Sa., 12.10.2019

Private Bauvorhaben und öffentliche Verkehrsplanung in Bürener Innenstadt Im Stadtkern tut sich etwas

Die Kreuzung Bertholdstraße/Königstraße/Bahnhofstraße soll sicherer werden, der Verkehr besser fließen. Unter anderem aus diesem Grund ändert die Stadt den Bebauungsplan.

Die Kreuzung Bertholdstraße/Königstraße/Bahnhofstraße soll sicherer werden, der Verkehr besser fließen. Unter anderem aus diesem Grund ändert die Stadt den Bebauungsplan. Foto: Hagelgans

Büren (WB/han). Im Bürener Stadtkern stehen bauliche Veränderungen an. Mit privaten aber auch öffentlichen Vorhaben hat sich jetzt der Ausschuss für Bauen, Umwelt und Stadtplanung beschäftigt.

So möchte der Bürener Kaufmann Richard Hesse die beiden Häuser in der Königstraße 6 und 8, von denen eines leer steht, eines zurzeit noch bewohnt ist, abreißen lassen. Entstehen soll dort ein Geschäftshaus mit Büro- und Einzelhandelsflächen. Allerdings schränkt der zurzeit noch gültige Bebauungsplan aus dem Jahr 1990 eine künftige Nutzung des Grundstücks stark ein. Daher soll er, so das Votum, in einem beschleunigten Verfahren geändert werden.

Verkehrssicherheit soll erhöht werden

Die Neuplanung hat der Ausschuss in seiner jüngsten Sitzung außerdem auf den Weg gebracht, um in diesem Bereich, der von vielen Schülern frequentiert wird, den Verkehrsfluss zu verbessern und die Verkehrssicherheit besonders auch für Fußgänger zu erhöhen. So sollen, wie berichtet, an der Kreuzung Bahnhofstraße/Eickhoffer Straße sowie an der Kreuzung Bahnhofstraße/Lindenstraße Kreisverkehre entstehen. Greifen könnten die Maßnahmen aber nur, stellte Fachbereichsleiterin Marita Krause im Ausschuss dar, wenn zugleich auch die Kreuzung Königstraße/Bertholdstraße mit bearbeitet und aufgeweitet werde.

Das Areal, das jetzt neu überplant wird, befindet sich in der Nachbarschaft der Bürener Barockbauten und sollte vor einigen Jahren Standort eines umstrittenen Fachmarktzentrums werden. Nachdem ein Bürgerbegehren dem Projekt ein Ende gesetzt hatte, folgte eine mehrmonatige umfangreiche Bürgerbeteiligung. Unter der Überschrift »Büren-Mitte – neu denken« nahm der Prozess allerdings nicht nur die untere Königstraße, sondern den gesamten Stadtkern in den Blick.

Stadtbild soll sich auch im oberen Bereich der Königstraße verschönern

Verschönern soll sich das Stadtbild künftig auch im oberen Bereich der Königstraße. Das Haus mit der Nummer 25 (neben der Bäckerei und gegenüber der Pfarrkirche St. Nikolaus) soll grundlegend renoviert werden. Im Erdgeschoss möchte der Eigentümer wie auch bisher schon Flächen für den Einzelhandel anbieten. In den beiden darüber liegenden Stockwerken sollen Wohnungen entstehen. Geplant ist zur Straßenseite hin ein so genanntes Zwerchhaus, ein Vorbau mit eigenem Dachgiebel. Auf der Rückseite soll eine zusätzliche Dachgaube entstehen.

Die Ausschussmitglieder begrüßten das Vorhaben. Denn so werde neuer Wohnraum in der Innenstadt geschaffen und zugleich eine Lösung für das Gebäude gefunden, das laut Marita Krause bereits seit zehn Jahren leer steht.

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