Fr., 13.04.2018

Zwei Delbrücker Geschäftsleute sind auf Straßen NRW gar nicht gut zu sprechen Kreisel-Bau: Landesbetrieb steht in der Kritik

Blick auf die Baustelle »neuer Kreisverkehr« am westlichen Delbrücker Stadtrand.

Blick auf die Baustelle »neuer Kreisverkehr« am westlichen Delbrücker Stadtrand.

Delbrück (WB/spi). Heftige Kritik am Landesbetrieb Straßen NRW hat am Mittwochabend in der Sitzung der Delbrücker Marketinggemeinschaft (Demag) der Geschäftsführer des Baustoffmarktes Westerhorstmann sowie des Baumarktes Obi in Delbrück, Bernhard Westerhorstmann, geäußert.

Unterstützt wird er vom Geschäftsführer des Verbrauchermarktes Marktkauf Kosche in Delbrück, Henry Kosche. Sie werfen dem Landesbetrieb vor, im Zusammenhang mit der Großbaustelle zur Neuanlage des Kreisverkehrs Lange Straße/Lippstädter Straße/Westenholzer Straße/Auf- und Abfahrt zur B64 wenig Fingerspitzengefühl, dafür aber Sturheit zu zeigen.

»Wir haben dort Hinweisschilder aufgestellt, um insbesondere unseren auswärtigen Kunden deutlich zu machen, wie sie uns während der Bauphase am besten erreichen können. Straßen NRW hat die Schilder bis auf ein kleines entfernt. Uns geht es doch gar nicht um plumpe Reklame für unsere Märkte, sondern wirklich darum, auswärtigen Kunden den Umleitungsweg zu uns zu erleichtern,« verdeutlichte Westerhorstmann.

Stadt um Unterstützung gebeten

Der Geschäftsmann holte noch weiter aus: »Das Werbeschild der bauausführenden Tiefbaufirma an gleicher Stelle ist dagegen stehen gelassen worden. Daran sieht man, dass es Straßen NRW offenbar gar nicht um eine Lösung oder die Sache geht. Hier will man wohl zeigen, wem die B 64 gehört. Rücksicht auf Arbeit, Arbeitsplätze, Steuerzahler, wird nicht genommen. Die Begründung war, es könnten doch alle wie vorher auch von der B 64 fahren. Das ist aufgrund der Baustellenhinweise mit allesamt durchgestrichenen Wegführungen allerdings de facto unsinnig. Ortskundige und Delbrücker wissen das und wissen auch, dass sie uns nach wie vor gut erreichen können. Kunden von auswärts aber eben nicht! Die fahren nicht einfach in einen Bereich ein, wo auf Wegeführungsschildern alles durchgestrichen ist.«

Westerhorstmann und Kosche haben die Stadt Delbrück um Unterstützung in dieser Angelegenheit gebeten. Die Stadt hat mit dem Landesbetrieb Kontakt aufgenommen und laut Westerhorstmann auch schon Antwort bekommen. Demnach sehe der Landesbetrieb eine Ausschilderung am Abfahrtsarm der B64 für nicht erforderlich und insbesondere als unzulässig an.

Die Stadt hat nun angeboten, Höhe Marktkauf ein wesentlich größeres Schild aufzustellen, da das Areal dort im Verantwortungsbereich der Stadt Delbrück liege. Zumindest von der Langen Straße aus werde dann auch auswärtigen Kunden deutlicher, dass man vom Marktkauf ohne Problem Richtung Obi fahren kann.

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