Sa., 25.05.2019

Rettungswache in Büren in Betrieb genommen – Fahrt zum Hotel nun Vergangenheit Notarzt und Sanitäter unter einem Dach

Vor der neuen Wache (von links): Bürens Bürgermeister Burkhard Schwuchow, Pastor Peter Gede, Dr. Agatha Enkmeier (Notärztin, not­ärztlicher Trägerverein Büren), Christoph Rüther (Bürgermeister Bad Wünnenberg), Landrat Manfred Müller, evangelischer Pfarrer Peter Dalmeier, Wolfgang Hesse (Leiter der Wache) Tobias Starke (Leiter des Rettungsdienstes) und Sven Hein (Architekt).

Vor der neuen Wache (von links): Bürens Bürgermeister Burkhard Schwuchow, Pastor Peter Gede, Dr. Agatha Enkmeier (Notärztin, not­ärztlicher Trägerverein Büren), Christoph Rüther (Bürgermeister Bad Wünnenberg), Landrat Manfred Müller, evangelischer Pfarrer Peter Dalmeier, Wolfgang Hesse (Leiter der Wache) Tobias Starke (Leiter des Rettungsdienstes) und Sven Hein (Architekt). Foto: Büttner

Büren (eb). Die Zeiten, dass der Notarzt für einen Einsatz erst im Hotel abgeholt werden musste, sind in Büren nun endgültig vorbei. Am Freitag ist die neue Rettungswache des Kreises Paderborn am Bürener Ortsausgang Richtung Hegensdorf offiziell in Betrieb genommen worden.

Es mussten viele Hindernisse überwunden und dicke Bretter gebohrt werden, bis diese Gebäude für die Sicherheit und das Wohlergehen der Bürger an dem jetzigen Standort verwirklicht werden konnte, gestand Landrat Manfred Müller am Freitag bei der offiziellen Inbetriebnahme der neuen Wache ein, aber die Mühen hätten sich gelohnt.

»Der Bürger hat den Anspruch in einer Ausnahmesituation, nämlich einer medizinische Notlage, die bestmögliche Versorgung mit top ausgebildeten Personal und hoch modernem Equipment in kürzester Zeit garantiert zu bekommen. Die notwendigen Voraussetzungen hierfür erfüllt diese moderne Wache, die auch eine der drei anerkannten Lehrrettungswachen des Kreises ist«, sagte der Landrat.

1459 Rettungswageneinsätze im vergangenen Jahr

Im vergangenem Jahr wurden von der Rettungswache in Büren 1459 Rettungswageneinsätze geleistet. 1234 mal war der Notarzteinsatz erforderlich. Mit den Einsätzen des Krankentransportwagens der Rettungswache Ahden, der mit der neuen Rettungswache nach Büren verlegt wird, kommt man auf einen Schnitt von zehn Einsätzen pro Tag.

Die neue Bürener Wache sei ein gutes Vorbild für die in naher Zukunft notwendigen Neubauten in Bad Lippspringe, Lichtenau und Salzkotten, sagte Müller. Erfreut darüber, dass mit der neuen Wache die notärztliche Versorgung der Menschen in den Stadtgebieten Büren und Bad Wünnenberg eine deutliche Verbesserung erreichen wird, zeigten sich auch die Bürgermeister Christoph Rüther und Burkhard Schwuchow. Von Seiten der Stadt Büren gibt es Überlegungen die Straßensituation in dem Bereich zu verbessern.

Nachdem Architekt Sven Hein vom Architekturbüro Atrium III über Daten und Fakten berichtet hatte, segneten Pastor Peter Gede und Pfarrer Peter Dalmeier das neue Gebäude.

2,5 Millionen Euro investiert

Für rund 2,5 Millionen Euro ist die derzeit modernste Rettungswache im Kreisgebiet auf einer Grundfläche von 750 Quadratmetern an der Hegensdorfer Straße entstanden. Sie wird rund um die Uhr besetzt sein. Ein 18-köpfiges Team arbeitet künftig in drei Schichten und betreut die Einsatzgebiete Büren, Bad Wünnenberg sowie auch Rüthen. Ebenso können die Notfallhelfer bei Unfällen auf den heimischen Autobahnen angefordert werden.

Die neue Rettungswache umfasst eine Fahrzeughalle mit vier Stellplätzen, Sanitärbereiche, einen Sozialraum, eine Küche und Räume für die Rettungswagenbesatzung (fünf Notfallsanitäter sind pro Schicht vor Ort). Weiterhin wurde ein Schulungsraum für Notfallsanitäter eingerichtet, da die Rettungswache auch Ausbildungsbetrieb ist.

Und: Für den Notarzt im Dienst gibt es ein separates Appartement, so dass keine Zeit mehr verloren geht, wenn die Rettungsmannschaft zum Einsatzort ausrückt. In einer ebenfalls neuen Desinfektionshalle können Fahrzeuge und Materialien nach einem Einsatz wieder gesäubert werden.

Teurer als zunächst geplant

Im August 2013 hatte Landrat Manfred Müller deutlich gemacht, dass mit der Fortschreibung des Rettungsdienstbedarfsplanes eine neue Rettungswache gebaut werden müsse. Die vorhandene Wache entspreche nicht mehr den räumlichen Anforderungen, zumal seit der Schließung des Krankenhauses in Büren der Notarzt mit in der Rettungswache untergebracht werden müsse. Der Kreistag stimmte im Dezember 2013 zu.

Das zunächst vorgesehene und vom Kreis erworbene Grundstück wurde wieder aufgegeben, da die Stadt Büren das Areal einem ortsansässigen Unternehmer für seine Betriebserweiterung zur Verfügung stellen wollte. Mit Hilfe der Stadt Büren gelang der Erwerb eines alternativen Grundstücks im April 2016.

Allerdings wurde die Rettungswache teuerer als geplant. So beschloss der Ausschuss für Wirtschaft, Bau und Verkehr des Kreises im September 2018, den Haushaltsansatz für das Bauprojekt um 350.000 Euro aufzustocken. Ursprünglich waren für den Bau 2,2 Millionen Euro vorgesehen.

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