Land NRW fördert Projekt des Heimatvereins Büren – Ministerin Scharrenbach übergibt symbolischen Scheck
Unikum bekommt ein neues Mühlrad

Büren -

Den Förderbescheid für ein neues Mühlrad hat Ministerin Ina Scharrenbach (Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen), persönlich an den Heimatverein an der Bohrmühle in Büren übergeben. Das Museum „Mittelmühle und Bohrmühle“ erfreut sich großer Beliebtheit und ist ein wichtiges Merkmal im historischen Stadtbild.

Montag, 19.04.2021, 00:30 Uhr
Der Zuwendungsbescheid für ein neues, historisches Mühlrad hat Büren erreicht: (von links): Bernhard Hoppe-Biermeyer (Landtagsabgeordneter für das Paderborner Land), Ortsheimatpfleger Hans-Josef Dören, Mühlenwart Gregor Lemm, Ortsvorsteher Wigbert Löper, Bürens Bürgermeister Burkhard Schwuchow, Ina Scharrenbach (Ministerin des Landes Nordrhein-Westfalen) sowie Reinhold von Rüden (Vorsitzender des Heimatvereins Büren).
Der Zuwendungsbescheid für ein neues, historisches Mühlrad hat Büren erreicht: (von links): Bernhard Hoppe-Biermeyer (Landtagsabgeordneter für das Paderborner Land), Ortsheimatpfleger Hans-Josef Dören, Mühlenwart Gregor Lemm, Ortsvorsteher Wigbert Löper, Bürens Bürgermeister Burkhard Schwuchow, Ina Scharrenbach (Ministerin des Landes Nordrhein-Westfalen) sowie Reinhold von Rüden (Vorsitzender des Heimatvereins Büren). Foto: Stadt Büren

Den Förderbescheid für ein neues Mühlrad hat Ministerin Ina Scharrenbach (Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen), persönlich an den Heimatverein an der Bohrmühle in Büren übergeben. Das Museum „Mittelmühle und Bohrmühle“ erfreut sich großer Beliebtheit und ist ein wichtiges Merkmal im historischen Stadtbild.

Zusammen mit dem 1. Vorsitzenden des Heimatvereins, Reinhold von Rüden, freut sich auch Bürgermeister Schwuchow über die Förderung. „Schon unsere Vorfahren wussten die Energie natürlicher Gegebenheiten zu nutzen“, so Schwuchow. „Damit ist die Mühle nicht nur Erinnerung an Vergangenes, sondern auch Vorbild für die Zukunft.“ Die Stadt Büren ist Eigentümerin der Bohrmühle und unterstützte den Heimatverein im Förderverfahren.

Mit viel Liebe, Zeitaufwand und Sachverstand rekonstruieren, pflegen und erhalten die Aktiven im Heimatverein die beiden Mühlen. Das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen möchte dieses freiwillige Engagement unterstützen und fördert im Rahmen des Förderprogramms „Heimat. Zukunft. Nordrhein-Westfalen. Wir fördern was Menschen verbindet.“ in der Unterkategorie „Heimat-Zeugnis“ die Anschaffung des neuen Mühlrads mit 90 Prozent der anfallenden Kosten. Die Gesamtinvestition beträgt 128.300 Euro.

Einen Eigenanteil leistet der Heimatverein über Geldmittel und Arbeitsleistung. „Büren hat hier ein Unikum eines technischen Baudenkmals – etwas Besonderes“, so die Ministerin des Landes NRW bei ihrem Besuch vor Ort. „Ein Mühlrad braucht Wasser und in diesem Fall auch Geld, um die Bohrmühle wieder zum Leben erwecken. Das Land Nordrhein-Westfalen leistet sehr gerne diese angemessene Unterstützung.“

Bohrmühle ist einzigartig

In den Almeauen in Büren, direkt gegenüber der Mittelmühle, liegt die Bohrmühle. Seit dem 17. Jahrhundert wurden in dieser Mühle Baumstämme zu Wasserrohren verarbeitet. Ein großer Bohrlöffel höhlte Baumstämme der Länge nach von innen aus. Diese Holzrohre versorgten die „Kümpe“ (Wasserschöpfbecken) der Stadt mit frischem Wasser aus einer Quelle oberhalb der Stadt. Angetrieben wurde der Bohrer über eine Mechanik, die mit dem Mühlrad verbunden war. Dieses Mühlrad, das durch die Fließkraft des Mühlgrabens in Bewegung gebracht wird, soll nun erneuert werden.

Die „Bohrmaschine“ wurde hierfür bereits in Teilen rekonstruiert. Mit dem Mühlrad, das nun dank der Förderung gebaut wird, kann der Bohrvorgang für die Besucher komplett dargestellt werden. Auch wird es möglich sein, dieses alte und vergessene Handwerk praktisch zu erforschen und zu dokumentieren. Die Bohrmühle in Büren ist laut Deutschem Mühlenverzeichnis die einzige noch erhaltene ihrer Art. Zudem bekommt Büren als frühere Stadt der Mühlen (bis zu 10 Wassermühlen) nach langen Jahren endlich wieder ein Mühlrad ins Stadtgebiet.

Wenn möglich, soll das Mühlrad noch in diesem Jahr gebaut werden. Es wird nach historischen Vorgaben etwa 3,60 Meter Durchmesser haben. Um die Lebensdauer zu erhöhen und die Wartungskosten gering zu halten, hat der Heimatverein zusammen mit der Denkmalbehörde entschieden, das Mühlrad aus Cortenstahl zu bauen.

Die Mühle ist regelmäßig geöffnet, beispielsweise am Deutschen Mühlentag (Pfingstmontag). Weitere Termine und Angebote für Führungen gibt es unter www.bohrmühle.de

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