Antrag könnte schon in der kommenden Woche gestellt werden
Flughafen Paderborn-Lippstadt steht vor der Insolvenz

Büren (WB/in). Der Flughafen Paderborn-Lippstadt wird voraussichtlich in Kürze Insolvenz in Eigenverwaltung beantragen. Wie das WESTFALEN-BLATT erfuhr, hat dem eine große Mehrheit im Aufsichtsrat – Ausnahme: Kreis Soest – zugestimmt.

Sonntag, 20.09.2020, 20:55 Uhr aktualisiert: 20.09.2020, 21:16 Uhr
Der Flughafen Paderborn-Lippstadt in Büren-Ahden im Kreis Paderborn. Foto: Jörn Hannemann
Der Flughafen Paderborn-Lippstadt in Büren-Ahden im Kreis Paderborn. Foto: Jörn Hannemann

Einen formellen Beschluss gab es nicht, da das Thema bei der kaum einstündigen Sitzung am Freitag offiziell nicht auf der Tagesordnung gestanden hatte.

Geschäftsführer Marc Cezanne , der sich dazu am Sonntag nicht äußern wollte, schloss auf Nachfrage nicht aus, dass er schon in der kommenden Woche Insolvenz beantragen könnte.

Geschäftsführer Dr. Marc Cezanne.

Geschäftsführer Dr. Marc Cezanne. Foto: Jörn Hannemann

Insidern zufolge brächte ein früher Antrag dem einzigen Regionalflughafen in Ostwestfalen-Lippe einen finanziellen Vorteil von 600.000 Euro.

Bei Insolvenz in Eigenverwaltung bleibt das Management im Amt. Sie kommt in der Regel dann zustande, wenn eine begründete Hoffnung auf Weiterführung des Unternehmens besteht. Ein Konzept, wie der Flughafen künftig nach einer Restrukturierung mit einer reduzierten Zahl von vielleicht noch 300.000 Passagieren über die Runden kommen soll, wurde von der Geschäftsführung bereits erarbeitet und im Aufsichtsrat diskutiert

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