Di., 04.02.2020

Postsprecher Rainer Ernzer reagiert auf Kritik an provisorischer Filiale in Büren „Wir suchen mit Hochdruck“

Die provisorische Postfiliale in Büren sorgt für Kritik. Kunden und auch das Unternehmen hoffen auf eine bessere Lösung.

Die provisorische Postfiliale in Büren sorgt für Kritik. Kunden und auch das Unternehmen hoffen auf eine bessere Lösung. Foto: Hagelgans

Büren (WB/han). Unzufrieden mit den Öffnungszeiten und dem Serviceangebot der Post sind zurzeit viele Bürener. Das Unternehmen ist zuversichtlich, demnächst eine bessere Lösung zu finden.

„Mehr schlecht als recht und zudem ohne Postfächer und Postbank“, versuche die provisorische Übergangsfiliale in der Fürstenberger Straße die Lücke zu schließen, die im Herbst vergangenen Jahres durch die Schließung des Standorts im Geschäft Heinrichs entstanden ist.

So kritisiert etwa Bernhard Götte, Bürener mit mehreren Ehrenämtern, in einem offenen Brief an den Bürgermeister. Und auch in sozialen Netzwerken und im öffentlichen Leben wird Kritik laut. Die Öffnungszeiten (aktuell werktags von 15.30 bis 18.30 Uhr, samstags von 10 bis 13 Uhr) seien zu kurz und zudem nicht zuverlässig. Mehrfach hätten Kunden vor verschlossener Tür gestanden. Zudem würden weniger Dienstleistungen als bisher angeboten. Besonders die Postfächer vermissen viele Unternehmer.

Von der Unzufriedenheit mit der so genannten Interimsfiliale in Büren weiß auch Rainer Ernzer, Unternehmenssprecher der Deutschen Post. Und er macht zumindest ein bisschen Hoffnung: „Wir suchen mit Hochdruck nach einer neuen Lösung und sind zuversichtlich, die Interimsfiliale im Laufe dieses Jahres wieder auflösen zu können.“ Das Unternehmen befinde sich in guten Gesprächen mit einem möglichen neuen Filialpartner, darf Ernzer mehr jedoch noch nicht verraten.

„Wir wissen, dass die Situation zurzeit für die Kunden nicht befriedigend ist“, versichert er. Grundsätzlich habe sich das Vorgehen der Post, keine eigenen Filialen mehr zu betreiben, sondern sich in bestehenden Läden anzusiedeln, durchaus bewährt. Vorteile gebe es für alle Beteiligten: Die Geschäftsinhaber profitierten durch mehr Laufkundschaft in ihrem Laden, die Öffnungszeiten für die Kunden verlängerten sich, und die Post müsse keine unwirtschaftlichen eigenen Filialen mehr unterhalten.

Es sei richtig, so Ernzer, dass seitens der Post kein Personal für die zusätzliche Arbeit gestellt werde. Es sei Entscheidung des Partnerunternehmers, das Postangebot mit bestehendem Personal abzudecken oder neue Mitarbeiter einzustellen. Anders verhalte es sich mit den Interimsfilialen, die die Post an sogenannten Pflichtstandorten unterhalte, an denen sie entsprechend ihrem gesetzlichen Auftrag vertreten sein muss. Sie werden von einer eigens gegründeten Tochterfirma der Post so lange betrieben, bis sich ein neuer Unternehmenspartner für eine Filiale in einem bereits ansässigen Geschäft findet.

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