Do., 11.07.2019

Schnelles Internet: Ausbau nun mit Innogy statt Deutsche Glasfaser Büren wechselt den Partner

Symbolbild.

Symbolbild. Foto: dpa

Von Hanne Hagelgans

Büren (WB). Kommando zurück: Büren wird beim Ausbau des schnellen Internets doch nicht mit dem Unternehmen Deutsche Glasfaser kooperieren. Stattdessen setzt man auf die Innogy Telnet GmbH.

Diese Beschlussempfehlung hat der Ausschuss für Bauen, Umwelt und Stadtplanung in seiner Sitzung am Dienstagabend einstimmig ausgesprochen.

Erst Anfang Juni hatte sich der Rat mehrheitlich dafür entschieden, mit der Deutschen Glasfaser zusammenzuarbeiten. Das Unternehmen strebt bereits in mehreren Nachbarorten – etwa Salzkotten und Lichtenau – den schnellen Internetausbau an und rührt (unterstützt von den Städten) die Werbetrommel.

Erst Zusicherung – dann Ausbau

Denn bevor mit dem Ausbau begonnen wird, müssen mindestens 40 Prozent der Haushalte vertraglich zusichern , dass sie die Leistung in Anspruch nehmen möchten.

Das ist auch beim jetzt favorisierten Unternehmen Innogy Telnet nicht anders. Der große Unterschied: Der Versorger bietet an, ­alle Bürener Ortsteile und Gewerbegebiet ans schnelle Netz zu bringen. Die Deutsche Glasfaser hatte dagegen ihr Engagement auf die großen Ortsteile Kernstadt, Brenken, Ahden und Wewelsburg sowie die Gewerbegebiete beschränken wollen.

Innogy hat bereits Glasfaser in der Kernstadt verlegt

Ein weiteres Argument für ­Innogy: Das Unternehmen hat bereits im vergangenen Jahr Glas­faser von der Kernstadt über Brenken und Ahden bis nach Wewelsburg verlegt. Bisher wurde damit das Kabel zu neuen Verteilerkästen gebracht, für die letzten Meter wird bisher weiterhin das langsamere Kupferkabel genutzt.

Für die jetzt geplanten Glasfaseranschlüsse direkt bis in die Gebäude, die während des Aktionszeitraumes kostenlos sind, können die vorhandenen Kabelschächte verwendet werden. So werden weniger Tiefbauarbeiten und damit Belastungen notwendig als bei der Deutschen Glasfaser. »Wir suchen uns nicht die Filetstücke heraus«, betonte Innogy-Regionalmanager Heiko Grebe, der das Angebot im Bauausschuss präsentierte.

Auf Nachfrage des Harther Ortsvorstehers Dirk Nölting musste er allerdings einräumen, dass sechs bis acht Jahre ins Land gehen könnten, bis auch die kleinen Ortsteile im Bürener Süden mit Glasfaser versorgt seien.

Wigbert Löper (CDU) betonte, es sei sinnvoll, dass sich die Stadt auf einen Kooperationspartner konzentriere, obwohl theoretisch auch die Zusammenarbeit mit zwei Unternehmen möglich sei. Doch es müsse auf jeden Fall vermieden werden, »dass jeder 20 Prozent der Verträge bekommt und dann keiner ausbaut«.

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