Mi., 09.10.2019

Organisator Oskar von Bohuszewicz kritisiert Stadt Büren Kartoffelmarkt abgesagt

Nach zwei Jahren Pause hätte der Bürener Kartoffelmarkt am Sonntag, 20. Oktober, wieder stattfinden sollen. Nun musste er abgesagt werden.

Nach zwei Jahren Pause hätte der Bürener Kartoffelmarkt am Sonntag, 20. Oktober, wieder stattfinden sollen. Nun musste er abgesagt werden. Foto: Hans Büttner

Büren (han). Zwei Jahre lang ist nach dem Aus des Verkehrsvereins der Bürener Kartoffelmarkt ausgefallen. In diesem Jahr hätte er wieder stattfinden sollen und mit ihm auch ein verkaufsoffener Sonntag in der Kernstadt, so der langjährige Markt-Organisator Oskar von Bohuszewicz. Am Dienstag allerdings hat er alles abgesagt und ist verärgert über die Zusammenarbeit mit der Stadt.

Um der Bürener Innenstadt neben Stadtfest, Oktobermarkt und Nikolausmarkt auch den vierten verkaufsoffenen Sonntag zu sichern, hatte der Verkehrsverein den herbstlichen Kartoffelmarkt im Jahr 2002 ins Leben gerufen. Die Organisation lag von Anfang an in den Händen von Oskar von Bohuszewicz. Nachdem sich der Verkehrsverein 2017 aufgelöst hatte, fand der Markt in den beiden vergangenen Jahren nicht statt. Am Sonntag, 20. Oktober, sollte er nun einen Neustart erleben.

Ohne geöffnete Geschäfte mache die Veranstaltung keinen Sinn

Doch wie Oskar von Bohuszewicz jetzt erfahren hat, hat die Stadt keinen Antrag auf einen verkaufsoffenen Sonntag an diesem Termin gestellt. Und ohne geöffnete Geschäfte, betont er, mache die gesamte Veranstaltung keinen Sinn. Von Bohuszewicz, der mehrere Jahre lang auch als Vorsitzender an der Spitze des Verkehrsvereins stand, hatte nach eigenen Angaben bereits Zusagen von etlichen Marktbeschickern, die in der Vergangenheit stets beim Kartoffelmarkt dabei waren. So hätten unter anderem die Traditionsgruppe Siddinghausen, die Bürener Landfrauen, die Landsmannschaft der Deutschen aus Russland und die historische Gruppe Cohors Burana wieder mitgemacht. Und auch Bernhard Franke hätte sein traditionelles Kartoffelfeuer, das stets das Herzstück des Marktes bildete, wieder aufgebaut, so von Bohuszewicz.

Nachdem er am Dienstag durch einen Anruf bei der Stadt erfahren habe, dass man dort nicht mit dem Kartoffelmarkt und einem verkaufsoffenen Sonntag plane, habe er alle Beteiligten angerufen und für den Sonntag kommender Woche abgesagt. Auch die Marktbeschicker und die Bürener Geschäftsleute seien über die mangelnde Unterstützung der Stadt verärgert, betont Oskar von Bohuszewicz.

Kartoffelmarkt erfülle nicht die neuen gesetzlichen Anforderungen

Um die Bürener Feste für die Zukunft zu sichern, habe der Rat auf Empfehlung der Verwaltung für den Moritzmarkt und den Nikolausmarkt jeweils eine neue Verordnung für einen verkaufsoffenen Sonntag beschlossen, heißt es dazu auf WV-Anfrage aus dem Rathaus. Da der Kartoffelmarkt sich mit seinen Aktivitäten ausschließlich auf den Marktplatz konzentriere, erfüllt er die neuen gesetzlichen Anforderungen, unter denen ein verkaufsoffener Sonntag möglich ist, nicht mehr. »Das Stadtmarketing freut sich über alle ehrenamtlichen Initiativen in und für Büren und unterstützt daher auch den Kartoffelmarkt von Herrn von Bohuszewicz gern«, so die Stellungnahme. Dazu habe es erste Gespräche und Unterstützung gegeben. Eine finale Entscheidung der Organisatoren, ob der Markt trotz der nicht möglichen Sonntagsöffnung stattfinden wird, habe bislang allerdings noch ausgestanden.

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