Di., 18.02.2020

Tausende Jecken besuchen Karnevalsabende in den heimischen Dörfern Narren lassen es krachen

Das Leiberger Männerballett ließ es diesmal märchenhaft zugehen. Schneewittchchen eroberte mit ihren sieben Zwergen nicht nur die Bühne, sondern sicherte sich auch den Applaus der etwa 550 Narren in der Schützenhalle.

Das Leiberger Männerballett ließ es diesmal märchenhaft zugehen. Schneewittchchen eroberte mit ihren sieben Zwergen nicht nur die Bühne, sondern sicherte sich auch den Applaus der etwa 550 Narren in der Schützenhalle. Foto: Wieskotten

Kreis Paderborn (WB/eb/bw). Im Kreis Paderborn haben am vergangenen Wochenende tausende Narren fröhlich die fünfte Jahreszeit gefeiert. Eine Zusammenstellung einiger Feierlichkeiten aus Büren, Bad Wünnenberg, Salzkotten und Lichtenau.

Wewelsburg

In Wewelsburg hatte die Freiwillige Feuerwehr den Karnevalsabend auf die Beine gestellt. Dieser ging er, unterstützt von Wewelsburger Vereinen und einer stattlichen Anzahl an Bühnenakteuren, gleich zweimal über die Bühne der Dorfhalle. Am Samstagabend und am Sonntagnachmittag erlebten 1000 Gäste eine turbulente Veranstaltung. Zwei Stunden lang heizten am Samstag 70 Akteure ihrem Publikum ein. Moderiert von Markus Rose, gab es einen bunten Mix aus Tanz, Gags, Büttenreden und Komik.

Hatten die Tänzerinnen der Tanzgarde der Feuerwehr mit ihrem Gardetanz einen spektakulären Auftakt gemacht, endete das Programm mit dem Männerballett der Feuerwehr (diesmal als Wikinger) nicht minder euphorisch. Bernhard Oertel, der als Spreewald-Gurke daher kam, hatte mit seinen Erzählungen schnell die Lacher auf seiner Seite, die Tanzgruppe Prime Time hatte einen tollen Showtanz einstudiert, und die Ohrwürmer boten eine eindrucksvolle Star-Wars-Show mit viel Akrobatik. Die Tanzgarde rockte die Bühne als Blue Divilz, Stefan Kemper präsentierte eine Stand-up-Comedy, und die Tänzerinnen von Time Bomb zeigten einen Eisköniginnen-Showtanz. Der Sonntag war als Familientag gedacht. Dabei gab es einen bunten Mix aus Teilen des Abendprogramms und Darbietungen der Kinder.

Leiberg

550 Narren ließen sich in Leiberg das Top-Ereignis „Türkei-Helau“ unter der Leitung des Sitzungspräsidenten Rolf Schäfer sowie Jörg Schäfer und Markus Sprenger von der Leiberger Kolpingsfamilie nicht entgehen. Dabei waren 90 Akteure beim Karnevalsball in der Schützenhalle Garant für Stimmung und Qualität. Das närrische Volk bewies ebenso Freude an Verkleidung und Kreativität mit Nadel und Faden. Ihren Besuch statteten auch der Karnevals-Club Essentho, Bürgermeister Christoph Rüther und Altprinz Wolfgang Ebbers mit weiteren Karpke-Narren ab. Mit einem zündenden Gardetanz der Kleinen Funken aus Leiberg eröffnete der Sitzungspräsident das Programm. Ein Höhepunkt war der Gardetanz des Solomariechens Pia und der Blauen Funken.

