Broschüre „Zeit-Sprünge“ zum Bürener Stadtjubiläum erschienen
Reiseführer in die Vergangenheit

Büren (WB/eb). Reisen in die ferne (oder nicht ganz so ferne) Vergangenheit Bürens ermöglicht das Büchlein „Zeit-Sprünge“, das die Stadt zum 825-jährigen Bestehen Bürens herausgibt.

Dienstag, 29.09.2020, 03:00 Uhr
Bürgermeister Burkhard Schwuchow freut sich mit dem Autorenteam und Unterstützern über das neue historische Magazin „Zeit-Sprünge“: Matthias Rickling, Jürgen Kemper (Fotofreunde), Gregor Lemm (Heimatverein Büren e.V.), Marianne Witt-Stuhr (Stadtmarketing), Dr. Björn Czeschick (Freundeskreis Rechtsgeschichte Münster e.V.), Reinhard Kurek (St. Sebastian Schützenbruderschaft Büren), Dr. Bastian Gillner (Landesarchiv NRW), Anke Hammerström (Stadtmarketing), Andreas Rüdiger (Bürgerstiftung), Ortsvorsteher Wigbert Löper, Dr. Sven Spiong (LWL-Archäologie für Westfalen) und Heike Bürckner (Bürgerstiftung). Foto: Hans Büttner
Bürgermeister Burkhard Schwuchow freut sich mit dem Autorenteam und Unterstützern über das neue historische Magazin „Zeit-Sprünge“: Matthias Rickling, Jürgen Kemper (Fotofreunde), Gregor Lemm (Heimatverein Büren e.V.), Marianne Witt-Stuhr (Stadtmarketing), Dr. Björn Czeschick (Freundeskreis Rechtsgeschichte Münster e.V.), Reinhard Kurek (St. Sebastian Schützenbruderschaft Büren), Dr. Bastian Gillner (Landesarchiv NRW), Anke Hammerström (Stadtmarketing), Andreas Rüdiger (Bürgerstiftung), Ortsvorsteher Wigbert Löper, Dr. Sven Spiong (LWL-Archäologie für Westfalen) und Heike Bürckner (Bürgerstiftung). Foto: Hans Büttner

Es ist prall gefüllt mit 200 Bildern und vielen Texten zur Geschichte. Vorgestellt werden sollte es eigentlich im Rahmen einer großen Feier zum Stadtjubiläum während des Moritzmarktes. Doch wie in so vielen Fällen machte hier das Coronavirus die schönen Pläne zunichte. Dennoch ist das Magazin „Zeit-Sprünge“ jetzt erhältlich und lädt zu Ausflügen in Bürens Vergangenheit ein.

In unterhaltsamen Textbeiträgen schildern die Autoren gleichermaßen spannende wie informative Facetten der Stadtgeschichte. Unter anderem geht es um Archäologie im Bürener Stadtgebiet, um das Schützenwesen, die Hexenprozessen und natürlich um den Stadtvater, den Edelherrn Moritz von Büren. Erstmals wird auch die Zeit der Nato-Kaserne Stöckerbusch beleuchtet. Unter der Überschrift „Der kalte Krieg vor unserer Haustür“ fasst Autor Reinhard Kurek seine Recherchen zu diesem spannenden Thema zusammen.

Neun Autoren haben gemeinsam mit den Bürener Fotofreunden ein Jahr lang an dem Werk gearbeitet. Unter der Regie des Bürener Stadtmarketings und begleitet von Redakteur Matthias Rickling wurde das 99 Seiten umfassende Werk zusammengestellt. Die Leser werden mitgenommen auf eine Reise in die Geschichte der Stadt, die im Jahr 1195 erstmals urkundlich erwähnt wird.

In zehn kurzen Episoden nehmen die Autoren die Leser mit in die 825-jährige Historie der ehemaligen Residenzstadt Büren. „Wer durch die 99 Seiten des Buches blättert, fühlt sich mitgenommen auf eine Zeitreise durch die Jahrhunderte. Gemeinsam mit Autoren und Fotografen aus den unterschiedlichsten Fachgebieten haben wir eine facettenreiche Betrachtung geschaffen, die neue Blickwinkel in die ereignisreiche Historie unserer Stadt bringt“, betont Marianne Witt-Stuhr, Leiterin des Bürener Stadtmarketings . Das Buch vermittele gut lesbar im Magazinstil viel Wissenswertes über die Geschichte, gespickt mit Anekdoten, spannenden Fakten und Zeitzeugenberichten. Die gründlich recherchierten Beiträge des Autorenteams erzählen interessante, manchmal bisher unerforschte Geschichten aus einer vergangenen Lebenswelt.

Bereichert wird die Broschüre durch das Engagement der Bürener Fotofreunde, die eine Gegenüberstellung von historischen und aktuellen Fotomotiven aus nahezu der gleichen Perspektive erarbeitet haben. Für alle, die zur Lektüre auch die Region erkunden wollen, bietet das Magazin außerdem touristische Hinweise und Themenrouten an. So kann man beispielsweise auf dem Jesuiten-Pfad auf den Spuren des letzten Edelherren Moritz durch das Bürener Land wandern und die Spuren einer reichen Geschichte direkt vor Ort entdecken.

Alle Autoren haben sich durch Grundlagenarbeit oder eigene wissenschaftliche Forschungen oftmals neu mit ihrem Thema auseinandergesetzt: „Von der Steinzeit bis zum kalten Krieg gibt es ganz unterschiedliche Beiträge. Neben Hexenwahn, Schützengilden, Reformation und Bürener Gerichtsgeschichte nimmt die Broschüre auch besondere Orte und Personen in den Blick, die unsere Stadtgeschichte besonders geprägt haben“, weiß Andreas Rüdiger von der Bürener Bürgerstiftung.

So berichtet Gregor Lemm vom Heimatverein über Bürens Wasserversorgung in der Vormoderne. Die dafür erforderlichen hölzernen Rohre wurden in der Bohrmühle an der Afte aus Baumstämmen hergestellt. Ein eigenes Kapitel hat auch Bürens letzter Edelherr, Moritz von Büren, bekommen, der seinen Familienbesitz inklusive der Herrschaft den Jesuiten vermachte und bis heute in der barocken Bürener Stadtkulisse seine Spuren hinterlassen hat.

Die Broschüre ist auf den Internetseiten der Stadt Büren (www.bueren.de) digital abrufbar. und liegt ab dem 1. Oktober im Stadtmarketing aus. Gefördert wird das Projekt, das durch Vorträge und Führungen ergänzt werden soll, durch den Heimatscheck des Landes NRW. Unterstützt wurden die Arbeiten durch die Bürener Bürgerstiftung, den Altertumsverein Paderborn und die Touristikgemeinschaft Bürener Land. Die Abgabe der Broschüre erfolgt kostenlos. Der Heimatverein Büren freut sich aber über eine kleine Spende. Eine Spendendose ist aufgestellt.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.
 
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7607101?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198401%2F2851064%2F
Brandsatz vor Tönnies-Villa: Paar festgenommen
An dieser Zufahrt zum Anwesen der Familie Tönnies wurden die verdächtigen Gegenstände gefunden. Foto: Christian Althoff
Nachrichten-Ticker