4000 Gläubige kommen zur Delbrücker Kreuztracht am Karfreitag - mit Video
Vom Fallen und Wiederaufstehen

Delbrück (WB). Verbundenheit und Verbindungen, das waren die Themen, die im Mittelpunkt der Delbrücker Kreuztracht am Karfreitag standen. Mehr als 4000 Gläubige nahmen an der Traditionsveranstaltung teil.

Freitag, 30.03.2018, 12:51 Uhr aktualisiert: 30.03.2018, 17:55 Uhr
Der anonyme Jesus-Darsteller trug das Kreuz von der Pfarrkirche an den sieben Fußfällen vorbei bis zur Kreuzkapelle. Foto: Besim Mazhiqi
Der anonyme Jesus-Darsteller trug das Kreuz von der Pfarrkirche an den sieben Fußfällen vorbei bis zur Kreuzkapelle. Foto: Besim Mazhiqi

Verbunden auf ganz unterschiedliche Arten sei er mit dem diesjährigen Prediger, dem Jesuitenpater Martin Stark aus München, sagte Pastor Bernd Haase, als er die Gäste nach den Gebeten an den sieben Fußfällen an der Kreuzkapelle begrüßte. Sie stammten nicht nur beide aus dem Sauerland, sie seien auch ein Jahrgang und hätten vor 31 Jahren gemeinsam ihr Theologiestudium in Paderborn begonnen.

Tausende Gläubige begleiten Kreuztracht in Delbrück

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»Das Leben hat uns danach auf unterschiedliche Wege geführt und ich freue mich, dass diese Wege heute zumindest für einen Tag wieder zueinander finden«, sagte Haase.

Weit mehr als ein »religiöses Schauspiel«

Über Verbundenheit und Verbindungen, vor allem über die Bedeutung des Kreuzes für die Menschen predigte anschließend auch Martin Stark, der bilanzierte, die Kreuztracht sei weit mehr als »ein religiöses Schauspiel«. Vielmehr lade der Karfreitag dazu ein, sich dem Kreuz anzunähern: »Der anonyme Jesus-Darsteller hat uns mitgenommen und uns die Wirklichkeit mit all ihrer Rohheit und Grausamkeit, die Menschen anderen Menschen antun, vor Augen geführt.«

Die Kreuztracht diene dazu, sich einzufühlen in das Karfreitags-Ereignis: »Hineinzufühlen auch in die Verspottung, die Geißelung, hineinzufühlen in das Straucheln, das Fallen, aber auch in das Wiederaufstehen.«

Die Frage nach dem Warum

Das Kreuz Jesu sei »eine einzige Frage an uns: Die Frage nach dem Warum.« Die Kreuztracht in Delbrück sei seit 1647 Ausdruck dafür, dass das Kreuz der Wendepunkt für die Wege aller Menschen sei, auch wenn heutzutage kontrovers darüber diskutiert werde, ob man die Kreuzigungsszene so, in all ihrer Grausamkeit, noch in der Öffentlichkeit zeigen sollte.

Viele spürten wenig Verbundenheit zum Kreuz, zögen achtlos vorüber. »Diese Frage sollten Sie sich stellen«, sagte Martin Stark: »Gehöre ich zu jenen, die schnell vorbeigehen, um zur Tagesordnung überzugehen?« Oftmals seien es die Kranken, Alten, Vertriebenen, Einsamen, Trauernden, aber auch Menschen, die spürten, dass sie Schuld auf sich geladen haben, die eben nicht achtlos am Kreuz vorbeizögen, sondern Verbundenheit und Verbindungen spürten: »Es kommen und bleiben die, die in Jesus am Kreuz unermessliche Barmherzigkeit erkennen«, sagte Martin Stark.

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