Mit einer kräftigen Prise Humor präsentierten sich wortreich Adele und Adelchen (Rolf Schäfer und Sandra Hesse). Neuer Professor Unweis ist der sympathische Leiberger Hartmut Schmidt. Grundlage dieser Auszeichnung ist ehrenamtliches Engagement im Heimatort. Bei der Kostümprämierung hatten die Leiberger Weihnachtsmänner und Weihnachtsfrauen (mit ihren beleuchteten Tüllröcken) die Nase vorn. Platz 2 errang die Gruppe Beaker aus der Muppet Show, und Platz 3 ging an die Dance Monkeys. Das Weiberballett und der Revue-Tanz der Blauen Funken entpuppten sich als Publikumsrenner und waren an Effekten und Kostümkreativität nicht zu überbieten. Das Leiberger Männerballett platzierte das Trainerinnen-Team Wiemers/Stratmann/Uhle in eine Märchenwelt. Mit der Leichtfüßigkeit des hüpfenden Schneewittchens kam die gespielte Handlung beim Publikum sofort an.

Thüle

Im Schafstall auf dem Bauernhof ging der Büttenabend in Thüle los. Präsident Michael Rose freute sich über ein ausverkauftes Bürgerhaus. Der Saal tobte bei jedem Programmpunkt, ein Highlight jagte das nächste. Schützenkönig Fabian Kamp und seine Königin Christine wurden bei der Proklamation zu Karnevalsprinz und Prinzessin gekürt. Zusammen mit dem Hofstaat brachten sie eine Kreuzfahrt mit dem Traumschiff auf die Bühne und begeisterten mit reichlich bekannter Musik. Der Thüler Karnevalsverein „Half un Half“ feiert in diesem Jahr sein 20-jähriges Bestehen nach der Neugründung im Jahr 2000. „Wir haben uns immer weiter entwickelt, stets gesteigert und verbessert. Es ist einem unglaublich verlässlichen Team geschuldet, dass der Karneval in Thüle so beliebt und beständig ist“, freute sich Präsident Michael Rose, der den Abend erneut moderierte. Eine besondere Freundschaft entstand mit den Jecken des Paderborner Karnevalsvereins Hasi Palau, die mit einer kleinen Abordnung zum ersten Mal den Thüler Büttenabend besuchten. Das überragende Senne Duo, das bereits zum 20. Mal in Thüle gastierte, überraschte Prinz Stefan und seine Moni sogar mit den Heimatsongs der Stadt Paderborn und des SCP 07. Neben den Thüler Gruppen Rot-Weiße-Funken, Spielschar, Schützen und den „Flying Dancers“ gaben die Salzkottener Jugendgarde, Tanzgarde und Sälzer Jungs sowie die Scharmeder Showtanzgruppe furiose Darbietungen zum Besten.

Kleinenberg

Am Ende des Programms der 42. Blau-Weißen-Nacht kam Ulrike Hibbeln-Sicken in der Kleinenberger Schützenhalle eine besondere Aufgabe zu: Die Vorsitzende des Sportvereins DJK Kleinenberg zeichnete ihre Jecken mit dem Narren-Diplom aus. Zuvor hatten mehr als 100 Akteure unter dem Motto „Leben, Lernen, Lachen – Kleinenbergs lässt’s krachen“ mit einer bunten Mischung aus Tanz und Redebeiträgen für ausgelassene Stimmung gesorgt. In den Fokus rückte dabei immer wieder das Klassenzimmer des Festausschusses, in dem Matthias Weltken alias Donald Trump die Weltpolitik auf eine bäuerliche Betrachtungsweise herunterbrach, Jochen Dickgreber lebendige Kunst mit Statisten aus dem Publikum produzierte und sich die Akteure mit Boomwhakers sogar im Fach Musik Bestnoten verdienten. Der Kleinenberger Bote garnierte das von Christoph Rücker und Rosanna Fermo moderierte Programm mit den Kuriositäten des Dorflebens, und der Jugendshowblock hatte bei zwei Sketchen die Lacher auf seiner Seite. Mit neun Tänzen kam auf der Bühne auch der Sport nicht zu kurz. Applaus verdienten sich dabei die gleich fünf vereinseigenen Tanzgarden, und auch die zwei Tanzgruppen der Deutschen Wanderjugend überzeugten. Die Little-Mountain-Group sorgte derweil mit einem Standbild aus mehr als 30 Personen für Staunen, und die Tanzgruppe Beatbreakers aus Bonenburg brachte bei ihrem Gastauftritt in abgedunkelter Halle Licht ins Dunkel.

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