Do., 04.10.2018

Delbrücker Gesamtschüler werden für die Gefahr des toten Winkels sensibilisiert Unbemerkt im Schatten des LKW

Die Lehrer Sebastian Wall und Marco Grimm, Bürgermeister Werner Peitz, Schulleiterin Theresia Diekmann-Brusche, Johannes Wiesing vom Bauzentrum Westerhorstmann, Oliver Maik der Abteilungsleiter der Jahrgänge fünf und sechs und Guido Müller vom Bauzentrum Westerhorstmann mit der Klasse 5g, die die Gefahren des toten Winkels kennengelernt haben.

Die Lehrer Sebastian Wall und Marco Grimm, Bürgermeister Werner Peitz, Schulleiterin Theresia Diekmann-Brusche, Johannes Wiesing vom Bauzentrum Westerhorstmann, Oliver Maik der Abteilungsleiter der Jahrgänge fünf und sechs und Guido Müller vom Bauzentrum Westerhorstmann mit der Klasse 5g, die die Gefahren des toten Winkels kennengelernt haben. Foto: Alexandra Pöhler

Delbrück (WB/alp). Besonders Fußgängern und Fahrradfahrern kann er zum Verhängnis werden: der tote Winkel. Beim Abbiegen haben vorwiegend LKW-Fahrer das Problem, dass sie Personen, die sich neben dem Fahrzeug befinden, einfach nicht sehen. Diese Gefahr lernten die Schüler der fünften Klassen der Gesamtschule Delbrück kennen.

Für den Aktionstag hat die Firma Westerhorstmann aus Delbrück einen LKW auf dem Parkplatz am Driftweg geparkt. Mit Absperrband wurde der tote Winkel markiert.

Die Schüler nahmen abwechselnd die Rollen des LKW-Fahrers und eines Fußgängers ein, um zu sehen, von welcher Position die jeweils andere Person zu sehen oder eben nicht zu sehen ist. Schnell ist klar: im toten Winkel hat man den Fußgänger nicht im Blick. Das kann besonders beim Abbiegen gefährlich werden.

Der Aktionstag fand im Rahmen der Verkehrserziehung der Gesamtschule Delbrück statt, erläutert Oliver Maik, der Abteilungsleiter der Jahrgänge fünf und sechs: »In jedem Jahrgang lernen die Kinder altersgerechte Themen rund um den Straßenverkehr. Es gibt beispielsweise noch eine Fahrradprüfung, ein Busfahrtraining oder für den Jahrgang neun einen Mofa-Kursus.«

»Diese Erfahrung bleibt bei den Kindern hängen«

Die Schule will die Kinder möglichst praktisch an die Gefahren im Straßenverkehr heranführen: »Es ist wichtig, dass die Kinder die Perspektive des Fahrers und eines Fußgängers einnehmen können. Diese Erfahrungen bleiben einfach besser hängen. Es gibt kein Kind, das sich langweilt. Alle sind fokussiert«, sagt Oliver Maik.

Der Aktionstag toter Winkel fand dieses Jahr das dritte Mal in Kooperation mit dem Bauzentrum Westerhorstmann statt. Schulleiterin Theresia Diekmann-Brusche freut sich über diese Zusammenarbeit und betont die Wichtigkeit dieses Themas: »Die Gefahr des toten Winkels ist wieder sehr aktuell, da es dieses Jahr schon mehrere tödliche Unfälle gab. Umso wichtiger ist es, den Kindern die Gefahren zu zeigen. Wir nehmen uns die Zeit, dass jedes Kind die Perspektive des Fußgängers und des Fahrers einnehmen kann.«

Die Schulleiterin freut sich, dass die Aktionstage schon seit der Gründung der Schule stattfinden: »Bei so einer jungen Schule braucht man auch erst einmal Lehrer, die in der Verkehrserziehung ausgebildet sind. Daher bin ich den Kollegen sehr dankbar, dass sie sich so engagieren.«

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Fahrzeuge mit totem Winkel sind nicht zulässig

Gem. StVO sind Fahrzeuge mit "totem Winkel" nicht zugelassen (siehe https://adfc-berlin.de/radverkehr/sicherheit/information-und-analyse/121-fahrradunfaelle-in-berlin-unfallstatistik/222-exkurs-der-tote-winkel.html). Vielleicht könnten Sie das in ihrer Berichterstattung mal mit einfliessen lassen. Danke.

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