und Dirk Kleeschulte (Projektpartner) Foto: Hagelgans

Von Hanne Hagelgans

Büren (WB). Indem sie sich auf alte Traditionen besinnen, wollen die Organisatoren des Oktobermarktes von diesem Jahr an neue Wege gehen. Und das beginnt schon mit dem Namen des größten Volksfestes in Büren: Es heißt künftig Moritzmarkt.

Gefeiert wird von Freitag, 21., bis Dienstag, 25. September – und damit letztmalig fünf Tage lang. In den kommenden Jahren soll sich das Fest auf das Wochenende beschränken, der Montag und der Dienstag fallen weg.

Nach der Auflösung des Verkehrsvereins hat die Stadtverwaltung den Markt zwei Jahr lang ausgerichtet und ihn in der gewohnten Form am Leben erhalten. Nachdem nun die Eigenbetriebsähnliche Einrichtung Stadtmarketing an den Start gegangen ist, wollen Leiterin Marianne Witt-Stuhr und ihr Team mit vielen neuen Ideen frischen Wind in die Traditionsveranstaltung bringen. Unterstützung bekommen sie dabei von Bürgern, die ehrenamtlich mitmachen, und auch von den Geschäftsleuten der Innenstadt.

Historisches Handwerk selbst ausprobieren

»Moritz von Büren hat mit seinem Vermächtnis die Stadt geprägt«, erläutert Marianne Witt-Stuhr, warum der letzte der Edelherren von Büren zum Namensgeber des Festes geworden ist. Inmitten der baulichen Spuren, die dank Moritz´ Erbe in Büren entstanden sind, soll dann auch der historische Teil des Marktes stattfinden. In der Almeaue, also mit bestem Blick auf die Jesuitenkirche, das ehemalige Kolleggebäude und heutige Mauritius-Gymnasium und die Ökonomie, können die Besucher historisches Handwerk nicht nur anschauen, sondern auch selbst ausprobieren.

Die »Cohors Burana«, die Mittelaltergruppe, die aus der St.-Sebastian-Bruderschaft hervorgegangen ist, fährt rund um die Mittelmühle einmal mehr eine festliche »Tafeley« mit Schweinswürsten, Haxen und Klostermann-Bier auf, für die die Aktiven mittlerweile längst berühmt sind. Mutige Ritter schlagen ihr Heerlager auf, eine Wahrsagerin ermöglicht einen Blick in die Zukunft, und auch eine Hexe und eine Märchenerzählerin zeigen den Festgästen ihre Künste.

Meditative Lichtinstallation

Nicht ganz so weit in die Vergangenheit können die Besucher im idyllischen Teichgarten reisen. Der wird in der Dämmerung in eine meditative Lichtinstallation getaucht, in der Bilder die Bürener Historie und Stadtansichten vergangener Jahrzehnte wieder lebendig werden.

Walking-Acts, Live-Musik an den Abenden, eine Oldtimerschau mit Teilemarkt und eine Verlosung, bei der neben dem traditionellen Schinken auch wertvolle weitere Sachpreise winken, runden das Programm ab.

Als »gute Stube« der Stadt spielen die Almeauen eine gewichtigere Rolle als bisher im Treiben des Marktes. Doch auch im Rest der Innenstadt soll gefeiert werden. So wird die Burgstraße bis hinauf zum Marktplatz zur Kirmes- und Schlemmermeile. Zu einer Art Bindeglied zwischen beiden Teilen wird das große Festzelt, das Klaus »Tinte« Albracht betreibt, in der unteren Burgstraße. Die Afte­straße bleibt, anders als bisher, für den Verkehr geöffnet.

Der Krammarkt findet in diesem Jahr noch einmal am Dienstag statt, und zwar ebenfalls in der Alme­aue. Wie es dann in den folgenden Jahren mit dem beliebten Festbestandteil weitergeht, sei noch nicht entschieden, sagt Marianne Witt-Stuhr. Denkbar sei, dass er künftig zur Eröffnung am Freitagabend stattfinde, sicher sei das allerdings noch nicht.

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