Sa., 12.10.2019

Deutsche Glasfaser und Innogy einigen sich über gegenseitige Netznutzung in Büren Lösung im Glasfaser-Konflikt in Sicht

Beim Breitbandausbau in Büren ist eine Lösung in Sicht. Symbolbild/

Beim Breitbandausbau in Büren ist eine Lösung in Sicht. Symbolbild/ Foto: dpa

Büren (WB/han). Im Konflikt um den Glasfaser-Ausbau im Stadtgebiet Büren zeichnet sich eine Lösung ab. Die beiden Unternehmen Innogy und Deutsche Glasfaser (DG), die sich in den vergangenen Wochen in Konkurrenz zueinander um die Kunden bemüht haben , überlegen nun, ihre Netze gegenseitig füreinander nutzbar zu machen.

Wie die Deutsche Glasfaser mit Sitz in Borken am Freitag mitgeteilt hat, können auch ihre Vertragspartner in Wewelsburg, Brenken und Weiberg, wo die Innogy den Ausbau übernimmt, mit Glasfaser bis ins Gebäude (»Fiber to the Home« – FTTH«) versorgt werden. Es sei geplant, dass die Innogy der Deutschen Glasfaser eine so genannte Open-Access-Option auf dem eigenen Netz anbietet.

Lösung erst auf Druck der Bürger

Damit würde sich die Deutsche Glasfaser in Wewelsburg, Brenken und Weiberg auf das Netz der Innogy schalten und so die Kunden versorgen, die bei ihr Verträge abgeschlossen haben. Dazu, so die Deutsche Glasfaser, fänden zurzeit Gespräche statt; es gebe noch rechtliche Fragen zu klären.

Im Gegenzug sei in der Diskussion, dass sich die Innogy in den weiteren sieben Ortsteilen Bürens, in denen die Deutsche Glasfaser den Netzausbau übernimmt, mit ihren Leistungsangeboten auf das Netz der DG aufschaltet.

»Bis auf die noch laufende Nachfragebündelung in der Kernstadt, bei der wir noch alles geben werden, möchten wir hiermit allen Anwohnern, die einen Vertrag bei der Deutschen Glasfaser abgeschlossen haben, mitteilen, dass sie ihren Glasfaseranschluss und gebuchten Tarif bekommen werden«, betont Jordi Nieuwenhuis, Geschäftsführer der DG. Gleichzeitig solle durch den kooperativen Austausch mit der Innogy ein paralleler Netzausbau, der doppelte Tiefbauarbeiten notwendig machen würde, vermieden werden.

»Für die Region ist das sicherlich die beste Entscheidung«, sagt Ralf Kluthe aus Brenken, Sprecher einer Bürgerinitiative, die den Ausbau durch die DG bevorzugt hatte, auf WV-Nachfrage. Schade sei nur, dass die Lösung erst auf Druck der Bürger und nicht durch die Politik, die darin eigentlich ihre Aufgabe hätte sehen sollen, zustande gekommen sei.

Richtiges Signal

Die Kooperation der beiden Unternehmen sei sicherlich ein richtiges Signal, das von der Bürgerinitiative grundsätzlich positiv bewertet werde, so Kluthe. Allerdings seien neben den rechtlichen wohl auch noch technische Fragen zu klären. Seines Wissens nach bietet die DG nämlich Verträge an, deren Leistungen deutlich über die der Innogy hinausgingen.

Die Deutsche Glasfaser müsse ihren Kunden gegenüber sicherstellen, dass die vertraglich vereinbarten Bandbreiten auch bei Nutzung der Innogy-Leitungen erreicht würden. Schließlich, so Kluthe, seien viele Kunden, die etwa von zu Hause aus arbeiten müssten, auf die Bandbreiten angewiesen.

Einzig für die Bürener Kernstadt läuft die Nachfragebündelung der DG noch bis zum Mittwoch, 23. November. Hier müsse die Quote von 40 Prozent Vertragsabschlussquote noch erreicht werden, teilt das Unternehmen mit.

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