Fr., 12.10.2018

Planung zum Bau einer Verbindung zwischen Steinhorst und Kaunitz Lückenschluss im Radwegenetz

Zwischen Steinhorst und Kaunitz ist ein kreisübergreifender neuer Radweg geplant.

Zwischen Steinhorst und Kaunitz ist ein kreisübergreifender neuer Radweg geplant. Foto: dpa/Patrick Pleul

Delbrück (WB/spi). Die Planung zum Neubau eines Geh- und Radweges entlang der Landstraße von Steinhorst nach Kaunitz kommt jetzt voran. Der Delbrücker Bauausschuss hat sich in seiner jüngsten Sitzung für eine planerische Weiterverfolgung einer Trassenvariante an der Ostseite der Kaunitzer Straße ausgesprochen.

Edgar Heidgerken vom Fachbereich Bauen und Planen hatte zunächst Planungsvarianten für den als Bürgerradweg deklarierten Lückenschluss zwischen den bestehenden Radwegen an der Kreisgrenze Paderborn/Gütersloh erörtert und vorgestellt. Auf Nachfrage von Meinolf Sandbothe (CDU), inwieweit zeitliche Verzögerungen eventuell negativen Einfluss auf die erhofften Fördermittel seitens des Landes haben könnten, sagte Heidgerken, das Land habe insgesamt Fördermittel in Höhe von 600.000 Euro vorgesehen, wobei 200.000 Euro auf das Brückenbauwerk an der Ems entfallen. »Dieses Geld verfällt nicht«, bemerkte Heidgerken.

Verschiedene Trassenentwürfe vorgestellt

Deutlich wurde während der Vorstellung der Trassenvorentwürfe, dass – je nach Verlauf des Geh- und Radweges entweder an der Westseite oder an der Ostseite der Straße – der Bau aus unterschiedlichen Gründen nicht ganz unproblematisch sein wird. An der Ostseite müssten beispielsweise gleich mehrere Gewässerquerungen berücksichtigt werden. Die Kosten für erforderliche Brückenbauwerke oder Wegeüberführungen würden nach Auskunft der Stadtverwaltung allerdings zu 100 Prozent vom Land Nordrhein-Westfalen getragen. Würde der Lückenschluss an der Westseite verlaufen, wären unter anderem Probleme aufgrund der Topografie zu lösen, außerdem müsste an etlichen Stellen ein größerer Eingriff in Natur und Landschaft samt Abholzen zahlreicher Bäume an der Straße erfolgen.

Grundsätzlich gilt, so oder so: Grunderwerbs- und Planungskosten sowie gut 50 Prozent der zu erwartenden reinen Radwegkosten müsste die Stadt Delbrück tragen.

Sichere Anbindung zwischen den Kreisen Paderborn und Gütersloh

Bei der Trassenvariante an der Ostseite der Straße würde der Rad- und Gehweg teilweise bis zu 15 Meter weit weg von der Straße über heutiges Ackerland verlaufen. Jürgen Wrona (Grüne) sagte, diese Variante habe den Vorteil, »dass abschnittsweise auch schon bestehende befestigte Wege einbezogen werden können.« Meinolf Sandbothe wies darauf hin, dass der geplante Radweg nicht nur als Freizeitstrecke (Stichwort: Steinhorster Becken) sinnvoll sei, sondern auch eine sichere Verkehrsanbindung per Fahrrad zwischen den Kreisen Paderborn und Gütersloh darstelle.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.

Google-Anzeigen

© WESTFALEN-BLATT
Vereinigte Zeitungsverlage GmbH

Alle Inhalte dieses Internetangebotes, insbesondere Texte, Fotografien und Grafiken, sind urheberrechtlich geschützt. Verwendung nur gemäß der Nutzungsbedingungen.

Anzeige


https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6117458?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198401%2F2851065%2F