Bau eines Kreisverkehrs in Westenholz ist nicht ausgeschlossen
Ziel: Kreuzung entschärfen

Delbrück (WB). Weil alle bisherigen Maßnahmen zur Entschärfung des unfallträchtigen Kreuzungsbereiches Westenholzer Straße/Mühlenheider Straße/Wulfhorster Straße westlich von Westenholz keine durchgreifende Verbesserung gebracht haben, wird jetzt der Bau eines Kreisverkehrs geprüft .

Freitag, 06.07.2018, 11:00 Uhr
Immer wieder werden Rettungskräfte, Notarzt, Polizei und Feuerwehr zur Kreuzung Westenholzer Straße/Wulfhorster Straße/Mühlenheider Straße gerufen. Hier ereignen sich häufig folgenschwere Unfälle, wie hier beispielsweise Ende April. Foto: Axel Langer
Immer wieder werden Rettungskräfte, Notarzt, Polizei und Feuerwehr zur Kreuzung Westenholzer Straße/Wulfhorster Straße/Mühlenheider Straße gerufen. Hier ereignen sich häufig folgenschwere Unfälle, wie hier beispielsweise Ende April. Foto: Axel Langer

Das bestätigte Bürgermeister Werner Peitz am Mittwochabend in der Sitzung des Bauausschusses. Heiner Lübbers und Ludolf Noje hatten für die CDU einen Antrag eingebracht. Ziel: Bau eines Kreisverkehrs oder einer Ampelanlage, um dadurch die Kreuzung, die auch behördlicherseits als Unfallhäufungspunkt in den Akten steht, sicherer zu machen.

Kurzfristig könnten stationäre »Blitzer« helfen

Trotz aufgestellter Stoppschilder an den Einmündungen der Kreisstraßen Wulfhorster Straße und Mühlenheider Straße auf die Landstraße Westenholzer Straße und trotz der Anordnung »Tempo 70« auf der Westenholzer Straße ist es in jüngerer Vergangenheit weiterhin zu folgenschweren Unfällen gekommen. Lübbers sagte, es müsse auch schon kurzfristig mehr getan werden, um die Unfallhäufigkeit mit geeigneten Maßnahmen reduzieren zu können.

Bürgermeister Werner Peitz sagte, es habe inzwischen einen Behördentermin gegeben. Ein Ergebnis: Die Einrichtung stationärer »Blitzer« werde vorangetrieben. Die Anlagen, im Volksmund Starenkästen genannt, könnten Ende 2018/Anfang 2019 aufgestellt werden. Gleichzeitig werde der Bau einer Kreisverkehranlage geprüft. Ohne die Inanspruchnahme bisher privater Grundstücke an den Kreuzungsarmen sei ein Kreisel allerdings nicht zu realisieren.

Grundstückseigentümer müssten für Kreisel Flächen verkaufen

Beim Behördentermin ist die Stadt Delbrück gebeten worden, mit den Grundstückseigentümern Kontakt aufzunehmen und dabei zu prüfen, inwieweit die Anlieger bereit sind, die für einen Kreiselbau erforderlichen Flächen zu verkaufen.

Auf Anfrage dieser Zeitung sagte Peitz am Donnerstag, es gehe um keinen größeren Geländebedarf. Er schätzt, dass es sich um jeweils etwa 50 bis 100 Quadratmeter handelt.

Weiter sagte der Bürgermeister: »Sofern die Eigentümer nicht bereit sind, entsprechende Grundstücke zu veräußern, könnten bis zum Beginn der Baumaßnahme Kreisel allerdings zwischen 10 und 15 Jahre vergehen.«

Politiker mit »im Boot«

Deshalb sei beim Behördengespräch vorgeschlagen worden, gegebenenfalls die Westenholzer Politik mit ins Boot zu holen, um hier die Bereitschaft der Anlieger hinsichtlich des Grundstücksverkaufs zu klären. Sollte sich herausstellen, dass gute Chancen bestehen, den Kreisel in absehbarer Zeit bauen zu können, würde eventuell auf Blitzeranlagen verzichtet.

Noch weiter verbessert werden soll allerdings vorab die Beschilderung an der gefährlichen Kreuzung: Stoppschild rechts, Stoppschild links und außerdem ein neues Schild durch sogenannte Höhenaufhängung. Gegebenenfalls sollen auch Piktogramme zur Vorankündigung auf die Straßen gemalt werden. Polizei und Kreis Paderborn wollen außerdem verstärkt Tempokontrollen durchführen.

Mattiza: »Menschliches Versagen ist oft Unfallursache«

Dass es an dieser Kreuzung so häufig »kracht«, ist nach Angaben von Werner Mattiza (Stadtverwaltung) hauptsächlich darauf zurückzuführen, dass die schon aufgestellten Stoppschilder missachtet werden. »Das ist menschliches Versagen«, bedauert Mattiza. Fakt sei außerdem, dass auf der Westenholzer Straße trotz aufgestellter Schilder »Tempo 70« nach wie vor einige Autofahrer regelrecht rasen.

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