Unfallschwerpunkt in Delbrück soll entschärft werden – Blitzer wird aufgebaut
Westenholzer fordern Kreisel

Delbrück (WB/al). Es wurden bereits Stoppschilder aufgestellt und Tempolimits angeordnet, ein fester »Blitzer« ist geplant – trotzdem kommt es regelmäßig an der Kreuzung Westenholzer/Wulfhorster Straße zu schweren Unfällen. Politiker und Anwohner fordern jetzt weitere Maßnahmen – am liebsten einen Kreisverkehr.

Samstag, 02.06.2018, 14:00 Uhr
Weitere verkehrsregelnde Maßnahmen für den Unfallschwerpunkt Westenholzer/Wulfhorster Straße fordern zahlreiche Westenholzer, darunter Bernhard Wissing (vorne von links), Norbert Börnemeier, Ursula Schormann und Claudia Stallein. Foto: Axel Langer
Weitere verkehrsregelnde Maßnahmen für den Unfallschwerpunkt Westenholzer/Wulfhorster Straße fordern zahlreiche Westenholzer, darunter Bernhard Wissing (vorne von links), Norbert Börnemeier, Ursula Schormann und Claudia Stallein. Foto: Axel Langer

Immer wieder ist es in der Vergangenheit im Kreuzungsbereich Westenholzer Straße/Wulfhorster Straße zu schweren Verkehrsunfällen gekommen. Immer wieder gab es schwer verletzte Personen oder gar Todesopfer zu beklagen . Inzwischen wird der Kreuzungsbereich als Unfallschwerpunkt eingestuft und erste Maßnahmen wurden getroffen. Diese gehen den Anwohnern und der Westenholzer CDU nicht weitgenug.

Stoppschilder und Tempolimits brachten keine Verbesserung

Bislang getroffenen Verkehrsregulierungen greifen nach Ansicht der Anwohner nicht und konnte die Unfallserie nicht stoppen. Allein innerhalb des vergangenen Jahres forderten die Unfälle im großzügig ausgebauten Kreuzungsbereich zwei Todesopfer sowie mehrere Schwerverletzte. Der letzte Unfall ist gerade eine Woche her. Hier zogen sich drei Menschen schwere Verletzungen zu. »Diese Kreuzung wird inzwischen als Unfallschwerpunkt von den Behörden gesehen«, informierte Kreistagsmitglied Bernhard Wissing, machte sich aber gleichzeitig für weitere Maßnahmen stark.

Im Laufe der Jahre wurden die Einmündungen der beiden untergeordneten Kreisstraßen Mühlenheider Straße und Wulfhorster Straße mit Stoppschildern versehen. »Allerdings halten sich die meisten Autofahrer nicht an die Beschilderung«, hat ein Anwohner beobachtet. Nach dem tödlichen Verkehrsunfall wurde die Geschwindigkeit auf der übergeordneten Landstraße, der Westenholzer Straße, auf 70 Stundenkilometer herabgesetzt. Allerdings haben sich nach Auskunft von Bernhard Wissing die Unfallzahlen seitdem nicht reduziert. Die Geschwindigkeitsbegrenzung auf der Westenholzer Straße wird künftig durch eine stationäre Geschwindigkeitsüberwachungsanlage kontrolliert. »Allerdings wird der Blitzer wohl erst zum Jahresende aufgestellt« erklärte Bernhard Wissing bei einem Ortstermin mit zahlreichen Anwohnern.

Fester »Blitzer« soll dieses Jahr installiert werden

Die Errichtung eines Blitzers ist jedoch nach Ansicht vieler Anwohner nicht die richtige Maßnahme, um die Unfallhäufigkeit zu reduzieren. »Für die meisten Unfälle sind Vorfahrtsverletzungen ursächlich. Ein Blitzer verhindert da keine Unfälle, er mindert vielleicht die Folgen«, so Ratsmitglied Heiner Lübbers und fordert die Prüfung kurzfristiger Maßnahmen.

Diese könnten aus auf die Fahrbahn aufgemalten Schwellern bestehen. Je näher man an die Kreuzung herankommt, desto geringer die Abstände zwischen den Schwellern. Beim Überfahren sorgen diese leichten Erhöhungen für mehr Aufmerksamkeit und machen so auf eine Gefahrensituation aufmerksam.

Langfristig sehen die Westenholzer einen Kreisverkehr als ideale Lösung an. »Ein Kreisverkehr reduziert die Geschwindigkeiten, hält den Verkehr trotzdem flüssig und entschärft die gesamte Verkehrsführung«, macht sich Ursula Schormann für eine bauliche Lösung stark. »Hier sind Straßen NRW und der Kreis als Straßenbaulastträger gefordert«, sagt sie. »Umso wichtiger sind kurzfristige Maßnahmen«, betont Ursula Schormann. Die CDU-Ratmitglieder aus Westenholz kündigten für die nächste Sitzung des Delbrücker Bauausschusses am 4. Juli einen entsprechenden Antrag an.

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